Mehr Sicherheit für den Radverkehr – Umsetzung des Radentscheids kommt voran

18. Juli 2021

Die Umsetzung des Radentscheids kommt voran: Mit neuen Radfahrstreifen, breiteren Radwegen, mehr Abstellplätzen und zusätzlichen Fahrradstraßen wird das Radfahren in der Stadt sicherer und komfortabler. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die die Stadtverwaltung im Mobilitätsausschuss am Mittwoch, 21. Juli, vorstellen wird. Die SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat forciert vor allem, den Modellversuch der Protected Bikelanes schnell umzusetzen, und schlägt die Rosenheimer Straße in Haidhausen als einen der fünf geplanten Standorte vor.

Ein Radweg ganz nach den Vorstellungen des Radentscheids - SPD-Stadtrat Andreas Schuster zeigt den neuen Abschnitt des Altstadt-Radlrings am Thomas-Wimmer-Ring. Foto: Melanie Staudinger, SPD/Volt
Ein Radweg ganz nach den Vorstellungen des Radentscheids - SPD-Stadtrat Andreas Schuster zeigt den neuen Abschnitt des Altstadt-Radlrings am Thomas-Wimmer-Ring. Foto: Melanie Staudinger, SPD/Volt

Seit dem Beschluss zum Radentscheid im Jahr 2019 hat die Stadt eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, damit die Menschen sicherer und komfortabler in München radeln können. Am Siegestor etwa ist nicht nur der gesamte Platz neugestaltet und so deutlich schöner geworden. Es gibt jetzt auch breitere Radwege. An der Schwanthalerstraße zwischen Martin-Greif und Paul-Heyse-Straße existieren nun ebenso Radfahrstreifen wie an der Marsstraße zwischen Pappenheim- und Seidlstraße, wo sie deutlich schmalere Radwege ersetzt haben. Ebenso in der Theresien-, Gabelsberger-, Elisen- und Rosenheimer Straße an Stelle der Popup-Bikelanes. Auch der Altstadt-Radlring ist in Arbeit und an der Blumenstraße zwischen Sendlinger Tor und Papa-Schmid-Straße bereits befahrbar.

Im vergangenen Jahr wurden 1800 neue Fahrradabstellplätze geschaffen und dafür 177 Kfz-Stellplätze umgewandelt – die Standorte wurden mehrheitlich von Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen und in Zusammenarbeit mit den Bezirksausschüssen umgesetzt. In der Luisenstraße an der TU München gibt es einen Pilotversuch zu Flexparken und an der Schulstraße vor der Eisdiele Sarcletti wird das saisonale Fahrradparken erprobt. Zudem hat sich das Netz der Fahrradstraßen ausgeweitet auf 85 Routen mit einer Gesamtlänge von 40 Kilometern. Mehr als die Hälfte der 700 Einbahnstraßen ist bereits für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben, das spart unnötige Umwege.

Mittlerweile hat der Stadtrat vier Maßnahmenbündel mit über 40 Straßen beschlossen, an denen es ebenfalls deutliche Verbesserungen geben wird. Hier arbeitet die Stadtverwaltung gerade an der Umsetzung. Zudem soll in der kommenden Woche der Beschluss für den neuen Radschnellweg im Münchner Norden zwischen Stachus und Von-der-Tann-Straße, und damit auch ein weiteres Teilstück des Altstadt-Radlrings fallen. Auch werden Pilotversuche zu Protected Bikelanes, also geschützten Radfahrstreifen, an fünf Stellen zeitnah gestartet. Hier fordert die SPD/Volt-Fraktion im Stadtrat, die Rosenheimer Straße dringend zu berücksichtigen.

Dazu sagt Andreas Schuster, radpolitischer Sprecher der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

„Wir haben in den letzten zwei Jahren viel für sicheren und komfortablen Radverkehr in der Stadt umgesetzt. Zudem haben wir die Grundlagen für eine zügige Umsetzung des Radentscheids und des Altstadt-Radlrings gelegt. Mit tragfähigen Beschlüssen, mehr Personal in der Stadtverwaltung und einer Aufbruchstimmung für das Fahrrad sorgen wir als SPD/Volt-Stadtratsfraktion für eine leistungsfähige Radinfrastruktur in München. Dabei ist uns das Miteinander aller Verkehrsteilnehmender wichtig.“