Sicher, komfortabel und vernetzt radeln in München – 5 neue Initiativen für den Radverkehr

SPD-Stadtrat Andreas Schuster
Foto: Susi Knoll

25. Mai 2022

Sicher, komfortabel und vernetzt radeln in München – das ist das Ziel eines fünfteiligen Antragspakets der Fraktionen Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt. Neben Vorschlägen für die Neuschaffung bzw. Verbesserung von vier Radverkehrsrouten steht vor allem die Verkehrssicherheit und klare Erkennbarkeit von Fahrradstraßen im Fokus. Durch verkehrslenkende und verkehrsberuhigende Regelungen wie beispielsweise Einbahnstraßen, Abbiegegebote oder die Beschränkung des Kfz-Verkehrs auf Anliegende soll die Privilegierung des Radverkehrs in diesen Straßen deutlicher werden. Gleichzeitig sollen die auf Fahrradstraßen geltenden Regeln besser kommuniziert werden.

Dazu sagt Andreas Schuster, Radverkehrsbeauftragter der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

"Als SPD/Volt-Stadtratsfraktion setzen wir uns dafür ein, dass alle Münchnerinnen und Münchner in unserer Stadt sicher, komfortabel und vernetzt radeln können. Eine gute Route um den Westpark und lückenlose Radwege in Milbertshofen und Sendling tragen dazu bei, unser Radl-Vorrangnetz auszubauen, das wir mit den Beschlüssen zum Radentscheid München umsetzen. Im Münchner Westen ermöglichen wir mit der Fuß- und Radverkehrsbrücke an der Von-der-Pfordten-Straße neue und wichtige Wegebeziehungen. Die fast 100 Fahrradstraßen sind ein Münchner Erfolgsmodell und sie werden eine tragende Rolle bei den Radschnellverbindungen spielen. Daher werden wir diese noch sicherer machen, besser markieren und allen Verkehrsteilnehmenden die Regeln in diesen Straßenabschnitten verständlicher machen."

Dazu sagt Stadtrat Christian Smolka: „Fahrradstraßen sind ein wichtiges Element im Baukasten der Radverkehrsplanung. Sie können den Radverkehr bündeln, beschleunigen und komfortabel machen – bei einer sehr hohen Verkehrssicherheit: Doch um auf Fahrradstraßen das erwünschte rücksichtsvolle Verhalten herzustellen und die Sicherheit für alle zu erhöhen, reicht es nicht aus am Anfang der Straße ein Schild aufzustellen. Dazu sind neben verstärkter Öffentlichkeitsarbeit weitere Gestaltungsmaßnahmen notwendig.“

Die konkreten Vorschläge für Radverkehrsrouten beinhalten folgende Einzelmaßnahmen:

  • Zwischen der Margarethe-Danzi-Straße und der Von-der-Pfordten-Straße soll eine Fuß- und Radverkehrsbrücke über die zentrale Bahnachse und die Landsbergerstraße führen und eine komfortable Verbindung zwischen den beiden stark voneinander separierten Stadtteilen Nymphenburg und Laim schaffen. Dabei soll auch geprüft werden, ob die Von-der-Pfordten-Straße als attraktive Alternative zur stark vom Autoverkehr befahrenen Fürstenrieder Straße zur Fahrradstraße umgewandelt werden kann.

  • Für den Westpark, wo verschiedenste Freizeitnutzungen oft mit regem Rad-Durchgangsverkehr zusammentreffen, sollen attraktive Umfahrungen entwickelt werden, auf denen der Radfahrende schnell vorankommen und Nutzungskonflikte vermeiden können. Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark hat dazu bereits zwei Vorschläge für alternative Trassen gemacht, die südlich und nördlich am Westpark vorbeiführen.

  • Von der Innenstadt nach Südwesten führt bereits eine beschilderte und gut für den Radverkehr erschlossene Route. Doch die von der Theresienwiese ausgehende Trasse wird im Abschnitt Sachsenkam-/Friedrich Hebbel-Straße unterbrochen bevor sie südlich des Mittleren Rings weiterführt. Diese Lücke im Fahrradnetz soll nun geschlossen werden – beispielsweise mit Schutzstreifen, einer Piktogrammkette oder der Anordnung einer Fahrradstraße.

  • Die derzeit von fünf Straßen unterbrochene Route vom Petuelpark entlang der alten Trambahnstrecke durch Milbertshofen soll mit einer Vorfahrtsregelung aufgewertet werden. Vorbild ist die 5 km lange Pilotstrecke von Nymphenburg bis zum Petuelpark, wo bei Querungen Zebrastreifen, rot markierte Radstreifen und Beschilderung die Vorfahrtsregelung gegenüber dem Autoverkehr klar kommunizieren.