Spracheingabefunktion für MUCGPT schnellstmöglich implementieren
Aktualisiert am 11.06.2026
ANTRAG
Das IT-Referat wird beauftragt zu prüfen und darzustellen, wie bei der KI-Anwendung „MUCGPT“ zeitnah eine Spracheingabefunktion (Voice-to-Text bzw. Spracheingabe) integriert werden kann. Zudem soll dargestellt werden, welcher zeitliche und finanzielle Aufwand hierfür erforderlich ist und bis wann eine Umsetzung möglich wäre.
BEGRÜNDUNG
Die Einführung von MUCGPT stellt einen wichtigen Schritt für die digitale Modernisierung der Stadtverwaltung München dar. Damit die Anwendung jedoch im Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten kann, ist eine Spracheingabefunktion von zentraler Bedeutung.
Gerade in Besprechungen, Telefonaten, Außenterminen oder bei spontanen Arbeitsnotizen ist das manuelle Eintippen von Stichpunkten zeitaufwendig und unpraktisch. Moderne KI-Systeme wie ChatGPT zeigen bereits heute, dass Spracheingaben erhebliche Effizienzgewinne ermöglichen. Inhalte können direkt eingesprochen, zusammengefasst und weiterverarbeitet werden.
Ohne eine solche Funktion besteht die Gefahr, dass Beschäftigte verstärkt auf externe KI-Angebote ausweichen, um die gewünschten Arbeitsabläufe effizient nutzen zu können. Eine integrierte Spracheingabe innerhalb von MUCGPT würde dagegen die Akzeptanz und tatsächliche Nutzung der städtischen Lösung deutlich erhöhen und zugleich Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen innerhalb der städtischen Infrastruktur gewährleisten.
Darüber hinaus ist die Spracheingabe auch aus Gründen der Inklusion und Barrierefreiheit von großer Bedeutung. Nicht alle Menschen können gleich schnell oder gleich gut tippen. Für Personen mit motorischen Einschränkungen, körperlichen Behinderungen oder Schwierigkeiten bei der schriftlichen Formulierung stellt die Spracheingabe eine erhebliche Erleichterung dar. Viele Menschen können Gedanken mündlich deutlich einfacher und schneller ausdrücken als über die Tastatur.
Eine moderne KI-Anwendung für die Stadtverwaltung sollte daher möglichst barrierearm gestaltet sein und unterschiedlichen Arbeits- und Kommunikationsformen gerecht werden. Die Spracheingabe ist deshalb keine bloße Zusatzfunktion, sondern ein wesentlicher Bestandteil moderner, inklusiver und praxisnaher digitaler Arbeitsprozesse.
SPD-Fraktion
Roland Hefter
Lars Mentrup
Felix Lang
Monika Schmid-Balzert
Dr. Nadine Liebchen
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates
