Schlagwortarchiv für: Jens Röver

Antrag

Die Landeshauptstadt München prüft, ob nach dem Vorbild Singapurs Münchner Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätseingeschränkte Personen eine sogenannte Ampelkarte erhalten, damit die Grünphasen an Ampeln für diesen Personenkreis verlängert und der Übergang über Straßen erleichtert wird. Weiterhin prüft die LH München, wie schnell bestehende Ampeln umgerüstet werden können.

Begründung

Seniorinnen und Senioren sowie mobilitätseingeschränkte Personen haben oft Schwierigkeiten, Straßen in den voreingestellten Zeiten der Grünphase komplett zu überqueren. Nicht zielführend ist es jedoch, sämtliche Grünphasen generell zu verlängern.

Singapur bietet dem genannten Personenkreis eine einfache und sehr praktikable Lösung. Je nach Länge des Wegs wird die Grünphase der Fußgängerampel um bis zu 13 Sekunden verlängert. Inzwischen sind in Singapur rund 1000 Ampeln mit Lesegeräten ausgestattet, die vom berechtigten Personenkreis genutzt werden können. Wird die Ampelkarte vor das Gerät gehalten, wird die Grünphase der Fußgängerampel automatisch verlängert.

Auch für Münchner Seniorinnen und Senioren sowie für mobilitätseingeschränkte Personen könnte durch diese einfache Maßnahme eine deutliche Erleichterung im Alltag erreicht werden.

gez.
Anne Hübner
Christian Müller
Christian Vorländer
Renate Kürzdörfer
Jens Röver

Stadtratsmitglieder

Antrag

Das Kreisverwaltungsreferat wird gebeten, künftig monatlich mit der jeweils örtlichen Seniorenvertretung sowie mit der Polizei Begehungen an für Seniorinnen und Senioren neuralgischen Verkehrspunkten Begehungen durchzuführen. Der örtliche Bezirksausschuss ist in geeigneter Weise einzubinden.

Begründung

Immer wieder beklagen örtliche Seniorenvertretung – in letzter Zeit zunehmend -, dass Seniorinnen und Senioren, die zumeist zu Fuß unterwegs sind, auf den Gehwegen durch parkende Autos, Fahrräder oder E-Scooter behindert oder durch andere Verkehrsteilnehmende auf den Gehwegen gefährdet werden.
Mit den monatlichen Begehungen, die im Rahmen der ohnehin vorgesehenen Bestreifungen und Rundgängen von KVR und Polizei stattfinden können, kann jeweils zeitnah an möglichen Lösungen gearbeitet werden.

gez.
Christian Müller
Anne Hübner
Dr. Constanze Söllner-Schaar
Helmut Schmid
Verena Dietl
Marian Offman
Cumali Naz
Horst Lischka
Jens Röver
Christian Vorländer

Stadtratsmitglieder

Antrag

Der Oberbürgermeister wird gebeten, in die nächste MVV Gesellschafterversammlung einzubringen, dass sich der Münchner Verkehrsverbund (MVV) im Rahmen des Klimaschutzpakets der Bundesregierung für eines der Modellprojekte zum 365-Euro-Jahresticket bewirbt.
Die Kosten müssen dabei vollständig vom Bund getragen werden.

Begründung

Einer der positiven Aspekte des Klimaschutzpakets der Bundesregierung sind die Modellprojekte für den ÖPNV. Ohne die Bundes-Finanzierung ist die Einführung eines solchen Angebots in München derzeit nicht möglich, da jegliche städtischen Mittel für den Ausbau des Angebotsspektrums und der Infrastruktur benötigt werden.
München – als größte deutsche Kommune – sollte daher zeitnah eine Bewerbung in die Wege leiten, um die Möglichkeiten, die der Zuschlag eines solchen Modellprojekts bietet, nutzen zu können.

gez.

Simone Burger
Christian Müller
Jens Röver
Helmut Schmid
Klaus Peter Rupp
Horst Lischka
Julia Schönfeld-Knor
Marian Offman

Stadtratsmitglieder

Antrag

Die Stadtverwaltung wird gebeten, einen speziellen Motorikpark in dem Landschaftspark Freiham und in der Grünfläche in der Bayernkaserne einzurichten.

Hierbei soll der neue Motorikpark im Sonnwendviertel Wien als Beispiel dienen.

Begründung

Der Motorikpark in Wien verfügt über viele Elemente für Bewegung und Spiel. Zum Beispiel über eine Klettertour, ein Balancier-Sechseck, ein Schwingungsparadies, eine Stehseilschaukel und mehr Elemente, welche die Motorik, Balance, Koordination sowie Ausdauer von Kindern und Jugendlichen trainieren. Zu den bereits an den Isarauen, dem Süd- und dem Ostpark existierenden sowie den im Juni 2019 von der SPD-Stadtratsfraktion beantragten Fitnessparcours, sind solche Motorikparks eine perfekte Ergänzung um den Bewegungsapparat und die Fitness bereits im Kindesalter zu trainieren.

Der Motorikpark im Wiener Sonnwendviertel ist neben einem sehr abwechslungsreichen Spielplatz ebenso ein Anziehungspunkt für Menschen aus den benachbarten Stadtquartieren und dient damit auch der Verknüpfung der alten mit den neuen Stadtvierteln.

gez.

Dr. Constanze Söllner-Schaar
Heide Rieke
Renate Kürzdörfer
Jens Röver
Haimo Liebich
Hans Dieter Kaplan

Stadtratsmitglieder

Motorikpark 1
Motorikpark 2

Antrag

Die Stadtverwaltung klärt die Verkehrsteilnehmenden vor Ort über die Rechte und Pflichten in Fahrradstraßen auf.

Begründung

München ist die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen Deutschlands, derzeit knapp 80. Auch bei der Gesamtlänge von über 35 Fahrradstraßen-Kilometern liegt München bundesweit vorn.

In München werden Fahrradstraßen seit diesem Jahr deutlich gekennzeichnet. Der Beginn ist mit einem Piktogramm auf der Fahrbahn markiert, das drei auf zwei Meter groß ist. Damit wird der Anfang klar signalisiert. Mittels Flyer und Hinweisen auf der Internetseite klärt die Stadt München über Fahrradstraßen auf.

Trotzdem ist immer wieder festzustellen, dass viele nicht wissen, was konkret eine Fahrradstraße bedeutet und es dadurch zu gefährlichen Situationen kommt. Radlerinnen und Radler genießen in diesen Straßen Vorrang, sie dürfen nebeneinander fahren und bestimmen damit die Geschwindigkeit. Autos, Lastwagen, Motorräder und andere motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen hier nur dann fahren, wenn das Zusatzschild „Kraftfahrzeuge frei“ angebracht ist. In Fahrradstraßen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und Kraftfahrzeuge müssen ihre Geschwindigkeit, an die der Radlerinnen und Radler anpassen.
Die Stadt Hamburg erläutert in der Hafencity mit Bannern, welche Rechte Fahrradfahrende in einer Fahrradstraße haben und klärt über die Höchstgeschwindigkeit auf und zwar direkt vor Ort. Diese Idee sollte München aufgreifen.

gez.

Bettina Messinger
Dr. Constanze Söllner-Schaar
Jens Röver
Christian Vorländer
Simone Burger
Renate Kürzdörfer

Stadtratsmitglieder

Im Norden Münchens wurden im Fluss Moosach erhöhte Konzentrationen der in der EU seit 2010 verbotenen Chemikalie Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) gemessen. Indizien sprechen dafür, dass die chemischen Verunreinigungen ihren Ursprung im nördlichen Münchner Stadtgebiet haben könnten. Die SPD-Stadtratsfraktion fordert schnellstmögliche und umfassende Aufklärung.

Eine entsprechende Anfrage stellt die Fraktion heute.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Christian Vorländer, der in Zusammenarbeit mit dem SPD-MdL Florian von Brunn die Anfrage initiierte:

„Wer vergiftet das Grundwasser mit Chemikalien? Diese Frage alarmiert den Münchner Norden und das angrenzende Umland. In der Moosach bei Freising hat das Wasserwirtschaftsamt München eine erhöhte Konzentration der Industriechemikalie PFOS gemessen. Da am unmittelbaren Stadtrand hohe, teils den Grenzwert überschreitende Konzentrationen gemessen wurden, liegt der Verdacht nahe, dass die Chemikalie im nördlichen Stadtgebiet ins Grundwasser und weiter ins Umland gelangt. Die Belastung in der Moosach sei derzeit geringfügig, heißt es Medienberichten zufolge, Vergiftungsgefahr bestehe nicht. Dennoch muss sofort gehandelt werden. PFOS baut sich nur langsam ab, es wird gefährlich, wenn es sich anreichert und die Herkunft der Verunreinigung ist bisher unklar. Die SPD will dringend klären, woher die chemische Belastung stammt und wie das weitere Vorgehen aussehen wird.“

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Jens Röver sagt:

„Es braucht umfassende Aufklärung: Der Ursprung der Belastung muss gefunden werden, gleichzeitig fordern wir Information für die Bürgerinnen und Bürger. Die höchsten Konzentrationen wurden laut Bericht des ,Bayerischen Rundfunks‘ im Bereich zwischen Hasenbergl und B13 auf der Panzerwiese gemessen, ein Hinweis, dass die Belastung im Münchner Norden ihren Ursprung haben könnte. Die Stadtverwaltung soll die gesundheitlichen Risiken bewerten, damit gegebenenfalls Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt ergriffen werden können. Der Ursprung der Belastung muss gefunden, die weitere Verunreinigung gestoppt werden.“

Anfrage

Nördlich der Landeshauptstadt wurden kürzlich durch das Wasserwirtschaftsamt München im Fluss Moosach bei Freising erhöhte Konzentrationen der in der EU seit 2010 verbotenen Chemikalie Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) gemessen. Presseberichten zufolge1 sind die Anreicherungen bislang als geringfügig zu bewerten, auch bestünde praktisch keine Vergiftungsgefährdung.

Allerdings wird auf die durchaus langwierigen Abbauprozesse von PFOS aufmerksam gemacht, verbunden mit der Tatsache, dass die Herkunft der Chemikalie bislang unbestimmt sei.

Die Moosach wird unter anderem durch Grundwasser aus dem Münchner Norden gespeist. Indizien sprechen dabei dafür, dass die chemischen Verunreinigungen im nördlichen Stadtgebiet ihren Ursprung haben und sodann über das Grundwasser in das nördliche Umland gelangt sein könnten. So wurden an Messstellen am unmittelbaren Stadtrand durchaus hohe, teilweise den Grenzwert von 0,1 Mikrogramm je Liter Grundwasser um 40% überschreitende Konzentrationen gemessen².

Wir bitten daher, die folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie bewertet die Stadtverwaltung die gesundheitlichen Risiken der chemischen Belastung in der gemessenen Konzentration?

  2. Hat das Wasserwirtschaftsamt München die Stadtverwaltung schon über den o. g. mutmaßlichen Eintrag von PFOS aus dem Stadtgebiet informiert?

  3. Teilt die Stadtverwaltung die Einschätzungen des Wasserwirtschaftsamtes München, dass der Grundwassereintrag der Chemikalie aus München stammen könnte?

  4. Was wird von Seiten der Stadtverwaltung in dieser Angelegenheit unternommen, insbesondere hinsichtlich der Information der Bürgerinnen und Bürger sowie um die mögliche Quelle der Verunreinigungen zu identifizieren?

  5. Nach dem Eruieren der Quelle – Wie würde das weitere Vorgehen aussehen?

gez.

Christian Vorländer
Verena Dietl
Jens Röver
Heide Rieke
Kathrin Abele

Stadtratsmitglieder

1 https://www.br.de/nachrichten/bayern/muenchner-norden-wer-vergiftet-das-grundwasser-mit-chemikalien,RcbTinA

² https://www.wwa-m.bayern.de/grundwasser_boden/grundwasserqualitaet/index.htm
PDF-Download: „Aktueller PFC-Bericht zur Moosach“

Anfrage

Seit 2000 werden Haushaltsabfälle von den AWM mittels 3-Tonnen-System erfasst. Obst- und Gemüsereste sowie andere Küchenabfälle (sog. Biomüll) werden seitdem in der „Braunen Tonne“ gesammelt. Hierdurch wird die Restmüllmenge verringert, Biomüll dient der Energiegewinnung und wird zu den „Münchner Erden“ kompostiert.
Leider scheint nicht jeder Haushalt über die Möglichkeit zu verfügen, Biomüll getrennt zu entsorgen und so einen sinnvollen Beitrag zur lokalen Kreislaufwirtschaft zu leisten.

Wir fragen das Kommunalreferat:

1) Wie stellt der AWM sicher, dass alle Münchner Haushalte, also alle Gebührenzahler*innen, Zugang zu einer braunen Tonne in ihrer Wohnanlage haben?

2) Sind Hausverwaltungen/ Vermieterinnen/ Eigentümerinnen zur Einhaltung des 3-Tonnen-Systems verpflichtet?

3) Wo können sich Mieter*innen melden, wenn in ihrer Wohnanlage keine braune Tonne vorhanden ist?

4) Kontrollieren die seit Frühjahr 2019 eingesetzten „Müllsheriffs“ des AWM, ob alle Müllsammelstellen in Wohnanlagen mit einem vollständigen 3-Tonnen-System ausgestattet sind?

5) Dürfen Hausverwaltungen auch Verträge mit privaten Unternehmen zur Abholung des Biomülls aus Haushalten schließen?

gez.

Ulrike Boesser
Heide Rieke
Christian Müller
Hans Dieter Kaplan
Renate Kürzdörfer
Jens Röver
Marian Offman

Stadtratsmitglieder

Anfrage

Seit Anfang der 1990er Jahre sollen Verpackungsabfälle aus Glas, Kunststoffe und Metalle einer stofflichen Wiederverwendung (Recycling) zugeführt werden. Dies hat der Gesetzgeber u.a. bei der Neufassung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) bestätigt. Zu diesem Zweck wird Verpackungsmüll durch private Entsorgungsunternehmen gesammelt, in München erfolgt dies mittels Wertstoffcontainern.

Gemäß der Definition des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist „Recycling (…) jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind“

In den vergangenen Monaten ist vermehrt der Presse zu entnehmen, dass Kunststoffverpackungen, die in der gelben Tonne bzw. in München mittels Wertstoffinseln gesammelt wird, nicht recycled werden, sondern ins Ausland verbracht werden und dort beträchtliche Umweltschäden verusachen (Handelsblatt vom 19.2.2019: „Wie deutscher Müll in Asien die Umwelt zerstört“, Süddeutsche Zeitung vom 24.4.2019: „Der Export von Plastikmüll muss endlich aufhören“)

Dies ist nicht im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und zudem Betrug an den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die für das Duale System bezahlen, Abfall trennen und darauf vertrauen, dass dieser recycled oder zumindest fachgerecht entsorgt wird.

Daher fragen wir das Kommunalreferat:

1) Wie viele Tonnen Kunststoffverpackungen werden jährlich durch die privaten Entsorgungsunternehmen im Stadtgebiet München über die Wertstoffinseln gesammelt?

2) Wie verhält sich die gesammelte Menge im Verhältnis zur von der EU geforderten Recyclingquote?

3) Auf welcher Definition von Recycling beruhen die für das Sammeln von Kunststoffen vorgegebenen Quoten der EU?

4) Wodurch wird die Quote für das Kunststoffrecycling erfüllt: durch ausreichende (gewichtmäßige?) Sammlung oder durch echtes Recycling im Sinne der Definition zu Frage 3 und wie ist letzteres nachzuweisen?

5) Wie hoch ist der Anteil der Kunststoffabfälle am Gesamtaufkommen, der tatsächlich im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes stofflich verwertet wird:
a) in München
b) bundesweit

6) Was geschieht mit in München gesammelten Kunststoffabfällen, die nicht stofflich verwertet werden? Wie hoch ist der Anteil am Gesamtaufkommen, der
a) in andere Staaten (in und außerhalb der EU) exportiert
b) dort recycled
c) dort deponiert
d) dort einer energetischen Verwertung zugeführt wird?
Liegen hierzu absolute Zahlen vor?

gez.

Ulrike Boesser
Heide Rieke
Christian Müller
Hans Dieter Kaplan
Renate Kürzdörfer
Jens Röver
Haimo Liebich

Stadtratsmitglieder

Antrag

Der Zwei-Richtungs-Isarradweg in der Widenmayerstraße zwischen der Praterwehrbrücke und Prinzregentenstraße wird verbreitert.

Begründung

Auf dem Zwei-Richtungs-Isarradweg sind besonders viele Radfahrende unterwegs. Dies kann man gut an der Radzählstelle an der Erhardtstraße ablesen: Bereits am 21. August wurde die diesjährige Millionengrenze geknackt.

Entlang der Widenmayerstraße ist der Zwei-Richtungs-Isarradweg viel zu schmal und nicht mehr regelkonform. Deshalb soll dort durch Wegfall von Parkplätzen oder einer Fahrspur der Radweg angemessen verbreitert werden.

gez.

Bettina Messinger
Gerhard Mayer
Verena Dietl
Jens Röver
Renate Kürzdörfer
Hans Dieter Kaplan
Dr. Constanze Söllner-Schaar
Kathrin Abele
Simone Burger

Stadtratsmitglieder