Schlagwortarchiv für: Micky Wenngatz

Antrag

Der Oberbürgermeister wird gebeten zur Verbesserung der Situation am Gärtnerplatz kurzfristig einen Runden Tisch einzuberufen. Dieser soll beraten, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um mit Blick auf den Corona-Infektionsschutz die Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln (Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen) wirksam zu gewährleisten. Der Runde Tisch sollte bei weiterem Bedarf begleitend tagen und ggf. auch andere auftauchende Hotspots in die Diskussion einbringen.

Begründung

Der Gärtnerplatz wird derzeit besonders stark von vielen Feierenden besucht. Um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden, für mehr Infektionsschutz und Sauberkeit zu sorgen sowie die Situation der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern, soll der Runde Tisch zusätzliche geeignete Maßnahmen erörtern.

An dem Runden Tisch sollen insbesondere folgende Akteurinnen teilnehmen: Kreisverwaltungsreferat, KAD, Referat für Gesundheit und Umwelt, Sozialreferat, AKIM, Baureferat, Vertreterinnen der Polizei, des Bezirksausschusses sowie jeweils eine Vertreterin der Stadtratsfraktionen.

gez.
Christian Vorländer
Micky Wenngatz
Roland Hefter
Andreas Schuster
Simone Burger
Lena Odell
Fraktion SPD/Volt

Anna Hanusch
Sybille Stöhr
Christian Smolka
Angelika Pilz-Strasser
Clara Nitsche
Judith Greif
Beppo Brem
Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Referat für Gesundheit und Umwelt wird gebeten, schnellstmöglich eine Lösung / Übergangslösung zu implementieren, die die Niedrigschwelligkeit von HIV- und STI-Testberatung und -Testung in München sichert. Dies beinhaltet:

  • eine schnellstmögliche Wiederaufnahme der Testungen durch das RGU
  • hilfsweise die Finanzierung der Tests bei anderen bestehenden Einrichtungen oder
  • durch temporäre Kooperationen mit Trägervereinen der Teststellen, die in den Räumlichkeiten des RGU beraten und testen (vgl. H1N1 Pandemie und Mitarbeit bei den Bayerischen Testwochen).

Begründung:

Bedingt durch die Anforderungen durch die Pandemie wurden wichtige Versorgungs- und Präventionsangebote im Bereich HIV und anderer sexuell übertragbarer Infektionen (STI) geschlossen.
Durch frühzeitige Diagnose einer Infektion, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten und im anonymen, akzeptierenden Setting, können Therapien eingeleitet, Infektionsketten durchbrochen und damit die internationalen 90-90-90 Richtwerte der WHO erreicht werden.
Die STI-Beratungsstelle des RGU ist seit Beginn der Coronapandemie geschlossen und bietet keine anonymen kostenlosen Tests mehr an. Andere Münchner Beratungs- und Teststellen können diesen Wegfall nicht kompensieren, da die Tests aufgrund mangelnder Finanzierungen nicht kostenfrei angeboten werden können.

Initiative:

Klaus Peter Rupp
Barbara Likus
Kathrin Abele
Lena Odell
Julia Schönfeld-Knor
Micky Wenngatz
Christian Vorländer
Mitglieder des Stadtrats
SPD/Volt Fraktion

Initiative:

Angelika Pilz-Strasser
Dr. Hannah Gerstenkorn
Judith Greif
Anna Hanusch
Sofie Langmeier
Gudrun Lux
Thomas Niederbühl
Bernd Schreyer
Mitglieder des Stadtrats
Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das IT-Referat berichtet dem Stadtrat ab dem ersten Quartal 2021 halbjährlich zum Umsetzungsstand der Digitalisierungsstrategie (aus dem Juli 2019) und über weitere strategische IT-Programme, sowie zu den Zielsetzungen 2025 aus der Digitalisierungsstrategie. Es werden alle wesentlichen Projekte dargestellt mit Zielerreichungsgrad (Soll-Ist-Vergleich) bzgl. Zeitplanung, Ergebnissen und Budget.
Zum strategisch wesentlichen IT-Projektportfolio wird mit vergleichbarer Darstellung jährlich berichtet.
Für Vorhaben, deren Zielerreichung bzgl. Zeit, Ergebnissen oder Budget gefährdet erscheint, werden Ursachen und qualifizierte Handlungsoptionen dargestellt und zur Entscheidung vorgelegt.
Außerdem wird bei allen Projekten die Wirtschaftlichkeit transparent dargestellt und eventuelle Digitalisierungsgewinne müssen mit nachvollziehbaren Berechnungen quantifizierbar gemacht werden.

Begründung

Wir sehen die Digitalisierung als große Chance für eine moderne bürger*innenfreundliche Stadtverwaltung, aber auch für Gesellschaft und Wirtschaft insgesamt.
Wie im Digitalisierungsbericht 2019/2020 vom RIT vorgestellt, gibt es umfangreiche Projekte, welche in den nächsten Monaten und Jahren umgesetzt werden sollen. Es ist wichtig für den Stadtrat, über den aktuellen Stand und den Fortschritt bei strategischen Themen, wie zum Beispiel der Umsetzung der Digitalisierung, auf dem Laufenden gehalten zu werden und ggf. steuern zu können.

gez.
Lars Mentrup
Felix Sproll
Nikolaus Gradl
Anne Hübner
Micky Wenngatz

Stadtratsmitglieder

gez.
Judith Greif
Julia Post

Stadtratsmitglieder

Antrag

Der Stadtrat möge beschließen, dass sich die Landeshauptstadt München am bundesweiten Aktionstag für eine Streichung des Paragraph 218 StGB beteiligt, indem am Aktionstag (28.09.2020) das Rathaus lila angestrahlt und beflaggt wird.

Begründung

Jede Frau hat das Recht, frei über ihren Körper zu entscheiden. Entsprechend ist anzustreben, dass der momentan konstruierte Straftatbestand des Paragraph 218 ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wird.
Um dieses Ziel zu erreichen und allgemein auf das Recht jeder Frau auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch hinzuweisen, wird es am 28.09.2020 erneut bundesweit Kundgebungen und Aktionen geben. Hier in München sind die Aktionen auf dem Marienplatz angemeldet. Der Stadtrat setzt mit der lila Beleuchtung und Beflaggung des Rathauses ein entsprechend deutlich wahrnehmbares Zeichen für den Respekt gegenüber der Entscheidungsfreiheit jeder einzelnen Frau.

gez.

Lena Odell
Barbara Likus
Micky Wenngatz
Dr. Julia Schmitt-Thiel

Fraktion SPD/Volt

Mona Fuchs
Nimet Gökmenoğlu
Dr. Hannah Gerstenkorn
Anja Berger
Angelika Pilz-Strasser
Marion Lüttig
Clara Nitsche
Judith Greif
Beppo Brem

Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, die Schule Campus di Monaco mit einer Vollzeitstelle Schulsozialarbeit im Rahmen eines Modellversuches für die nächsten Jahren auszustatten.

Begründung

Campus di Monaco ist eine ganztägige, staatlich genehmigte, private Grund- und Mittelschule mit Hort, sowie zwei Nachbetreuungsangeboten. Im Schuljahr 2020/21 werden 120 Grundschülerinnen, 200 Mittelschülerinnen, 32 Schülerinnen für die Zukunftswerkstatt und 50 Schülerinnen im Alumniprogramm erwartet. Die Schule hat das Ziel, mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen, die Inklusion von Schüler*innen mit und ohne Fluchterfahrung sowie ihre Teilhabe an Bildung und Gesellschaft zu fördern.

Zielgruppe sind Schülerinnen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund. Das Konzept beinhaltet die spezifische Sprachförderung, sprachsensiblen Fachunterricht und die Inklusion von Schülerinnen mit und ohne Fluchterfahrung als auch mit besonderen Lernbedürfnissen. Jugendliche, die nicht mehr schulpflichtig sind, werden bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in der sog. Zukunftswerkstatt kontinuierlich begleitet.

Die Schule ist eine von insgesamt 4 privaten Mittelschulen in München.
Alleinstellungsmerkmal ist jedoch die Zielgruppe und die Nachbetreuungsangebote, um vertraute Bezugspersonen zu sichern, Kontinuität zu bieten und damit Ausbildungserfolge zu ermöglichen.

Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen hat Fluchterfahrung und lebt in prekären Lebensumständen. Für die erfolgreiche Bildung und Teilhabe ist auch die Mitarbeit von Schulsozialarbeit in der Schule unabdingbar. Leider gibt es für Ersatzschulen keine Fördermöglichkeiten durch den Staat, nur das Lehrpersonal und die Sachkosten werden bezuschusst. Die Corona-Pandemie zeigt noch deutlicher, wie dringend die belasteten Schüler*innen die psychische Stabilisierung und Unterstützung durch die Schulsozialarbeit momentan brauchen.

gez.

Julia Schönfeld-Knor
Lena Odell
Christian Müller
Barbara Likus
Cumali Naz
Julia Schmitt-Thiel
Micky Wenngatz
Kathrin Abele

SPD-Volt Fraktion

Anja Berger
Sebastian Weissenburger
Hannah Gerstenkorn
Mona Fuchs
Nimet Gökmenoglu

Fraktion die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, die Durchführung einer regelmäßigen Münchner Armutskonferenz in die Wege zu leiten. Ziel der Armutskonferenz soll sein, die Lebenssituation der von Armut und Armutsgefährdung betroffenen Münchnerinnen und Münchner zu verbessern. Insbesondere soll diskutiert werden, welche Handlungsmöglichkeiten die LH München angesichts der weitreichenden gesetzgeberischen Kompetenzen von Land und Bund hat.

Im Fokus sollen dabei besonders Familien, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche sowie Armutsrisiken von Frauen stehen, um von kommunaler Seite alles denkbar Mögliche unternehmen zu können, gelingende Bildungs- und Erwerbsbiographien zu fördern.

Zudem soll die zunehmende Armut von Seniorinnen und Senioren erneut thematisiert werden. Das Ziel muss sein, dass alle Menschen in Würde – und dazu gehört die Einbindung in die Stadtgesellschaft – in München alt werden können.

Auch die Armutszuwanderung aus Osteuropa und die Möglichkeiten Münchens, diesen Menschen eine Perspektive zu geben, sollen auf der Armutskonferenz zeitnah thematisiert werden.

Besondere Armutsrisiken wie ein Fluchthintergrund, chronische Krankheit oder eine Behinderung, Mietpreisspirale und Wohnungslosigkeit müssen ebenso in den Blick genommen werden wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie gerade auf Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, die gefährdet sind, in den kommenden Jahren ihre Beschäftigung zu verlieren.

Insgesamt sollte der Bogen weiter gespannt und thematisiert werden, was zunehmende Armut für die Stadtgesellschaft an sich, für das soziale Klima in unserer Stadt bedeutet und welche Bedeutung sie auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. Daneben sollte sie auch die Frage aufgreifen, ob und wie Armut auch die Demokratie in unserer Stadt gefährden kann.

In die Münchner Armutskonferenz sollen Mitglieder des Stadtrates, kommunale Spitzenverbände, externe Expertinnen, wichtige Akteurinnen der Stadtgesellschaft wie u.a. die städtischen Wohnungsbaugesellschaften aber natürlich auch die freien Träger und Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie die im Sozialbereich engagierten Verbände und Interessensvertretungen wie die Gleichstellungsstelle und v.a. Betroffene eingeladen werden.

Begründung

Armut ist in München trotz vielfältiger langjährig gewachsener Strategien, Initiativen und konkretem Handeln leider immer noch ein raumgreifendes Phänomen. Mit der ab sofort jährlich stattfindenden Armutskonferenz wollen wir wechselnd themenspezifisch unterschiedlichste Aspekte in den Blick nehmen und die breiten gesellschaftlichen Auswirkungen von Armut in öffentlicher und öffentlichkeitswirksamer Diskussion auf Augenhöhe mit allen denkbaren Akteur*innen im kommunalen Feld sowie Betroffenen diskutieren. Ziel und Zweck der Armutskonferenz soll die Erarbeitung und Umsetzung von konkreten Handlungsoptionen für die kommunale Bekämpfung von Armut sein. Die noch in 2020 stattfindende Münchner Armutskonferenz soll in den kommenden Jahren verstetigt werden.

gez.

Christian Köning
Anne Hübner
Christian Müller
Cumali Naz
Roland Hefter
Lars Mentrup
Barbara Likus
Micky Wenngatz

Fraktion SPD/Volt Fraktion

Sofie Langmeier
Bernd Schreyer
Anja Berger
Hannah Gerstenkorn
Nimet Gökmenoǧlu
Marion Lüttig
Clara Nitsche
Sebastian Weisenburger

Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, dem Stadtrat darzustellen, zu welchen Verbesserungen die jetzt beschlossene Grundrente ab 2021 in München führen kann.

Insbesondere bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele Menschen im Bereich Grundsicherung im Alter und im Wohngeldbezug erfüllen die Voraussetzungen, um von der Grundrente zu profitieren?
2. In welchem Umfang werden Münchnerinnen und Münchner infolge der Grundrente auf soziale Leistungen künftig nicht mehr angewiesen sein?
3. Wie viele Menschen profitieren innerhalb der Grundsicherung und des Wohngelds von den neu eingeführten Freibeträgen?
4. Welche gesetzlichen Regelungslücken und sozialpolitischen Handlungsnotwendigkeiten sieht das Sozialreferat nach der Einführung der Grundrente?

Die Berichterstattung an den Münchner Stadtrat soll bis zum Jahresende erfolgen. Zudem ist auf den Bearbeitungsstand unserer Anträge zur Weihnachtsbeihilfe für Senior*innen und zum kommunalen Regelsatz einzugehen.

Begründung

Die Grundrente ist ein wichtiger Baustein, um Armut im Rentenalter bekämpfen zu können. Für uns ist aber entscheidend, ob und wie sie in einem teuren Ballungsraum wie München wirkt. Zudem bleiben voraussichtlich große sozialpolitische Handlungsnotwendigkeiten für die Menschen, die die Voraussetzungen für die Grundrente nicht erfüllen. Um Ausmaß und Dringlichkeit einschätzen und thematisieren zu können, sollen die Grundrente und ihre Auswirkungen auf München noch in diesem Jahr im Stadtrat diskutiert werden. Wir bitten um eine geschlechterdifferenzierte Auswertung der vorhandenen Daten.

gez.
Anne Hübner
Christian Müller
Christian Köning
Cumali Naz
Roland Hefter
Micky Wenngatz
Stadtratsmitglieder
Fraktion SPD/Volt

Anja Berger
Nimet Gökmenoǧlu
Sofie Langmeier
Marion Lüttig
Clara Nitsche
Bernd Schreyer
Stadtratsmitglieder
Fraktion Die Grünen-Rosa Liste

Antrag

Als ersten großen Schritt zur langfristig angedachten Konsolidierung aller städtischer Angebote in einer App schafft die Stadt München zeitnah eine App speziell für Münchner Familien mit Kindern und Jugendlichen. Die App stellt Familien auf das Lebensalter der Kinder zugeschnittene Neuigkeiten, Informationen und Angebote zentral zur Verfügung.

Dabei kann in der Entwicklung der App schrittweise vorgegangen werden:

  1. Schritt: In der App werden ab dem neuen Schuljahr alle Informationen der Stadt
    gebündelt dargestellt bzw. auf bestehende Informationen verlinkt.

  2. Schritt: Anhand eines Kontos (mit M-Login) wird individualisierte Kommunikation
    zwischen Institutionen und Familien über die App ermöglicht.
    Die App soll in mehreren Sprachen verfügbar sein.

Bestandteile der App sollen, soweit umsetzbar, u.a. sein:
• Übersicht über Angebote, Anlaufstellen und Kontaktnummern
• Hilfenummern bei häuslicher Gewalt
• Übersicht Schularten und Betreuungsmöglichkeiten
• Der Kita finder +
• Übersicht Geburtshilfe in München
• Hebammenvermittlung
• Übersicht Kinderärzt*innen und Kinderkliniken
• Angebot Kinderkrankenschwestern
• Impfkalender und Überblick Vorsorgeuntersuchungen
• Terminbuchung Gesundheitsuntersuchung zur Einschulung
• Information und Anmeldung zu städtischen Kursen und Ferienangeboten
• Information und Bestellung eines Ferien- und Familienpass
• Stadtteilkarten mit Übersicht über Schulwege, Spielplätze, Jugendzentren und öffentliche
• Sportanlagen
• Eine digitale Meldestelle für besonders gefährliche Kreuzungen und nicht ausreichend
• barrierefreie Übergänge
• Elternbriefe in digitaler Form
• Urkundenbestellung
• Weitere geeignete städtische Angebote und Stellen in Abstimmung mit den Referaten und
• Einrichtungen der Stadt.

Begründung

Die Münchner Kindl App erleichtert Familien das Leben und bildet eine zentrale Anlaufstelle für alle Münchner Familien, spart Zeit, Kosten und Nerven und bringt Lebensfreude und Sicherheit. Informationen, Angebote und Neuigkeiten für ganze Familienleben schon vor der Geburt bis zum Erwachsenensein sind hier gebündelt und bringen Überblick.
Über den digitalen Versand der Elternbriefe lässt sich Papier und Kosten sparen. Familien entwickeln eine noch stärkere Identifikation mit der Stadt München.
Auch Jugendliche könnten sie verwenden, um sich über auf sie zugeschnittene Angebote zu informieren.
Die Webseite www.muenchen.de sowie die Münchner Online-Verwaltungsdienste bieten bereits breite Möglichkeiten, ein speziell auf Familien zugeschnittenes Angebot per App wäre jedoch vor allem für werdende und „frische“ sowie neu zugezogene Eltern besonders hilfreich. Es gilt gerade am Anfang so viele Dinge zu koordinieren, oft mit bestimmten Anmeldefristen verbunden, dass ein zentraler Überblick eine große Erleichterung darstellen würde. Eine App speziell für Familien wäre außerdem sicher für viele Eltern deutlich ansprechender als das bisherige Verwaltungsangebot. Bestehende ähnliche Angebote wie z.B. „Pomki.de“ sollen mit betrachtet werden und in die Münchner Kindl App einfließen.

gez.

Lena Odell
Lars Mentrup
Anne Hübner
Felix Sproll
Micky Wenngatz
Barbara Likus
Julia Schmitt-Thiel
Julia Schönfeld-Knor

Fraktion SPD/Volt

Seit 2004 hat sich der Stadtrat dazu bekannt, bei Neubenennungen von Straßen weiblichen Persönlichkeiten den Vorrang gegenüber männlichen Persönlichkeiten zu geben. Seither wird dem Stadtrat alle zwei Jahre über die Entwicklungen berichtet.

Wie in der Sitzung des Kommunalausschusses am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben wurde, sind für den Zeitraum 2018 bis 2020 von insgesamt 47 Straßenbenennungen 18 nach Frauen, 17 nach Männern und 12 nicht personenbezogen benannt worden.

Die frauenpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion, Micky Wenngatz sagt dazu:

„Der Bericht des Kommunalreferates zum Geschlechterverhältnis bei Münchens Straßennamen zeigt ein deutliches Missverhältnis auf. Frauen, immerhin mehr als 50 Prozent der Bevölkerung, haben mehr verdient als nur 11 Prozent der Münchner Straßennamen. Da müssen wir den Turbo anwerfen, damit sich das Verhältnis deutlich verbessert. Es reicht nicht, ein ausgeglichenes Verhältnis bei neuen Straßennamen anzustreben. Wir fordern: Die Benennung mit Frauennamen muss Vorrang haben und die mit Männernamen muss zur echten Ausnahme werden. Darüber hinaus gibt es noch einige Straßen in München, deren Namensgeber im Zusammenhang mit antisemitischen und kolonialen Verbrechen stehen. Diese Straßen Frauen zu widmen, wäre das richtige Zeichen einer modernen und weltoffenen Stadt. Zudem könnten damit weitere Frauennamen im Innenstadtbereich vergeben werden. Ein Beispiel dafür ist die Hilblestraße in Neuhausen.“

SPD-Stadträtin Kathrin Abele, Sprecherin im Kommunalausschuss, sagt:

„Wenn Straßen in München neue Namen erhalten, dann sollen Frauen als Namensgeberinnen bevorzugt werden. Das haben wir uns zum Ziel gesetzt und das setzen wir auch um. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings erst ein sehr kleiner. Bis wir tatsächlich von Gleichberechtigung sprechen können, ist noch viel zu tun.“

Antrag

Die, gemäß dem Finanzierungsbeschluss der Vollversammlung vom 10.04.2019 für das
Kooperative Stadtentwicklungsmodell geplanten bzw. bereits in die Wege geleiteten
Untersuchungen, sollen erweitert werden: Zur Gewinnung von (weiteren) Beurteilungsgrundlagen über die Festlegungsvoraussetzungen für einen städtebaulichen Entwicklungsbereich auf der Grundlage des § 165 Abs. 4 des Baugesetzbuches wird das Planungsreferat gebeten, einen Beschluss vorzulegen, mit dem vorbereitende Untersuchungen für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme eingeleitet werden.
Der Geltungsbereich der vorbereitenden Untersuchungen soll dabei dem Geltungsbereich der Vorkaufssatzung für Feldmoching Ludwigsfeld entsprechen.

Die Verwaltung wird beauftragt, weiterhin einen kooperativen Ansatz zu verfolgen.

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung führt deshalb für die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter die entsprechende Öffentlichkeitsbeteiligung durch (im zweiten Schritt für die Anwohner und Anwohnerinnen). Zudem wird umgehend ein entsprechendes Kommunikationskonzept für die verschiedenen Zielgruppen entwickelt, das alle weiteren Schritte transparent darstellt. Dafür sollen die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Die Ausübung des Vorkaufsrechts erfolgt weiterhin auf Grundlage des Vorkaufssatzung für Feldmoching-Ludwigsfeld.

Begründung

Bis 2035 wird München um rund 200.000 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen – und auch das Umland wächst rasant. Stadtplanung und Wohnungsbaupolitik stehen vor gewaltigen Herausforderungen. Bezahlbarer Wohnraum war in München schon immer Mangelware, die Situation verschärft sich aber zunehmend. Und natürlich reichen Wohnungen alleine nicht aus – es braucht auch Schulen und Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit- und Kulturangebote, attraktive Stadtteilzentren und vieles mehr.2018 hat sich der Stadtrat für ein Kooperatives Stadtentwicklungsmodell ausgesprochen. Dieses kooperative Vorgehen wird auch weiterhin befürwortet, weil so die unterschiedlichen Interessen im Zusammenhang mit einem Stadtentwicklungsprojekt gut wahrgenommen und ausgeglichen werden können. Dementsprechend sollen auch weiterhin planerische, wirtschaftliche oder organisatorische Überlegungen eng mit den Eigentümer*innen und weiteren Betroffenen sowie der Öffentlichkeit abgestimmt werden. Besonders die konstruktive Fortsetzung der agrarstrukturellen
Untersuchung ist dabei ein wichtiger Baustein.

Damit die erforderliche Stadtentwicklung im Feldmoching aber gemeinwohlorientiert erfolgen kann, sollen auch aber die vorhandenen Instrumente des besonderen Städtebaurechts eingesetzt werden. Denn sie bieten den rechtlichen Rahmen dafür, ein planmäßiges und aufeinander abgestimmtes Vorgehen im Sinne einer städtebaulichen Gesamtmaßnahme zu ermöglichen und Bodenwertsteigerungen bestmöglich für die Gebietsentwicklung zu verwenden. Selbstverständlich stehen dabei möglichst einvernehmliche Vereinbarungen mit den Grundstückseigentümer*innen
weiterhin im Vordergrund – allerdings unter Berücksichtigung der Bedarfe der Stadtgesellschaft. Mit diesem Antrag verfolgen wir vor allem das Ziel Bodenpreisspekulationen einzudämmen.

Initiative:

Christian Müller
Simone Burger
Kathrin Abele
Andreas Schuster
Micky Wenngatz
Nikolaus Gradl

Fraktion SPD/Volt