Schlagwortarchiv für: Roland Hefter

Antrag

Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept zu erarbeiten, um im öffentlichen Raum die Vorteile einer sozial gerechten und nachhaltigen Verkehrswende während der Internationalen Automobil-messe (IAA) im September 2021 erlebbar zu machen.

Hierbei sollen aktuell schon in Umsetzung befindliche Projekte wie der Altstadt-Radlring oder weite-re Bus- und Umweltspuren präsentiert werden. Für weitere auch temporäre Umgestaltungen soll auf bestehende Stadtratsbeschlüsse oder auch laufende Diskussionen in den Stadtvierteln, wie den Boulevard Sonnenstraße, die autoreduzierte Altstadt, den Super Block Gärtnerplatzviertel oder den Isarboulevard, Bezug genommen werden.

Als Teil des Konzepts soll die Landeshauptstadt am Wochenende der IAA eine Radlnacht auf dem Mittleren Ring organisieren.

Für das Gesamtkonzept sollen auch weitere Ideen der Akteure der Verkehrswende, der Bezirks-ausschüsse und der Bevölkerung einbezogen werden.

Die Konzeption erfolgt durch das Mobilitäts-/Planungsreferat und soll mit dem Mobilitätskongress verzahnt werden. Die Planungen müssen mit den Konzeptionen der IAA abgeglichen werden.

Für alle Nutzungen im öffentlichen Raum während der IAA muss eine frühzeitige und transparente Beteiligung der betroffenen Bezirksausschüsse und der Öffentlichkeit erfolgen.
Die Eingriffe in den öffentlichen Raum sind auf ein verträgliches Maß zu begrenzen und ein hoher Anwohner*innenschutz in der Messestadt, der Maxvorstadt und Altstadt während der IAA-Veranstaltungen zu gewährleisten.

Ziel ist während der IAA den öffentlichen Raum so zu konzipieren und erlebbar zu machen, dass es allen Formen einer zukunftsgewandten Mobilität gerecht wird.

Begründung

Die IAA wird 2021 erstmalig in München stattfinden und hat als Versprechen einen Neustart ange-kündigt, um die Automobilindustrie als Teil einer zukunftsfähigen Mobilität zu präsentieren.
Vor dem Hintergrund, dass zehntausende Münchnerinnen und Münchner in der Automobilindustrie arbeiten betrachten wir den Transformationsprozess des Autos hin zu einem emissionsfreien und umweltschonenden Fortbewegungsmittel auch für den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort München als essenziell.

Eine echte, insbesondere urbane Verkehrswende basiert aber immer weniger auf dem eigenen Auto. Daher soll der Zeitpunkt der IAA genutzt werden um über nachhaltige Mobilität, neue Techno-logien und moderne Verkehrskonzepte auf öffentlichen Plätzen im Herzen der Landeshauptstadt zu diskutieren und diese auch zu erleben.

Die Stadt München soll für ihre Bürger*innen und ein internationales Publikum zur Erlebnisfläche der Verkehrswende werden. Es sollen Bilder weit über die Grenzen der Stadt entstehen, die zeigen, dass München am Puls nachhaltiger Mobilitätslösungen ist.

Aus diesem Grund wollen wir bestehende Stadtratsbeschlüsse, aktuelle Planungen oder laufende
Diskussionen in den Stadtvierteln, wie den Boulevard Sonnenstraße, die autoreduzierte Altstadt, den Super Block Gärtnerplatzviertel oder den Isarboulevard, für den Zeitraum der IAA Wirklichkeit werden lassen. Die Menschen sollen den Straßenraum neu entdecken können.

Die Sommerstraßen, Pop-up-Radwege und Freischankflächen haben im Sommer 2020 gezeigt, wie wichtig es ist, diese Veränderungen selbst zu erleben. Wir wollen zeigen, welche Möglichkeiten sich eröffnen, wenn Autos nicht mehr optisch und faktisch das Gesicht der Innenstadt prägen. Wir rücken den Menschen in den Mittelpunkt.

Die Verkehrsflächen sollen dabei in ihrer Funktion erhalten bleiben. Notwendiger motorisierter
Verkehr, wie beispielsweise Lieferverkehr bleibt damit auch während der IAA möglich. Der
Verkehrsraum wird jedoch temporär neu aufgeteilt. Nachhaltige Mobilitätsformen bekommen mehr
Raum. Im Stadtzentrum wird auf diese Weise die Aufenthaltsqualität verbessert und gleichzeitig die Mobilität der Menschen erhalten.

Teil dieses Prozesses muss immer auch eine frühzeitige und transparente Einbindung der Bezirks-ausschüsse und der Öffentlichkeit sein. Das gilt für die Projekte der Stadt, aber auch ganze beson-deres für die Planungen der IAA, die Plätze und Straßen im Zentrum der Stadt in einem wirklich einzigartigen Umfang für mehrere Tage zu nutzen. Daher ist eine sehr zeitnahe Offenlegung der Planungen von Messe und VDA dringend erforderlich.

gez.
Initiative:
Andreas Schuster
Anne Hübner
Christian Müller
Nikolaus Gradl
Christian Vorländer
Simone Burger
Roland Hefter

SPD/Volt-Fraktion

gez.
Anna Hanusch
Gudrun Lux
Paul Bickelbacher
Mona Fuchs
Florian Schönemann
Sofie Langmeier
Sybille Stöhr
Christian Smolka

Fraktion Die Grünen-Rosa Liste

Antrag

Die Landeshauptstadt München wird gebeten, für ausreichende Impfräume in dem Neubau an der Lotte-Branz-Straße, der für die Erstuntersuchung der Asylbewerber und für den Kälteschutz mit 850 Betten gerade geplant wird, zu sorgen.

Begründung

Im Moment werden Asylsuchende mit dem Bus in die Schwanthalerstraße ins Referat für Gesundheit und Umwelt gefahren. Mit ausreichend Impfräumen vor Ort, könnten ohne weiteren Transport im Rahmen der Erstuntersuchung die notwendigen Impfungen vom RGU durchgeführt werden. Da die Parksituation in der Schwanthalerstraße sehr schwierig ist und auch Transporte in die Innenstadt vermieden werden könnten, wäre die Kombination von Erstuntersuchung und Impfung sinnvoll.
Dazu müssen jedoch ausreichend Räumlichkeiten eingeplant werden.

gez.
Anne Hübner
Christian Köning
Roland Hefter
Christian Müller
Cumali Naz

Fraktion SPD/Volt

Bernd Schreyer
Clara Nitsche
Marion Lüttig
Nimet Gökmenoglu
Sofie Langmeier
Anja Berger

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Antrag

Das Sozialreferat wird beauftragt, in einem Stadtviertel mit hoher Altersarmut eine Feldstudie durchzuführen, um herauszufinden, wie viele Seniorinnen und Senioren in unentdeckter Armut leben.
Ziel ist, herauszufinden, wie viele Münchnerinnen und Münchner im Rentenalter tatsächlich einen Anspruch auf Grundsicherung im Alter haben, und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, damit diese gesetzlichen Ansprüche künftig flächendeckend wahrgenommen werden können.

Begründung

Niemand soll im Alter existenzielle materielle Armut erleiden! Es gibt Hinweise, dass bis zu zwei Drittel der Seniorinnen und Senioren mit Anspruch auf Grundsicherung diesen aus Unkenntnis oder Scham nicht wahrnehmen.
Fast 30 % der Münchnerinnen und Münchner über 65 Jahre gelten als armutsgefährdet, nur ein Fünftel dieser Menschen erhält Sozialleistungen zur Unterstützung. Den Ursachen, und auch der Frage, warum Frauen trotz im Schnitt deutlich niedrigerer Renten seltener Grundsicherung bekommen als Männer, soll in München im Rahmen einer Feldstudie (z.B. Befragung jedes älteren Haushaltes in einem ausgewählten Gebiet) nachgegangen werden.

Die Erkenntnisse sollen genutzt werden, um Zugangshürden zur Grundsicherung im Alter abzubauen und den Seniorinnen und Senioren ein besseres Altwerden zu ermöglichen. Niemand soll auf eine warme Heizung oder ein warmes Mittagessen verzichten müssen.

SPD/Volt-Fraktion
Anne Hübner
Christian Köning
Christian Müller
Roland Hefter
Cumali Naz
Christian Vorländer
Kathrin Abele
Nikolaus Gradl
Barbara Likus
Andreas Schuster

Antrag

Das Baureferat wird beauftragt, auf Grundlage einer vorliegenden Machbarkeitsstudie zu prüfen, wie eine behinderten- und seniorengerechte Lösung im Rahmen der anstehenden Umbauarbeiten des Valentin-Karlstadt-Musäums für den Brand- und Denkmalschutz umzusetzen ist. Die Verwaltung wird außerdem beauftragt zu prüfen, wie das Museum für Menschen mit körperlichen Behinderungen zugänglich gemacht werden kann.

Begründung

Karl Valentin und Liesl Karlstadt haben der Stadt München ein besonderes kulturelles Erbe hinterlassen, das Jung und Alt zum Lachen bringt. Das Valentin-Karlstadt-Musäum hält das Erbe lebendig und ist mit seinen niedrigen Eintrittspreisen auch für kleine Geldbeutel zugänglich – allerdings nur für Personen ohne körperliche Einschränkungen. Denn leider ist das Museum eines der wenigen nicht barrierefreien Museen in München.

Artikel 9 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Mitgliedsstaaten, öffentliche Gebäude für behinderte Menschen zugänglich zu machen. Die Konvention ist seit 2009 auch für die Bundesrepublik Deutschland verbindlich. In Art. 10 des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Gemeinden bei ihren Umbauten auf die Herstellung der Barrierefreiheit achten sollen. In München wird bereits viel Wert auf Barrierefreiheit gelegt. München hat auch eine Koordinierungsstelle und einen Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention.

Deshalb sollen die anstehenden Umbauarbeiten im Valentin-Karlstadt-Musäum nicht nur dem Brandschutz dienen, sondern dazu genutzt werden, Barrierefreiheit herzustellen.

gez.
Roland Hefter
Julia Schönfeld-Knor
Lars Mentrup
Kathrin Abele
Klaus Peter Rupp
Barbara Likus

Fraktion SPD/Volt

Dr. Florian Roth
Anna Hanusch
Mona Fuchs
Sibylle Stöhr
David Süß
Angelika Pilz-Strasser

Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Mehrere Medien berichteten von einem Grundsatzbeschluss des Bundes-verfassungsgerichts, demzufolge der Bund im Rahmen der SGB II-Gesetzgebung die Rechte der Kommunen, darunter auch die Rechte der Landeshauptstadt München, verletzt hat. Konkret wurde festgestellt, dass hier die Verwaltung (und deren Kosten) des Bildungs- und Teilhabepakets qua bundesgesetzlicher Regelung den Kommunen aufgebürdet wurde, was rechtswidrig ist (vgl. im Übrigen: Az.: 2 BvR 696/12). Eine Neuregelung seitens des Bundes ist nun notwendig und muss bis 2021 erfolgen.

Wir bitten um eine Darstellung der Verwaltungskosten der Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets (Anteil der Stellen in allen SBH zzgl. Fachberatungen, Sachkosten usw.) inkl. Schilderung des Kostenanteils der LHM und Anteil Agentur für Arbeit im Jobcenter. Gleichermaßen bitten wir um eine Stellungnahme, wie viel oder wenig die Einführung des BuT tatsächlich gebracht hat bzw. ob und inwieweit bereits vorher vorhandene freiwillige Leistungen neu strukturiert und ggf. bürokratischer umgesetzt werden und wurden. Wir beantragen zudem zu prüfen, ob und inwieweit es ggf. möglich ist, entstandene Mehrkosten von anderen Kostenträgern (Bund, Agentur für Arbeit) wiederzuerlangen. Gleichzeitig soll dargestellt werden, welche Schritte das Sozialreferat bzw. das Jobcenter München nun angesichts des Urteils plant und ob ggf. für die kommenden Jahre mit Kosteneinsparungen gerechnet werden kann.

Begründung

Mehrere Kommunen aus Nordrhein-Westfalen hatten mit ihrer Klage wie oben geschildert Erfolg. Wir haben in München auch vor der Einführung des BuT sehr viele freiwillige Leistungen gehabt und konnten deutlich mehr bürokratischen Aufwand und entstandene Kosten für die Stadtverwaltung, aber nur wenig tatsächliche Verbesserungen für die Münchner*innen feststellen. Angesichts des Urteils hoffen wir, dass die kommunale Selbstverwaltung gegenüber dem Bund tatsächlich gestärkt wird und über die Neuregelung auch Einsparungen bei unnötigen Verwaltungsvorgängen möglich werden. Gleichzeitig zeigt auch dieses Urteil erneut, wie dringend notwendig die Einführung einer Kindergrundsicherung ist, um unbürokratisch und wirksam Armut zu bekämpfen und Teilhabe sicherzustellen.

gez.
Christian Köning
Anne Hübner
Christian Müller
Cumali Naz
Roland Hefter
Lena Odell

Fraktion SPD/Volt

Anja Berger
Mona Fuchs
Hannah Gerstenkorn
Nimet Gökmenoğlu
Sofie Langmeier
Sebastian Weisenburger

Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, die Alten- und Service-Zentren (ASZ) dabei zu unterstützen, die
Münchner Seniorinnen und Senioren auch im kommenden Herbst und Winter nicht allein zu lassen.
Dazu sollen u.a. folgende Maßnahmen ergriffen werden:
• Fortsetzung von Einkaufsdiensten und warmen Mittagstisch nach Hause
• Bau von Pavillons, Zelten oder Wintergärten für ASZ mit kleinen Innenräumlichkeiten, um
auch bei kühlerem Wetter einen Ort zur Begegnung aufrecht zu erhalten.
• Flexibilisierung der bisher zweckgebundenen ASZ-Einzelbudgets im aktuellen und
kommenden Vertragszeitraum, u.a. mit dem Ziel, das Kursangebot trotz kleinerer
Teilnehmerzahlen aufrecht erhalten zu können, und zwar ohne Preissteigerungen für die
Besucherinnen und Besucher.

Begründung

Die ASZ haben den Präsenzbetrieb inzwischen flächendeckend wieder aufgenommen. Gerade in
ASZ mit großen Räumen oder entsprechenden Freiflächen gelingt das gut. Im anstehenden Herbst
und Winter und angesichts steigender Corona-Fallzahlen gerät die so wichtige Funktion des ASZ als
Ort der Begegnung gegen Einsamkeit wieder in Gefahr. Deshalb müssen jetzt alle denkbaren
Maßnahmen ergriffen werden, um den ASZ den Betrieb auch in den kommenden Monaten zu
ermöglichen.

Die Flexibilisierung der Budgets ist u.a. nötig, um die Kursgebühren stabil zu halten, obwohl
Honorarkräfte Kurse nur noch mit kleineren Gruppen durchführen können, oder um beispielsweise
zusätzliche Räumlichkeiten anmieten zu können.

Die ASZ spielen eine tragende Rolle bei der Versorgung hochaltriger, größtenteils alleinlebender
Münchnerinnen und Münchner. Sie müssen die bestmöglichen Bedingungen haben, auch im
kommenden Corona-Winter hilfebedürftige Seniorinnen und Senioren in den Stadtvierteln gut zu
versorgen.

SPD/Volt-Fraktion

Anne Hübner
Christian Köning
Roland Hefter
Cumali Naz
Nikolaus Gradl
Barbara Likus
Andreas Schuster
Christian Vorländer
Kathrin Abele

Fraktion Die Grünen-Rosa Liste

Anja Berger
Bernd Schreyer
Clara Nitsche
Marion Lüttig
Sofie Langmeier
Nimet Gökmenoglu

Antrag
Der Oberbürgermeister wird gebeten, sich auch weiterhin intensiv für die Rettung der Kaufhoffiliale am Münchner Stachus einzusetzen.
In diesem Zusammenhang bitten wir die Stadt und gegebenenfalls die zuständigen Tochtergesellschaften zu prüfen, ob der Kaufhoffiliale am Stachus bei der Höhe der Erbpacht für entsprechende Teile des Kaufhauses entgegengekommen werden kann. Es muss sichergestellt sein, dass Pacht- bzw. Erbpachtnachlässe auch tatsächlich bei Galeria Kaufhof Karstadt ankommen. Dem Stadtrat wird in der Feriensenatssitzung am 2. September berichtet.

Begründung
Im Zuge der aus betriebswirtschaftlichen Gründen beabsichtigten Schließung der Kaufhoffiliale am Münchner Stachus droht 300 Menschen der Arbeitsplatzverlust. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich in den vergangenen Wochen bereits intensiv für eine Lösung im Sinne der Belegschaft eingesetzt. Ein Entgegenkommen der LH München und seiner Tochtergesellschaften bei der Erbpacht kann einen weiteren Lösungsansatz darstellen.

gez.
Simone Burger
Christian Vorländer
Roland Hefter
Lena Odell
Andreas Schuster
Micky Wenngatz
SPD/Volt-Fraktion

Anna Hanusch
Judith Greif
Clara Nitsche
Angelika Pilz-Strasser
Christian Smolka
Sibylle Stoehr
Fraktion Die Grünen-Rosa Liste

Antrag

Der Oberbürgermeister wird gebeten zur Verbesserung der Situation am Gärtnerplatz kurzfristig einen Runden Tisch einzuberufen. Dieser soll beraten, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um mit Blick auf den Corona-Infektionsschutz die Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln (Abstand wahren, auf Hygiene achten und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen) wirksam zu gewährleisten. Der Runde Tisch sollte bei weiterem Bedarf begleitend tagen und ggf. auch andere auftauchende Hotspots in die Diskussion einbringen.

Begründung

Der Gärtnerplatz wird derzeit besonders stark von vielen Feierenden besucht. Um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden, für mehr Infektionsschutz und Sauberkeit zu sorgen sowie die Situation der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern, soll der Runde Tisch zusätzliche geeignete Maßnahmen erörtern.

An dem Runden Tisch sollen insbesondere folgende Akteurinnen teilnehmen: Kreisverwaltungsreferat, KAD, Referat für Gesundheit und Umwelt, Sozialreferat, AKIM, Baureferat, Vertreterinnen der Polizei, des Bezirksausschusses sowie jeweils eine Vertreterin der Stadtratsfraktionen.

gez.
Christian Vorländer
Micky Wenngatz
Roland Hefter
Andreas Schuster
Simone Burger
Lena Odell
Fraktion SPD/Volt

Anna Hanusch
Sybille Stöhr
Christian Smolka
Angelika Pilz-Strasser
Clara Nitsche
Judith Greif
Beppo Brem
Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, die Durchführung einer regelmäßigen Münchner Armutskonferenz in die Wege zu leiten. Ziel der Armutskonferenz soll sein, die Lebenssituation der von Armut und Armutsgefährdung betroffenen Münchnerinnen und Münchner zu verbessern. Insbesondere soll diskutiert werden, welche Handlungsmöglichkeiten die LH München angesichts der weitreichenden gesetzgeberischen Kompetenzen von Land und Bund hat.

Im Fokus sollen dabei besonders Familien, Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche sowie Armutsrisiken von Frauen stehen, um von kommunaler Seite alles denkbar Mögliche unternehmen zu können, gelingende Bildungs- und Erwerbsbiographien zu fördern.

Zudem soll die zunehmende Armut von Seniorinnen und Senioren erneut thematisiert werden. Das Ziel muss sein, dass alle Menschen in Würde – und dazu gehört die Einbindung in die Stadtgesellschaft – in München alt werden können.

Auch die Armutszuwanderung aus Osteuropa und die Möglichkeiten Münchens, diesen Menschen eine Perspektive zu geben, sollen auf der Armutskonferenz zeitnah thematisiert werden.

Besondere Armutsrisiken wie ein Fluchthintergrund, chronische Krankheit oder eine Behinderung, Mietpreisspirale und Wohnungslosigkeit müssen ebenso in den Blick genommen werden wie die Auswirkungen der Corona-Pandemie gerade auf Menschen mit geringen und mittleren Einkommen, die gefährdet sind, in den kommenden Jahren ihre Beschäftigung zu verlieren.

Insgesamt sollte der Bogen weiter gespannt und thematisiert werden, was zunehmende Armut für die Stadtgesellschaft an sich, für das soziale Klima in unserer Stadt bedeutet und welche Bedeutung sie auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. Daneben sollte sie auch die Frage aufgreifen, ob und wie Armut auch die Demokratie in unserer Stadt gefährden kann.

In die Münchner Armutskonferenz sollen Mitglieder des Stadtrates, kommunale Spitzenverbände, externe Expertinnen, wichtige Akteurinnen der Stadtgesellschaft wie u.a. die städtischen Wohnungsbaugesellschaften aber natürlich auch die freien Träger und Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege sowie die im Sozialbereich engagierten Verbände und Interessensvertretungen wie die Gleichstellungsstelle und v.a. Betroffene eingeladen werden.

Begründung

Armut ist in München trotz vielfältiger langjährig gewachsener Strategien, Initiativen und konkretem Handeln leider immer noch ein raumgreifendes Phänomen. Mit der ab sofort jährlich stattfindenden Armutskonferenz wollen wir wechselnd themenspezifisch unterschiedlichste Aspekte in den Blick nehmen und die breiten gesellschaftlichen Auswirkungen von Armut in öffentlicher und öffentlichkeitswirksamer Diskussion auf Augenhöhe mit allen denkbaren Akteur*innen im kommunalen Feld sowie Betroffenen diskutieren. Ziel und Zweck der Armutskonferenz soll die Erarbeitung und Umsetzung von konkreten Handlungsoptionen für die kommunale Bekämpfung von Armut sein. Die noch in 2020 stattfindende Münchner Armutskonferenz soll in den kommenden Jahren verstetigt werden.

gez.

Christian Köning
Anne Hübner
Christian Müller
Cumali Naz
Roland Hefter
Lars Mentrup
Barbara Likus
Micky Wenngatz

Fraktion SPD/Volt Fraktion

Sofie Langmeier
Bernd Schreyer
Anja Berger
Hannah Gerstenkorn
Nimet Gökmenoǧlu
Marion Lüttig
Clara Nitsche
Sebastian Weisenburger

Die Grünen – Rosa Liste

Antrag

Das Sozialreferat wird gebeten, dem Stadtrat darzustellen, zu welchen Verbesserungen die jetzt beschlossene Grundrente ab 2021 in München führen kann.

Insbesondere bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie viele Menschen im Bereich Grundsicherung im Alter und im Wohngeldbezug erfüllen die Voraussetzungen, um von der Grundrente zu profitieren?
2. In welchem Umfang werden Münchnerinnen und Münchner infolge der Grundrente auf soziale Leistungen künftig nicht mehr angewiesen sein?
3. Wie viele Menschen profitieren innerhalb der Grundsicherung und des Wohngelds von den neu eingeführten Freibeträgen?
4. Welche gesetzlichen Regelungslücken und sozialpolitischen Handlungsnotwendigkeiten sieht das Sozialreferat nach der Einführung der Grundrente?

Die Berichterstattung an den Münchner Stadtrat soll bis zum Jahresende erfolgen. Zudem ist auf den Bearbeitungsstand unserer Anträge zur Weihnachtsbeihilfe für Senior*innen und zum kommunalen Regelsatz einzugehen.

Begründung

Die Grundrente ist ein wichtiger Baustein, um Armut im Rentenalter bekämpfen zu können. Für uns ist aber entscheidend, ob und wie sie in einem teuren Ballungsraum wie München wirkt. Zudem bleiben voraussichtlich große sozialpolitische Handlungsnotwendigkeiten für die Menschen, die die Voraussetzungen für die Grundrente nicht erfüllen. Um Ausmaß und Dringlichkeit einschätzen und thematisieren zu können, sollen die Grundrente und ihre Auswirkungen auf München noch in diesem Jahr im Stadtrat diskutiert werden. Wir bitten um eine geschlechterdifferenzierte Auswertung der vorhandenen Daten.

gez.
Anne Hübner
Christian Müller
Christian Köning
Cumali Naz
Roland Hefter
Micky Wenngatz
Stadtratsmitglieder
Fraktion SPD/Volt

Anja Berger
Nimet Gökmenoǧlu
Sofie Langmeier
Marion Lüttig
Clara Nitsche
Bernd Schreyer
Stadtratsmitglieder
Fraktion Die Grünen-Rosa Liste