Aktualisiert am 21.04.2026

Öffentliche Aufträge nur bei fairen Bedingungen: Tariftreue für München!

München, 16. März 2026

Gutes Geld für gute Arbeit: Wer sich auf öffentliche Aufträge bewirbt, soll den Zuschlag nur bekommen, wenn er seine Beschäftigten fair bezahlt und behandelt. Mit Stadtratsantrag stößt die SPD-Fraktion eine Tariftreue-Regelung für München an.

Das Bundes-Tariftreuegesetz ist bereits auf dem Weg. Jetzt hat die SPD-Stadtratsfraktion eine Regelung für die Stadtverwaltung beantragt, die Vergleichbares auf städtischer Ebene schaffen soll: Wenn Unternehmen städtische Aufträge annehmen und dafür mit Steuergeld bezahlt werden, sollte dies nur zu Tarifbedingungen passieren. Hierfür soll die Stadtverwaltung alle rechtlichen Fragen klären und einen Umsetzungsvorschlag liefern.

„Mit öffentlichem Geld geht eine große Verantwortung einher. Die Landeshauptstadt München bezahlt ihre Beschäftigten fair nach Tarif – für Aufträge an Dritte sollten die gleichen Regeln gelten. Mit dem Bundes-Tariftreuegesetz kommt eine Regelung für die Bundesebene, an der wir uns in München orientieren können. Der Freistaat Bayern hat selbst nichts Vergleichbares, darum müssen wir als Stadt vormachen, wie es geht.“

Stefanie Krammer, SPD-Stadträtin

Bisher gibt es in 14 der 16 Bundesländer Tariftreue-Gesetze mit unterschiedlichem Regelungsgrad. Der Freistaat Bayern, neben Sachsen das einzige Bundesland ohne entsprechende Vorgaben, sperrt sich bisher vor einer Einführung. Dabei wäre es ein notwendiger Schritt in Richtung soziale Gerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmenden in Bayern. Zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeld gehört nicht nur Sparsamkeit, sondern auch die zielgerichtete Unterstützung von Unternehmen, die sozial und fair agieren.

Den dazugehörigen Stadtratsantrag finden Sie hier.

Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.