Aktualisiert am 21.05.2026
Rekord: LHM schützt Mietwohnungen im Wert von 200 Mio. € vor Zweckentfremdung
München, 23. April 2026
2025 hat die LHM 507 Wohnungen aus der illegalen Zweckentfremdung zurückgeführt. Büros, Leerstand und Ferienwohnungen in Wohngebäuden sorgen auf dem Münchner Wohnungsmarkt zusätzlich für Verdrängung – SPD-Fraktion erfolgreich im Einsatz dagegen.
Im Jahr 2025 hat das Sozialreferat 507 Wohneinheiten im ganzen Stadtgebiet vor illegaler Zweckentfremdung geschützt und auf den regulären Wohnungsmarkt zurückgeführt. Von Zweckentfremdung spricht man, wenn Wohnimmobilien für andere Zwecke genutzt werden: Gewerbe, Ferienwohnung, Medizintourismus oder Leerstand. Damit übertrifft sie den Vorjahreswert von 480 Wohneinheiten. Besonders aussagekräftig wird diese Bilanz, wenn man sie umrechnet: Gerettet wurden über 30.000 Quadratmeter Wohnraum. Wenn die Stadt diese Menge an Wohnungen selbst baute, würde sie das 200 Millionen Euro kosten.
Diese und weitere Zahlen der Jahresstatistik zur Zweckentfremdungssatzung stellt das Sozialreferat am Donnerstag vor. Von den insgesamt 1.225 Online-Meldungen zu vermuteter Zweckentfremdung hat, wenn man doppelte Meldungen abzieht, gut jede zweite Meldung zu einem erfolgreichen Verfahren geführt. Zusätzlich hat die LHM 2025 im Rahmen der Zweckentfremdungsbekämpfung rund eine Million Euro mit Zwangs- und Bußgeldern eingenommen. Das 2018 eingerichtete Meldeportal ist insofern ein Erfolg.
Allerdings gibt es nach wie vor großen Verbesserungsspielraum: Die Änderungen des Freistaats am bayerischen Zweckentfremdungsgesetz, ohne das die LHM nicht tätig werden darf, gingen bisher zu kurz. Die SPD fordert insbesondere, dass Vermieter ihre Wohnungen maximal 8 Wochen jährlich als Ferienwohnung anbieten dürfen und diese Art von Vermietung grundsätzlich genehmigungspflichtig wird. Eine Registrierungspflicht, wie sie SPD und LHM immer wieder gefordert hatten, ist seit April im Gesetz enthalten.
„Wohnen ist ein Grundrecht. Ferienwohnungen, Leerstand und Medizintourismus verschärfen täglich die Verdrängung auf dem Münchner Wohnungsmarkt. Die SPD-Fraktion fordert eine Genehmigungspflicht und jährliche Acht-Wochen-Obergrenzen für Ferienwohnungen sowie Vereinfachungen und Bürokratieabbau – das würde München und die Städte bayernweit im Einsatz für Mieterinteressen stärken.“
Dr. Christian Köning, SPD-Fraktionsvorsitzender
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„Wohnen ist ein Grundrecht. Ferienwohnungen, Leerstand und Medizintourismus verschärfen täglich die Verdrängung auf dem Münchner Wohnungsmarkt. Die SPD-Fraktion fordert eine Genehmigungspflicht und jährliche Acht-Wochen-Obergrenzen für Ferienwohnungen sowie Vereinfachungen und Bürokratieabbau – das würde München und die Städte bayernweit im Einsatz für Mieterinteressen stärken.“
