Widerstandsdenkmal am Platz der Freiheit verstetigen

Aktualisiert am 20.01.2026

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie das bislang temporäre Widerstandsdenkmal am Platz der Freiheit dauerhaft etabliert werden kann, welche Veränderungen ggf. damit verbunden sein müssten und welche Möglichkeiten es gibt, um es dauerhaft zu sichern.

 

BEGRÜNDUNG

Zwölf Stelen erinnern seit 2016 am Platz der Freiheit an die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Das sogenannte Widerstandsdenkmal wurde ursprünglich als temporäre Installation errichtet. In den vergangenen Jahren hat es jedoch eine breite, nachhaltig positive Resonanz im Stadtbezirk und weit darüber hinaus erfahren. Es hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur und Gedenkpolitik entwickelt – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen.

Das Denkmal erzählt anhand der Porträts und biografischen Darstellungen auf den Stelen von Menschen, die sich dem NS-Regime widersetzten. Es gibt dem Widerstand konkrete Gesichter und macht individuelle Lebenswege aus Neuhausen-Nymphenburg sichtbar. Dabei werden unterschiedliche politische, soziale und religiöse Hintergründe einbezogen – beispielsweise christliche, jüdische, gewerkschaftliche, sozialdemokratische, bürgerliche und kommunistische Perspektiven. Auf diese Weise wird der vielfältige und mutige Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in besonderer Form nachvollziehbar. Auch der Bezirksausschuss unterstützt ausdrücklich das Anliegen, das Widerstandsdenkmal dauerhaft zu verstetigen.

 

SPD-Fraktion
Kathrin Abele
Dr. Christian Köning
Julia Schönfeld-Knor
Roland Hefter
Lars Mentrup
Lena Odell
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates