Aktualisiert am 06.08.2025
Zögern kostet Leben: Aktionswoche Reanimation
München, 25. Juli 2025
Ob im Rhythmus von Staying Alive, I Will Survive oder Highway to Hell: Bei Herz-Kreislauf-Zusammenbrüchen kann jeder Leben retten, auch ohne tiefe Fachkenntnisse. Oft fehlt es am Mut der Helfenden, sodass sich die Laienreanimation unnötig verzögert. Die SPD-Fraktion will dem Thema in den Schulen deshalb eine ganze Woche widmen.
„München steht bei der medizinischen Versorgung in Notfällen sehr gut da – wir brauchen aber dringend mehr Menschen, die schon bevor die Rettung kommt, direkt helfen. Die Basics zur Reanimation kann man in ein paar Minuten lernen und sollte sie in regelmäßigen Abständen auffrischen.“
Dr. Christian Köning, SPD-Fraktionsvorsitzender
Den Notruf wählen, Atmung und Puls prüfen – und dann? Für viele ist nicht klar, wie die nächsten Schritte bei der Reanimation korrekt ausgeführt werden. Zu lange ist der letzte Erste-Hilfe-Kurs her, zu groß die Zurückhaltung vor der Mund-zu-Mund-Beatmung. Um hier Klarheit zu schaffen, will die SPD-Fraktion eine ganze Aktionswoche ins Leben rufen.
„Als Sanitäterin weiß ich: Laien können Leben retten. Bei einem Herzstillstand heißt es erstmal die 112 und dann das Herz drücken. Manche haben Angst, etwas falsch zu machen, dabei ist Nichtstun das Schlimmste. Deswegen wollen wir möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, zu üben.“
Barbara Likus, stellvertretende SPD-Gesundheitssprecherin
München ist – auf SPD-Antrag – bereits eine so genannte Lebensretter-Stadt. Mit der Zusammenarbeit von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Kliniken, den Rettungsdiensten und der städtischen Verwaltung arbeitet die Stadt daran, die Allgemeinheit zu schulen und ein Bewusstsein für die Wiederbelebung zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der Björn Steiger Stiftung gibt es bereits Angebote in Schulen – allerdings bisher weder flächendeckend noch verpflichtend.
„Never stop learning – erst diese Woche haben wir eine erfolgreich reanimierte Patientin aufgenommen, die durch beherztes Eingreifen von Lehrkräften gerettet werden konnte. Man sieht, dass es wirklich einen Unterschied macht, wenn jemand hier geschult ist.“
Dr. Franz Brettner, Chefarzt Barmherzige Brüder
Länder wie beispielsweise Dänemark oder die Niederlande sind Deutschland weit voraus: Das Thema wird in den Pflichtunterricht integriert und damit zu einer Selbstverständlichkeit schon im jungen Alter. Hierdurch werden Laienreanimationsquoten von über 70 Prozent erreicht – in Deutschland sind es nur rund 51 Prozent. Mit dem heute gestellten Antrag möchte die SPD eine spürbare Verbesserung erreichen – weil jedes Leben zählt.
„Der Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass eine sensible Heranführung von Kindern an 1. Hilfe-Maßnahmen einen lebenslangen Impact zum Wohle der Gesellschaft hat. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützt daher die Initiative Lebensretter-Stadt und wir freuen uns darauf, die bereits vorhandenen Angebote gemeinsam mit der LHM systematisch an Kita und Schulen zu etablieren.“
Simone Rohrer, Geschäftsführerin Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband München
Den hierzu gestellten Stadtratsantrag finden Sie unter diesem Link.
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„München steht bei der medizinischen Versorgung in Notfällen sehr gut da – wir brauchen aber dringend mehr Menschen, die schon bevor die Rettung kommt, direkt helfen. Die Basics zur Reanimation kann man in ein paar Minuten lernen und sollte sie in regelmäßigen Abständen auffrischen.“
„Als Sanitäterin weiß ich: Laien können Leben retten. Bei einem Herzstillstand heißt es erstmal die 112 und dann das Herz drücken. Manche haben Angst, etwas falsch zu machen, dabei ist Nichtstun das Schlimmste. Deswegen wollen wir möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben, zu üben.“
„Never stop learning – erst diese Woche haben wir eine erfolgreich reanimierte Patientin aufgenommen, die durch beherztes Eingreifen von Lehrkräften gerettet werden konnte. Man sieht, dass es wirklich einen Unterschied macht, wenn jemand hier geschult ist.“
„Der Vergleich mit anderen Ländern zeigt, dass eine sensible Heranführung von Kindern an 1. Hilfe-Maßnahmen einen lebenslangen Impact zum Wohle der Gesellschaft hat. Das Bayerische Rote Kreuz unterstützt daher die Initiative Lebensretter-Stadt und wir freuen uns darauf, 