Digitale Füllstandsanzeige für den Gärtnerplatz erproben

SPD-Stadträtin Lena Odell
(Foto: Susie Knoll)

25. März 2021

Auch unter Corona-Bedingungen muss es für junge Menschen möglich sein, ihre Freunde unter freiem Himmel zu treffen. Das ist der SPD/Volt-Stadtratsfraktion ein großes Anliegen. Mit dem Koalitionspartner ist nun ein weiterer Erfolg gelungen: Für den Gärtnerplatz wird es künftig eine digitale Anzeige geben, die online den Befüllungsgrad meldet. Das soll tumultartige Szenen wie im vergangenen Sommer verhindern. Gleichzeitig wird SPD/Volt beantragen, vermehrt überdachte Aufenthaltsorte im öffentlichen Raum und in Grünanlagen zu schaffen.

Die Corona-Pandemie trifft gerade junge Menschen besonders. Kontaktbeschränkungen, Distanz- oder Wechselunterricht, geschlossene Freizeitstätten, Bars, Kneipen, Discotheken und Sportvereine erschweren das soziale Leben sehr. Zum Treffen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bleibt nur der öffentliche Raum. Und selbst das führt oft zu Problemen mit den Nachbarn. Die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat setzt sich kontinuierlich für eine Verbesserung der Situation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Ein wichtiger Schritt ist nun das neue Pilotprojekt, dass die Rathauskoalition an diesem Mittwoch in der Vollversammlung beschlossen.

Demnach wird das IT-Referat ein Pilotprojekt erarbeiten und durchführen, das an mindestens einem Platz die manuelle, app-gestützte Eingabe des aktuellen Nutzungsgrades in ein Ampelsystem erprobt. Das Eingeben soll der Kommunale Außendienst (KAD) übernehmen, die Daten sollen auf geeigneten städtischen Websites abrufbar sein und auf den Informationsbildschirmen in der U-Bahn angezeigt werden. Parallel dazu werden Lösungsansätze basierend auf Google Maps untersucht und dem Pilotversuch gegenübergestellt. Ergebnisse soll es bis Mitte Mai geben.

Damit junge Menschen sich auch bei schlechter Witterung draußen treffen können, wird die SPD/Volt-Fraktion beantragen, vermehrt überdachte Aufenthaltsorte und Spielflächen bei künftigen Neu- oder Umgestaltungen sowie Erneuerungsarbeiten im öffentlichen Raum und in Grünanlagen einzuplanen.

Dazu sagt Lena Odell, jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

„Infektionsschutz hat für uns höchste Priorität. Wo immer es sicher möglich ist, muss aber insbesondere jungen Menschen auch ein Stück Alltag und Normalität ermöglicht werden. Treffen im Freien spielen hierbei eine wichtige Rolle. Deshalb versuchen wir hier stetig, neue Möglichkeiten zu schaffen, kreativ zu denken - und vor allem auch die Wünsche und Ideen der jungen Menschen selbst aufzugreifen.“

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