Frauenobdach Karla 51 erhält zusätzlich 70.000 Euro

Foto: Susie Knoll

11. Februar 2021

Mit zusätzlich 70.000 Euro wollen Die Grünen – Rosa Liste und SPD/Volt das Frauenobdach Karla 51 unterstützen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag haben die beiden Fraktionen heute im Sozialausschuss eingebracht, um ein bei Karla 51 entstandenes Defizit auszugleichen und die Arbeitsfähigkeit des Frauenobdachs zu sichern.

Etwa 9000 Wohnungslose gibt es in München. Frauen sind in einer solchen Lage besonderen Gefährdungen ausgesetzt. Karla 51 bietet Frauen, die obdachlos geworden oder von Obdachlosigkeit bedroht sind, konkrete Hilfe und Beratung an. An zwei Standorten stehen 55 Einzelzimmer zur Verfügung, in denen Frauen – auch zusammen mit Kindern – sofort aufgenommen werden können, wenn dies erforderlich ist. Dort können die Frauen bis zu acht Wochen wohnen. Karla 51 hilft bei der Weitervermittlung in gesicherte Wohnverhältnisse.

Über 2000 Anfragen nach Beratung oder Unterkunft gingen im Laufe des Jahres 2019 bei Karla ein, zum Teil auch aus den umliegenden Landkreisen. 224 Frauen und 47 Kinder haben Obdach bei Karla 51 gefunden. Oft stehen psychosoziale Krisen, Trennungen, Überschuldung oder unmittelbare Gewalterfahrung im Hintergrund. Karla 51 bietet für diese Fälle soziale Beratung und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen.

Anne Hübner, Vorsitzende der SPD/Volt-Stadtratsfraktion, sagt:

„Die Karla 51 macht für Frauen in Not unendlich wichtige Arbeit. Deshalb schließen wir trotz schwieriger Haushaltslage natürlich die vorhandene Finanzierungslücke.“

Stadträtin Sofie Langmeier (Die Grünen - Roas Liste) sagt:

„Wir machen uns stark für Karla 51, weil wir gerade in Zeiten von Corona fest an der Seite der Schwachen in unserer Stadt stehen. Trotz aller Anstrengungen genau das zu verhindern, gibt es auch in München Frauen und Mütter, die mit ihren Kindern ganz plötzlich auf der Straße stehen. In der Karla 51 finden sie ein Obdach, Geborgenheit und können neue Perspektiven entwickeln.“

Und Stadträtin Clara Nitsche erklärt:

„Die Not von Frauen bleibt oft unsichtbar. Wenn sie obdachlos werden, verstecken sie oft ihre Wohnungslosigkeit oder kommen nur provisorisch bei Bekannten unter. Häufig werden sie auch Opfer von Gewalt. Es ist daher wichtig, dass sie mit Karla 51 einen Anlaufstelle in der Mitte der Stadt haben, wo ihnen Hilfe angeboten wird: Unterbringung, Beratung, die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen – oder einfach eine Gelegenheit, sich zu duschen. Die Arbeit von Karla 51 muss in vollem Umfang weitergehen. Deswegen wollen wir das entstandene Defizit auch in schwieriger Haushaltslage ausgleichen.“

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