Mehr Freiräume für Jugendliche

Foto: Susie Knoll

30. November 2020

Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich selbstbestimmt und nicht-kommerziell treffen können. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich der Bedarf noch verstärkt. Nach einer Initiative von SPD/Volt gemeinsam mit Die Grünen – Rosa Liste bekommt das Thema nun mehr Aufmerksamkeit: Eine interne Arbeitsgruppe wird sich noch in diesem Jahr treffen, um mögliche Räume und Orte zu diskutieren. Danach werden Partykollektive, Jugendliche, junge Erwachsene und Vertreter*innen der Jugendarbeit eng eingebunden.

Der öffentliche Raum ist ein wichtiger Ort für gemeinsames Erleben und eigentlich ist er offen für alle Menschen, die in dieser Stadt leben. Junge Münchnerinnen und Münchner werden aber viel zu oft und viel zu schnell als Störfaktor wahrgenommen. Die Corona-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft: Jugendtreffs sind geschlossen, Bars, Clubs und Diskotheken ebenso. Jugendlichen und jungen Erwachsenen bleiben nur öffentliche Orte, an der Isar, an Parks und Plätzen der Innenstadt, um sich zu treffen, sich auszutauschen und zu feiern. Das wiederum führt zu noch mehr Konflikten mit den Anwohnenden.

Den jungen Menschen gehört die Stadt aber genauso wie allen anderen Altersgruppen auch. Die SPD hat sich daher in den vergangenen Jahren immer dafür eingesetzt, dass die vielfältigen Freizeitstätten mit umfangreichen Geldmitteln ausgestattet werden. Auch versucht die Stadtverwaltung, möglichst viele dezentrale, niedrigschwellige, selbstbestimmte und nichtkommerzielle Veranstaltungen zu ermöglichen, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt. Hier gibt es aber Nachholbedarf.

Die SPD/Volt-Fraktion unterstützt daher den jetzt vorgelegten Vorschlag des Stadtjugendamts, in einer stadtinternen Arbeitsgruppe mögliche Orte und Räume zu identifizieren und als Treffpunkte nach Maßgabe des Infektionsschutzes freizugeben. Über dieses Vorgehen entscheidet der Kinder- und Jugendhilfeausschuss an diesem Dienstag. SPD/Volt fordert, dass nun möglichst bald auch konkrete Orte feststehen müssen, an denen tatsächlich dann auch Treffpunkte entstehen können.

Dazu sagt Lena Odell, jugendpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion:

„Jugendliche und junge Erwachsene brauchen Freiräume. Gerade in einer wachsenden Stadt wie München, wo Platz ein knappes Gut ist. Wir begrüßen die zahlreichen bestehenden Angebote und freuen uns, dass nun zusätzlich Bewegung in die Sache kommt. Dabei ist uns als SPD/Volt wichtig, dass die jungen Münchnerinnen und Münchner auch selbst zu Wort kommen bei der Suche nach Räumen und Orten, an denen sie sich treffen können, ohne Konsumzwang und ohne, dass Anwohnende sich gestört fühlen. Die Stadt gehört uns allen und damit auch den jungen Menschen!“

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