Neue Chancen für das Kulturleben

15. November 2020

Kunst und Kultur sind systemrelevant. Deshalb unterstützt die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende. Sie fordert zusätzliches Geld für die freie Szene, die es in der Corona-Pandemie ganz besonders hart trifft. Und auch für Bars und Clubs sollen neue Perspektiven geschaffen werden.

Es ist ruhig geworden in München: Wenn um 20 Uhr die Geschäfte schließen, tut sich auf den Straßen der Millionenstadt kaum mehr etwas. Die Kontaktbeschränkungen sollen das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen. Für die Münchnerinnen und Münchner, die nicht nur ihre Stammlokale vermissen, sondern auch den Besuch von Theatern, Kinos oder Clubs, bedeutet das erneut erhebliche Einschränkungen in Kultur, Kommunikation oder ihrer beruflichen Tätigkeit. Wie lange das andauert, ist noch nicht absehbar.

Das verschafft aus Sicht der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat Zeit. Zeit für neue Konzepte, die die vielfältige Kunst- und Kulturszene der Stadt am Leben erhalten, bis die Pandemie vorbei ist. In einem ersten Schritt fordert SPD/Volt daher mit dem Koalitionspartner Die Grünen – Rosa Liste zusätzliches Geld für die freie Szene, die ganz wesentlich zu Vielfalt und Qualität der Kunst-, Musik- und Kulturlandschaft beiträgt. Freie Projekte und freischaffende Künstlerinnen und Künstler sind besonders auf städtische Hilfe angewiesen - trotz der schwierigen Haushaltslage. Auch für freie Theater soll es eine bessere Unterstützung geben.

Perspektivisch wird sich die SPD/Volt-Fraktion dafür einsetzen, dass Modellversuche nicht nur in Opernhäusern, sondern auch in Bars und Clubs zugelassen werden. Dafür braucht es jetzt Konzepte, die umgesetzt werden, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt. Zudem müssen die pauschalen Besucherzahlen bei Veranstaltungen weg. Vielmehr sollte individuell unter Einhaltung der Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund der Örtlichkeit und in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern entschieden werden. Nach Vorstellung von SPD/Volt sind auch mehr Zwischennutzungen wünschenswert, um so Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten zu schaffen. Ein neues und einheitliches Hygienesiegel bringt Vertrauen, wenn kulturelle Einrichtungen wieder öffnen dürfen.

Mehr Geld für die freie Szene, fordert Julia Schönfeld-Knor, kulturpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat.
Mehr Geld für die freie Szene, fordert Julia Schönfeld-Knor, kulturpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat.

Dazu sagt Julia Schönfeld-Knor, kulturpolitische Sprecherin der SPD/Volt-Stadtratsfraktion:

„Kunst und Kultur bereichern das Leben in unserer Stadt ganz wesentlich. In engem Kontakt mit den Künstlerinnen, Künstlern und Kulturschaffenden haben wir ein Konzept erarbeitet, wie sie besser durch die Pandemie kommen. Wir werden trotz angespannter Haushaltslage die Mittel für die freie Szene erhöhen und gleichzeitig auch die freien Theater mehr unterstützen. Das ist ein klares Zeichen, wie sehr uns die freie Szene und die freien Theater am Herzen liegen.“

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