Geld mit Mehrwert für alle: München gibt eine Stadtanleihe aus

Die stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Anne Hübner
Foto: Carmen Lindemann

22. Januar 2020

Die Landeshauptstadt München gibt eine Stadtanleihe aus: Münchens Bürgerinnen und Bürger können damit zum einen Geld sicher anlegen. Zum anderen geht es aber vor allem um den Mehrwert: Das Geld wird im Sinne des Gemeinwohls eingesetzt.

Der Stadtrat hat die Emission der Stadtanleihen heute in seiner Vollversammlung beschlossen. Es sollen auf diese Weise rund 100 Millionen Euro eingenommen und sozial investiert werden.

Dazu sagt die stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende Anne Hübner:

„Mit der Stadtanleihe können Bürgerinnen und Bürger ihr Geld so anlegen, dass es einen Mehrwert für das Gemeinwohl in ihrer Stadt bietet. Mit dem Kapital der Stadtanleihen wird die Stadt Projekte finanzieren, mit denen die sozialen Herausforderungen Münchens angepackt werden: vor allem bezahlbares Wohnen, aber auch Mobilität, der Ausbau im Bildungsbereich und der Klimaschutz.

Logisch: Die Stadt investiert in diesem Bereichen bereits selbst Milliarden. Aber es geht bei der Stadtanleihe ja auch nicht in erster Linie ums Geld, das könnte sich die Stadt auch von Banken leihen. Und das wird die Stadt in den kommenden Jahren ohnehin tun müssen, um die enormen Investitionen vor allem in den Bereichen Wohnen, Bildung und Verkehr stemmen zu können.

Bei der Stadtanleihe geht es um mehr – und das beschreibt das von der SPD ausgegebene Motto sehr gut: Wir kaufen uns die Stadt zurück. Es geht um den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gegen Spekulation und um die Überzeugung, dass Geld mit einem Mehrwert für das Gemeinwohl gut angelegt ist. In bezahlbarem Wohnraum oder einer neuen Schule weiß man sein Geld gut angelegt. Die Stadt wird dazu natürlich transparent machen, welche Projekte genau mit dem Geld aus den Stadtanleihen finanziert werden. Neben einer kleinen Rendite bekommen alle, die mitmachen, also die Gewissheit, etwas Gutes für unsere Stadt zu tun.

Ein Beispiel: Wir haben in den letzten Jahren rund 350 Millionen Euro für Vorkaufsrechte ausgegeben, um Wohnungen vor Luxussanierungen zu retten und langfristig bezahlbaren Wohnraum zur Miete zu sichern. Mit den Stadtanleihen machen wir bewusst, dass das politische Handeln auch Geld kostet. Wenn Bürger*innen die Möglichkeit bekommen, die Stadt zu unterstützen, erhöht es auch das Bewusstsein dafür, dass wir alle miteinander eine Verantwortung für unsere Stadt haben.“

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