Recyclingquoten erhöhen

22. Oktober 2020

Die SPD/Volt-Fraktion kämpft schon seit längerem gegen die zum Teil katastrophalen Zustände an den privat betriebenen Münchner Wertstoffinseln. Zusätzlich zu den bereits beantragten Sonderreinigungen an den Containern für Glas, Alu und Plastik fordern die Stadtratsmitglieder nun eine neue Gesetzgebung durch den Bund.

Sabine Schulz-Hammerl vom Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM, links) zeigt den SPD-Stadtratsmitgliedern Lars Mentrup, Julia Schmitt-Thiel, Nikolaus Gradl und Kathrin Abele (von links) das Werksgelände am Georg-Brauchle-Ring. Foto: Melanie Staudinger
Sabine Schulz-Hammerl vom Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM, links) zeigt den SPD-Stadtratsmitgliedern Lars Mentrup, Julia Schmitt-Thiel, Nikolaus Gradl und Kathrin Abele (von links) das Werksgelände am Georg-Brauchle-Ring. Foto: Melanie Staudinger

Gerade beim Plastik sind die Recyclingquoten sehr schlecht, wie SPD/Volt bei einem Besuch des Abfallwirtschaftbetriebs München am Donnerstag erfuhr. Es stellt sich die Frage, wie sinnvoll es überhaupt ist, im Dualen System Deutschland zu verbleiben. Vielmehr braucht es neue Gesetze, um die Recyclingquoten zu erhöhen.

Dazu sagt Kathrin Abele, Sprecherin im Kommunalausschuss:

„Wir begrüßen es, dass in den neuen Verträgen bessere Leerungsintervalle ausgehandelt worden sind. Doch die Probleme mit den Wertstoffinseln bleiben. Plastik hat eine schlechte Recyclingquote von nur 18 Prozent. Daher stellt sich für uns die Frage, wie sinnvoll es überhaupt ist im Dualen System Deutschland zu verbleiben. Wir brauchen neue Gesetze auf Bundesebene, um die Recyclingquoten zu erhöhen – damit das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die ihren Müll trennen, auch Erfolg hat.“

Der stellvertretende Sprecher Nikolaus Gradl sagt:

„München hat sich das Ziel gesetzt Zero-Waste-City zu werden. Die Recyclingquoten des Dualen Systems aber sind katastrophal schlecht. Daher wollen wir prüfen, wie es möglich wird, dass München aus dem Dualen System aussteigen kann.“

Teilen