Valentin-Karlstadt-Musäum wird barrierefrei

17. Juni 2021

Das Valentin-Karlstadt-Musäum wird barrierefrei: Um das zu gewährleisten, hat der Kulturausschuss des Münchner Stadtrats nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese soll nicht nur Barrierefreiheit, sondern auch einen zeitgemäßen Brandschutz und eine Erweiterung der Ausstellungsfläche sicherstellen.

SPD-Stadtrat Roland Hefter zeigt, wie die angedachten Versorgungstürme mit Aufzügen am Valentin-Karlstadt-Musäum aussehen könnten. Foto: privat
SPD-Stadtrat Roland Hefter zeigt, wie die angedachten Versorgungstürme mit Aufzügen am Valentin-Karlstadt-Musäum aussehen könnten. Foto: privat

Bereits im Jahr 2018 wurden Brandschutzmängel an dem Gebäude am Isartor festgestellt. Erste Planungen zur Ertüchtigung aber enthielten keinerlei Maßnahmen, um das Museum für alle Menschen zugänglich zu machen. Gerade ältere Leute mit körperlichen Einschränkungen tun sich schwer, die 80 Stufen zum Turmstüberl zu erklimmen. Erst nach einer Initiative der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat gemeinsam mit dem Koalitionspartner wurde entschieden, dass das Museum barrierefrei werden muss. Zwei zusätzliche Versorgungstürme, die Aufzüge enthalten und architektonisch zu den beiden vorhandenen Türmen passen, könnten Abhilfe schaffen. All diese Aspekte wird das Architekturbüro Allmann-Sattler-Wappner nun in einer Machbarkeitsstudie (Kosten: 25.500 Euro) untersuchen.

Mit etwa 55.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich ist das Valentin-Karlstadt-Musäum eines der meist besuchten Museen der Stadt München und repräsentiert regional wie überregional den Humor und Hintersinn dieser Stadt.

Dazu sagt SPD-Stadtrat Roland Hefter:

„Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist ein Juwel der Stadt. Die Erinnerung und das schöpferische Werk eines der größten Künstlers Münchens mit all seinen Lebensphilosophien, die heute aktueller denn je sind, müssen für alle, unabhängig vom Alter und der Gesundheit, zugänglich werden. Im Moment ist es das einzige Museum der Stadt, das keine Aufzüge hat. Das muss schnellstmöglich geändert werden, auch weil das Isartor den Eingang zum Tal und der Altstadt symbolisiert. Als moderne Stadt können wir es uns nicht leisten, dort auf Selbstverständlichkeiten wie Barrierefreiheit zu verzichten.“

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