Von München nach Markt Schwaben: Radschnellweg kommt

06. April 2022

Ein weiterer Schritt Richtung Verkehrswende: Der Mobilitätsausschuss des Münchner Stadtrats hat heute beschlossen, neben den bereits laufenden Planungen zur Radschnellverbindung München – Garching/Unterschleißheim nun auch die Trasse von der Landeshauptstadt über Lehel und Daglfing nach Markt Schwaben in Angriff zu nehmen. Das Projekt wird als Blaupause dienen für weitere Strecken nach Dachau, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Oberhaching. München ist damit die erste Metropole deutschlandweit, die auf eigenem Gebiet gleich sechs Trassen verwirklichen wird.

SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl fährt die Strecke ab, an der der Radschnellweg nach Markt Schwaben vorbeiführen wird. Foto: privat
SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl fährt die Strecke ab, an der der Radschnellweg nach Markt Schwaben vorbeiführen wird. Foto: privat

Sternförmig in die Innenstadt: So wird der Stadtplan einmal aussehen, wenn alle Radschnellverbindungen von München in die Region realisiert sind. Für die SPD/Volt-Fraktion ist dieses Angebot neben dem öffentlichen Nahverkehr das Rückgrat einer zukunftsfähigen Infrastruktur für Pendler*innen zwischen München und den Nachbargemeinden. Radelnde sparen sich auf diesen Wegen rund ein Viertel der Zeit.

Die neue Trasse nach Markt Schwaben führt auf Münchner Stadtgebiet von der Liebigstraße Richtung Luitpoldbrücke und dann weiter über die Prinzregentenstraße, Möhlstraße, Wehrlestraße und Denningerstraße in die Daglfinger Straße, Schichtlstraße und zum Riemer Bahnhof. Nach einem Änderungsantrag von SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste wird nun geprüft, ob eine Realisierung über die Hompeschstraße/Sternwartstraße möglich ist, damit keine Parallelführung der Radschnellverbindung mit der Trambahn in der Ismaninger Straße nötig ist. Zudem legt die Rathauskoalition Wert darauf, dass möglichst wenige Bäume gefällt werden müssen und Ersatzpflanzungen auf Münchner Stadtgebiet erfolgen.

Insgesamt hatte die Stadtverwaltung sechs mögliche Strecken untersuchen lassen – nach Dachau, Markt Schwaben, Oberhaching, Starnberg, Fürstenfeldbruck und für einen Radschnellverbindungsring zwischen dem Altstadtring und dem Mittleren Ring. Mindestens zehn Kilometer sollte eine Strecke lang sein ein Potenzial von mehr als 2000 Radfahrten pro Tag aufweisen und eine hohe Bedeutung für den Berufs- und Pendelverkehr haben. Nach diesen Kriterien kommen alle Routen mit Ausnahme des Rings in Frage. Sie sollen nun nach und nach entstehen. Als erstes ist die Verbindung nach Markt Schwaben dran. Von den Erfahrungen dieses Projekts sollen die vier folgenden profitieren.

Dazu sagt Nikolaus Gradl, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion:

„Wir wollen das Fahrradfahren in München auf langen Strecken attraktiver machen. Auf Radschnellwegen werden die Pendlerinnen und Pendler innerhalb des Stadtgebiets künftig viel schneller und sicherer unterwegs sein. Wir beginnen nun mit der Radschnellverbindung vom Lehel bis nach Daglfing und Markt Schwaben. Von der Stadtgrenze bis zur Innenstadt sparen sich Fahrradfahrende in jede Richtung über neun Minuten. Mit diesem Projekt haben wir schnell eine neue Route auf der Straße und setzen die Standards für die vier folgenden Strecken.“

Teilen