Aktualisiert am 12.07.2026
Baustellen? Barrierefrei!
Rathaus-SPD will Barriere-Prüf-Standard für Baustellen, Bahn, MVG und Co.
München, 08. Juli 2026
Aufzüge, die monatelang defekt sind. Umwege, die über eine halbe Stunde dauern: Wer mit Krücken oder im Rollstuhl in München unterwegs ist, sieht sich täglich mit großen Strapazen konfrontiert. Die SPD-Stadtratsfraktion will eine Standard-Prüfung für Bauvorhaben, Veranstaltungen etc., mit der Barrierefreiheit besser berücksichtigt wird.
Die SPD-Stadtratsfraktion beantragt ein Prüfverfahren dafür, wie der öffentliche Raum auch bei Veränderungen barrierefrei bleibt – also bei Baustellen, Veranstaltungen oder Neuordnungen im Straßenraum. Ziel ist, dass jede Baustelle von Beginn an so eingerichtet wird, dass Menschen mit Behinderung Fußwege, Bushaltestellen und Trambahnstationen weiterhin benutzen können.
Damit dies von Anfang an gelingt, soll bereits bei der Anmeldung einer Baustelle mitgeplant werden, welche Wege für sehbehinderte oder mobilitätseingeschränkte Personen offenstehen. Unverhältnismäßig lange Umwege sind dabei ebenso abzulehnen wie temporäre Vollsperrungen beispielsweise bei Aufzügen.
„Für uns ist klar: Jeder soll von A nach B kommen können. Für ganz viele Menschen ist es leider aktuell die Realität, dass dies nicht selbst verständlich ist. Wenn irgendwo eine Straße gesperrt, ein Gehweg oder ein Bahnsteig saniert wird, dann muss gleich zu Beginn klar sein, wo es für Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder Sehbehinderung weiterhin lang gehen soll.“
Barbara Likus, SPD-Stadträtin
Baustellen im öffentlichen Raum sind für alle eine Einschränkung – ganz besonders belasten sie aber Menschen mit Behinderung. Für den einen bedeutet ein gesperrter Gehwegabschnitt nur einen kurzen Umweg. Für jemanden im Rollstuhl wiederum kann es bedeuten, eine lange Strecke bis zur nächsten Ampel zurückfahren zu müssen, um dieselbe Strecke dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite erneut zu fahren. Auch bei den Modernisierungsmaßnahmen von Bahn und MVG werden mobilitätseingeschränkte Menschen immer wieder über den Maßen belastet. Beispielsweise Aufzüge, die monatelang nicht in Betrieb sind – und die einzige Lösung ist die Fahrt zur nächsten Haltestelle, verbunden mit einem oberirdischen Umweg.
Bereits jetzt können Baustellen, die nicht ausreichend abgesichert oder nicht barrierefrei sind, beim Mobilitätsreferat gemeldet werden. Für die SPD-Fraktion ist Barrierefreiheit aber keine Holschuld der Menschen, die darauf angewiesen sind, sondern sollte von Anfang an gut mitgeplant werden. Deshalb setzt sie sich ein für ein Prüfverfahren, das die Rechte mobilitätseingeschränkter Menschen stärker berücksichtigt.
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Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„Für uns ist klar: Jeder soll von A nach B kommen können. Für ganz viele Menschen ist es leider aktuell die Realität, dass dies nicht selbst verständlich ist. Wenn irgendwo eine Straße gesperrt, ein Gehweg oder ein Bahnsteig saniert wird, dann muss gleich zu Beginn klar sein, wo es für Menschen mit Mobilitätseinschränkung oder Sehbehinderung weiterhin lang gehen soll.“
