Rund 25 Millionen Euro für bessere Arbeit

Kampf gegen den Fachkräftemangel, Weiterbildung von Neuzugewanderten und Dienstleistungen wie ein E-Mobil-Verleih, die den Alltag vieler Menschen erleichtern: Die Stadt München setzt weiter auf eine eigene kommunale Arbeitsmarktpolitik und stärkt das Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ). Trotz finanziell angespannter Lage können alle bisherigen Projekte fortgeführt und neue gestartet werden. Dafür hat der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Stadtrats in seiner heutigen Sitzung rund 25 Millionen Euro für das kommende Jahr freigeben.

 Neu im kommenden Jahr ist das Programm „Ziel“ mit dem Jobcenter, das die Ausbildung zum Rettungssanitäter forciert. Besonders erfreulich ist, dass zukünftig im Referat für Arbeit und Wirtschaft sich eine halbe Stelle sich für Menschen mit Behinderung im MBQ einsetzt. Bei den sozialen Betrieben startet der E-Mobil-Verleih auch in der Altstadt. Und das Projekt „Mehr Bildung – mehr Chancen“ unterstützt Frauen, sich mit einer berufsbegleitenden Ausbildung weiterzuqualifizieren. Zudem wird es mehr Personal geben, das sich um die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften kümmert, um die derzeit mehr als 13.000 freien Stellen in München zu besetzen.

Das München Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) ist das kommunale Arbeitsmarktprogramm der Stadt München. Ziel des freiwilligen Angebots ist die berufliche und soziale Integration in den Arbeitsmarkt sowie die Sicherung von Fachkräften. Mehr als 100 Projekte in den vier Schwerpunkten Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit, berufliche Gleichstellung, Unterstützung beim Übergang von Schule und Studium in den Beruf und Kompetenzentwicklung in Unternehmen und Branchen bieten Chancen für Menschen, die Unterstützung brauchen. Die Stadt hat dabei vor allem Langzeitarbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Berufsrückkehrer*innen, Alleinerziehende und Jugendliche im Blick.

„Das MBQ ist ein wichtiger Baustein unseres Ziels, dass München Stadt für alle sein soll. Wir unterstützen mit einer Vielzahl an Projekten Menschen in schwierigen Situationen. Und durch gezielte Ausbildung in Mangelberufen und Angebote wie den E-Mobil-Verleih in der Altstadt stellen wir sicher, dass wichtige Dienstleistungen für die Menschen in der Stadt auch verfügbar sind.“

Simone Burger, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD/Volt-Fraktion