Aktualisiert am 21.11.2025
Ein kleiner Großmarkt bleibt: Masterplan für das Großmarktareal
München, 20. November 2025
Lebensmittel, Wohnen, Kultur: Nach den gescheiterten Planungen für eine neue Großmarkthalle in Sendling will die SPD das Areal entwickeln. Es soll ein modernes Viertel in guter Lage entstehen, in dem der Lebensmittelhandel weiterhin einen großen Teil des Charmes ausmacht.
Ein lebendiges Quartier, das mit dem Großmarkt weiterhin nicht nur über den Namen verbunden bleibt. Das hat die SPD-Stadtratsfraktion heute beantragt. Nach dem gescheiterten Bewerbungsverfahren für den Bau und Betrieb eines neuen Großmarkts am bestehenden Gelände in Sendling ist klar, dass dort kein Großmarkt realisiert wird und das Areal anderweitig überplant werden kann.
Gemeinsam mit den Menschen vor Ort hat die SPD die Wünsche für eine künftige Gestaltung gesammelt und zu einem Antrag zusammengefasst. Ganz wichtig hierbei: Bezahlbare Wohnungen stehen im Vordergrund, aber das Großmarktviertel bleibt das Großmarktviertel. Der Charakter und Charme des Lebensmittelhandels soll in einem kleineren Rahmen erhalten bleiben.
Kleiner Großmarkt in der denkmalgeschützten Halle
Hierfür eignet sich konkret die denkmalgeschützte Halle 1. Im Gegensatz zu den anderen baufälligen Hallen darf sie nicht abgerissen, sondern muss ertüchtigt werden. Somit bietet sich die Gelegenheit, dass hier auch nach Ende des Großmarktbetriebs weiterhin Lebensmittel über die Theke gehen. Händler, die aktuell am Großmarkt tätig sind, können hier einen Platz im Sichthandel finden. Aber auch eine Mischung aus Lebensmittelhandel und Gastronomie ist denkbar. Vorbilder hierfür gibt es in anderen Großstädten, so beispielsweise der Borough Market in London, der Mercado Central in Valencia oder die Boqueria in Barcelona.
Der Umschlaghandel wiederum, der für die Versorgung der Münchnerinnen und Münchner keine wesentliche Rolle spielt, soll bei den Planungen nicht mehr berücksichtigt werden. LKWs, die tief in die Stadt hineinfahren, nur um diese kurz darauf mit ihrer Ladung wieder zu verlassen, erfüllen nicht den grundsätzlichen Versorgungsauftrag, der einem Marktbetrieb zugrunde liegt. Hierfür können verkehrlich besser angebundene Orte gefunden werden, möglicherweise auch außerhalb der Stadtgrenzen.
„Sendling mag seinen Großmarkt. Diesen Charme möchten wir erhalten, auch wenn der ganz große Wirtschaftsbetrieb neuen Wohnungen weichen muss. Uns schwebt ein Viertel vor, in dem man – so wie es heute ist – die Verbindung zum Lebensmittel spürt.“
Kathrin Abele, SPD-Sprecherin im Kommunalausschuss
Den von der SPD-Fraktion eingereichten Stadtratsantrag finden Sie hier.
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„Sendling mag seinen Großmarkt. Diesen Charme möchten wir erhalten, auch wenn der ganz große Wirtschaftsbetrieb neuen Wohnungen weichen muss. Uns schwebt ein Viertel vor, in dem man – so wie es heute ist – die Verbindung zum Lebensmittel spürt.“