München handelt gegen den Fachkräftemangel I: Ausbildung im öffentlichen Dienst weiter stärken

Aktualisiert am 06.07.2023

Antrag

Das Personal- und Organisationsreferat wird beauftragt, die Stärkung der städtischen Ausbildung angesichts der besonderen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nochmals zu vertiefen. Dabei soll v.a. dargelegt werden, wie die Rolle der Ausbilder*innen in den Referaten gestärkt werden kann. Dies soll geschehen durch die Schaffung von Ausbildungsbeauftragten in den Referaten sowie durch die Zurechnung von mehr Zeit für Ausbildungstätigkeit, ggf. durch Hinterlegung von höheren, adäquaten Zeitanteilen in den Arbeitsplatzbeschreibungen. Die Qualität der Ausbildungsplätze soll standardisiert erhoben und ausgewertet werden.

 

Begründung

Die Zufriedenheit von Auszubildenden hängt maßgeblich auch von der jeweiligen Ausbildungsqualität in den Referaten ab. Eine Optimierung der Ausbildung kann hier einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Ausbildungszufriedenheit leisten und hat damit zumindest indirekt auch Einfluss auf die Bewerbungszahlen.

Durch die institutionelle Schaffung von qualifizierten Ausbildungsbeauftragten in den Referaten wird eine koordinierte, einheitliche und hochwertige Ausbildung sichergestellt. Ausbildungsbeauftragte fungieren als Koordinator*innen und Ansprechpartner*innen für Auszubildende und örtliche Ausbilder*innen gleichermaßen. Sie sollen Bindeglied zwischen der Ausbildung des PORs und den Referaten sein. Sie sind Erstanlaufstelle für Auszubildende, Ansprechpartner*in bei Problemen und Konflikten. Sie koordinieren die örtlichen Ausbildungsplätze und Ausbilder*innen ihres Referates und gewährleisten die Einhaltung von Standards. Ihre Rolle soll mit einem Musterarbeitsvorgang und einem adäquaten Zeitanteil in die Arbeitsplatzbeschreibung aufgenommen werden.

Bessere und intensivere Betreuung der Auszubildenden verursacht mehr Aufwand bei den örtlichen Ausbilder*innen. Neben einer verpflichtenden Aufnahme der Ausbilder*innentätigkeit in die Arbeitsplatzbeschreibung sollte diesem Umstand dadurch Rechnung getragen werden, dass ein entsprechend höherer Zeitanteil als bisher für Ausbildungstätigkeiten kalkuliert wird. Dieser sollte in der Regel deutlich über 5 Prozent liegen.

Um ein Bild von der Qualität der örtlichen Ausbilder*innen, der Ausbildungsplätze und der Aufgaben zu erhalten, soll ein stadtweites, standardisiertes Ausbildungscontrolling aufgebaut werden. In Form einer schnell auswertbaren Zufriedenheitsanalyse nach Abschluss der jeweiligen Ausbildungsstation soll so eine Analysemöglichkeit entstehen, die dezidierte Auswertungen zulässt. Den Ausbildungsbeauftragten in den Referaten (s.o.) kann auch hier eine wichtige Rolle zukommen.

 

gez.

Micky Wenngatz
Christian Köning
Anne Hübner
Roland Hefter
Barbara Likus
Dr. Julia Schmitt-Thiel

Fraktion SPD/Volt

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