ANTRAG

Die Verwaltung wird gebeten, eine Möglichkeit zu finden, wie ab dem Jahreswechsel 2026/2027 ein Böllerverbot rund um das Tierheim München verhängt werden kann. Orientiert werden sollte sich hierbei am 2025/2026 erstmals verhängten Böllerverbot rund um den Tierpark Hellabrunn. Weitere Tierhaltungseinrichtungen mit erhöhtem Schutzbedarf sollen entsprechend behandelt werden.

 

BEGRÜNDUNG

Für Tiere bedeuten Feuerwerk und Böller zum Jahreswechsel einen besonderen Stress. Zudem geht von Feuerwerkskörpern auch eine nicht unerhebliche tatsächliche Gefahr aus. Insbesondere im Tierpark sowie im Tierheim sind viele Tiere von dem Silvesterlärm und den Risiken betroffen und können nicht einmal, wie Haustiere, notfalls an einen anderen Ort verbracht werden.
Vergangenes Silvester ist es erstmals gelungen, eine Rechtsgrundlage zu finden, auf der das Böllern rund um den Tierpark verboten werden konnte. Die Verwaltung möge prüfen, ob dies entsprechend auch am Tierheim München angewendet werden kann. Andernfalls möge eine andere rechtliche Grundlage, wie etwa eine Allgemeinverfügung nach dem Vorbild Starnbergs, vorgeschlagen werden.

 

SPD-Fraktion
Lena Odell
Anne Hübner
Roland Hefter
Micky Wenngatz
Cumali Naz
Mitglieder des Stadtrats

Verzicht auf Tarifsteigerung bei Aufwandspauschale des ehrenamtlichen Stadtrats

  1. Die ehrenamtlichen Stadtratsmitglieder verzichten bei der Entschädigung ihrer Stadtratstätigkeit einmalig auf die nächste, gemäß der städtischen Hauptsatzung, anstehende betragliche Anpassung (Dynamisierung) der Beamtenbesoldung durch den Gesetzgeber.
  2. Die eingesparten Mittel fließen in den allgemeinen Haushalt des Direktoriums zur Entlastung der laufenden Ausgaben.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die entsprechende Umsetzung administrativ sicherzustellen und in geeigneter Form öffentlich zu kommunizieren.

 

BEGRÜNDUNG

Die Landeshauptstadt München steht angesichts der aktuellen Haushaltslage vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Die Ausgaben in nahezu allen Bereichen steigen deutlich an. Besonders spürbar sind die Kostensteigerungen in den Bereichen Soziales, Kinderbetreuung, Wohnen sowie Energie. Die Verwaltung hat bereits umfassende Maßnahmen zur Ausgabendisziplin angekündigt. Dennoch wird deutlich, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, um die Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern. Mit einem einmaligen Verzicht auf die eigene Tariferhöhung, die über mehrere Jahre wirkt, setzt der Stadtrat ein starkes und vernünftiges Signal der Solidarität mit der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern, die gleichermaßen von Sparmaßnahmen betroffen sind. Dieser freiwillige Schritt unterstreicht den Willen des Stadtrats, mit gutem Beispiel voranzugehen und Verantwortung für die Haushaltskonsolidierung zu übernehmen. Das eingesparte Volumen mag in absoluten Zahlen begrenzt sein, doch der politische und gesellschaftliche Wert dieser Geste ist erheblich.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Anne Hübner
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Julia Schönfeld-Knor

 

CSU-Freie Wähler-Fraktion im Münchner Stadtrat
Manuel Pretzl (Initiative)
Ulrike Grimm
hans Hammer
Hans-Peter Mehling
Sabine Bär

 

Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt
Mona Fuchs
Sebastian Weisenburger
Clara Nitsche
David Süß
Christian Smolka

ANTRAG

Das Referat für Bildung und Sport wird gebeten, gemeinsam mit den Stadtwerken zu prüfen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen die bestehende (Schulschwimm-) Bäderinvestitionsstrategie gemeinsam und ganzheitlich weiterentwickelt werden kann, um zusätzliche öffentlich zugängliche Wasserflächen bereit zu stellen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass der Bedarf der Schulen und Vereine vollständig gedeckt wird. Ziel ist eine für die gesamte Stadt optimierte Lösung. Zu diesem Zweck sind vor allem Neuplanungen aufeinander abzustimmen und die Rahmenbedingungen darzustellen, unter denen ein ökonomisch sinnvolles Handeln möglich ist.

Dabei soll insbesondere untersucht werden

  • welche Standorte sich dafür eignen,
  • welche Synergieeffekte zwischen Schul-, Vereins- und öffentlichem Badebetrieb möglich sind,
  • welche Betriebsformen in Frage kommen,
  • welche Investitionskosten entstehen und
  • welche laufenden Betriebs- und Folgekosten zu erwarten sind.

 

BEGRÜNDUNG

Die Stadtwerke planen derzeit den Neubau des Stäblibads im Münchner Süden; gleichzeitig sind auch mehrere Schulschwimmbäder in der Planung. Um die Bedarfe verschiedener Nutzergruppen (Schulen, Vereine, Bürgerinnen und Bürger) aufeinander abzustimmen und wirtschaftliches Handeln zu gewährleisten, ist ein Bäderkonzept notwendig.

 

SPD-Fraktion

Julia Schönfeld-Knor

Kathrin Abele

Barbara Likus

Cumali Naz

Lars Mentrup

Lena Odell

Dr. Julia Schmitt-Thiel

Andreas Schuster

Mitglieder des Stadtrates   

ANTRAG
Der verblassende gelbe Zebrastreifen in der Sparkassenstraße soll schnellstmöglich (sobald das Wetter es zulässt) dauerhaft weiß markiert und damit verstetigt werden.

 

BEGRÜNDUNG
Der Zebrastreifen zwischen Sparkasse und dem Alten Rathaus hat sich bewährt. Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, können endlich sicher die Sparkassenstraße queren. Nachdem der Fußgängerüberweg derzeit nur provisorisch markiert ist, bitten wir Mobilitäts- und Baureferat um eine dauerhafte Umsetzung noch in diesem Frühjahr.

SPD-Fraktion
Anne Hübner
Andreas Schuster
Barbara Likus
Lars Mentrup
Stefanie Krammer
Klaus Peter Rupp
Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Das Referat für Klima- und Umweltschutz wird beauftragt, im Rahmen der bereits stattfindenden Quartiersarbeit positive Beispiele aus den Vierteln zu zeigen und den Bewohnerinnen und Bewohnern anschaulich die (wirtschaftlichen) Vorteile erneuerbarer Energiequellen zu vermitteln.
Es ist zu prüfen, inwieweit das Handwerk und die in diesem Bereich aktive Zivilgesellschaft dabei miteinbezogen werden können.

 

Begründung

Manche Menschen haben Vorbehalte gegenüber einer erneuerbaren Energie- und Wärmeversorgung, die oft aus Verunsicherung und widersprüchlichen Informationen resultieren.

Die Erfahrung der Innung für Sanitär, Heizung und Klima und zivilgesellschaftlichen Akteuren zeigt, dass diesen Vorbehalten mit anschaulichen, positiven Beispielen aus der Nachbarschaft wirksam begegnet werden kann. Eine denkbare Maßnahme ist die gemeinsame Besichtigung eines umgerüsteten Heizungskellers mit anschaulichen Erfahrungsberichten durch die Eigentümer und begleitet durch die Quartiersberatung. Dabei sollte auch auf die Wirtschaftlichkeit der Investitionen hingewiesen werden.

 

SPD-Fraktion

Dr. Julia Schmitt-Thiel

Anne Hübner

Marian Offman

Andreas Schuster

Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Der Münchner Stadtrat begrüßt ausdrücklich die fraktionsübergreifenden Initiativen des Freistaat Bayern, Standort für das erste Yad Vashem Education Center außerhalb Israels zu werden. Der Stadtrat bekennt sich dazu, diese Bemühungen aktiv zu unterstützen und München als engagierte, verlässliche und kooperationsbereite Partnerstadt in das vom Freistaat geführte Bewerbungsverfahren einzubringen.

Der Oberbürgermeister wird gebeten, die Anstrengungen des Freistaats Bayern nachdrücklich zu flankieren und sich auf allen geeigneten Ebenen dafür einzusetzen, dass die besonderen Stärken Münchens sichtbar werden. Dazu gehört insbesondere, in enger Abstimmung mit dem Freistaat aufzuzeigen, wie München seine bestehenden Kompetenzen, Netzwerke und Einrichtungen in ein solches Education Center einbringen kann.

Der Stadtrat sieht es als gemeinsame Aufgabe von Freistaat und Stadt, die Bewerbung Bayerns durch ein breites gesellschaftliches Fundament zu stärken. Der Oberbürgermeister wird daher gebeten, im Sinne der Gesamtbewerbung ein Bündnis aus Münchner Unterstützenden in Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur- und Zivilgesellschaft einzubinden und dieses in die Gespräche des Freistaats einzuspeisen.

 

Begründung:

Die Initiative des Freistaats Bayern, ein Yad Vashem Education Center nach Bayern zu holen, ist ein starkes und notwendiges Signal für eine lebendige Erinnerungskultur und den entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und jedwede Menschenfeindlichkeit. Der Münchner Stadtrat teilt diese Zielsetzung ausdrücklich und möchte dazu beitragen, die Bewerbung des Freistaats mit den spezifischen Stärken der Landeshauptstadt zu untermauern.

Zentral für die Münchner Unterstützung ist eine partnerschaftliche, wechselseitige Zusammenarbeit mit den bestehenden Einrichtungen der Erinnerungsarbeit. Insbesondere das städtische NS-Dokumentationszentrum München, die KZ-Gedenkstätte Dachau oder aber die im Kulturreferat verankerten Strukturen der Public History und Erinnerungskultur bieten hierfür hervorragende Anknüpfungspunkte. Ein Yad Vashem Education Center in München würde zum einen von der gewachsenen lokalen Expertise und Vermittlungspraxis profitieren, insbesondere aber neue internationale Perspektiven, forschungsbasierte Bildungsansätze und didaktische Impulse einbringen. Die Münchner Einrichtungen könnten ihrerseits in besonderer Weise von der langjährigen Erfahrung von Yad Vashem in Forschung, Bildung und internationaler Vernetzung lernen. So entstünde ein gegenseitiger Lernprozess, der die Qualität historisch-politischer Bildungsarbeit insgesamt stärkt.

Die Dringlichkeit ist hoch. Aktuelle Studien zeigen, dass insbesondere bei jungen Menschen erhebliche Wissenslücken bestehen: Ein relevanter Anteil der 18- bis 29-Jährigen kennt zentrale Fakten zur Shoah nicht sicher; viele können weder das Ausmaß der Verbrechen noch zentrale Orte der Erinnerung korrekt benennen. Diese Befunde machen deutlich, dass Erinnerung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv, permanent, professionell und generationengerecht vermittelt werden muss.

München verfügt – im engen Schulterschluss mit dem Freistaat Bayern – über hervorragende Voraussetzungen, um einen solchen Ort internationaler Bildungs- und Erinnerungsarbeit mitzutragen. Die Einreichung dieses Antrags am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, unterstreicht unseren Anspruch, als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ Verantwortung aus der Geschichte zu übernehmen und dieser Verantwortung auch fortwährend gerecht zu werden. Konkrete Bildungs- und Kooperationsarbeit im Bereich der Erinnerungskultur ist hierfür ein zentrales Element.

 

SPD-Fraktion
Anne Hübner
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Julia Schönfeld-Knor
Micky Wenngatz
Marian Offman
Barbara Likus
Lena Odell

Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt>
Mona Fuchs
Sebastian Weisenburger
Clara Nitsche
Sibylle Stöhr
David Süß
Christian Smolka
Dr. Florian Roth
Thomas Niederbühl
Lyn Faltin
Paul Bickelbacher
Mo Lüttig

CSU-FW-Fraktion>
Manuel Pretzl
Michael Dzeba
Ulrike Grimm
Hans Hammer
Winfried Kaum
Leo Agerer
Beatrix Burkhardt
Hans-Peter Mehling
Delija Balidemaj

Fraktion ÖDP/München Liste>
Tobias Ruff
Sonja Haider
Nicola Holtmann
Dirk Höpner

FDP BAYERNPARTEI>
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Gabriele Neff
Fritz Roth
Richard Progl

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Gasteig GmbH wird aufgefordert, zusammen mit dem Referat für Bildung und Sport sicherzustellen, dass das KiTZ Kellerstraße 8 über den 30.06.2026 hinaus in den derzeitigen Räumlichkeiten verbleiben kann.

Für das benötigte Baubüro sind vorrangig anderweitige Flächen heranzuziehen.

 

BEGRÜNDUNG

Bei einem Informationsabend wurde den Eltern kurzfristig bekannt gegeben, dass die Kindertagesstätte zum 30.06.2026 schließen muss. Grund sei, dass die Räumlichkeiten aufgrund der anstehenden Bauarbeiten von der Gasteig GmbH für das Baubüro benötigt werden.

Diese Information erfolgte äußerst kurzfristig, ohne dass eine Alternative aufgezeigt werden kann. Somit hätten rund 70 Kinder ab Sommer keine Betreuungsmöglichkeit mehr.

 

SPD-Fraktion
Kathrin Abele
Julia Schönfeld-Knor
Lena Odell
Barbara Likus
Anne Hübner
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie das bislang temporäre Widerstandsdenkmal am Platz der Freiheit dauerhaft etabliert werden kann, welche Veränderungen ggf. damit verbunden sein müssten und welche Möglichkeiten es gibt, um es dauerhaft zu sichern.

 

BEGRÜNDUNG

Zwölf Stelen erinnern seit 2016 am Platz der Freiheit an die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Das sogenannte Widerstandsdenkmal wurde ursprünglich als temporäre Installation errichtet. In den vergangenen Jahren hat es jedoch eine breite, nachhaltig positive Resonanz im Stadtbezirk und weit darüber hinaus erfahren. Es hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur und Gedenkpolitik entwickelt – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen.

Das Denkmal erzählt anhand der Porträts und biografischen Darstellungen auf den Stelen von Menschen, die sich dem NS-Regime widersetzten. Es gibt dem Widerstand konkrete Gesichter und macht individuelle Lebenswege aus Neuhausen-Nymphenburg sichtbar. Dabei werden unterschiedliche politische, soziale und religiöse Hintergründe einbezogen – beispielsweise christliche, jüdische, gewerkschaftliche, sozialdemokratische, bürgerliche und kommunistische Perspektiven. Auf diese Weise wird der vielfältige und mutige Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in besonderer Form nachvollziehbar. Auch der Bezirksausschuss unterstützt ausdrücklich das Anliegen, das Widerstandsdenkmal dauerhaft zu verstetigen.

 

SPD-Fraktion
Kathrin Abele
Dr. Christian Köning
Julia Schönfeld-Knor
Roland Hefter
Lars Mentrup
Lena Odell
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates

 

 

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie bei Bauvorhaben von kleineren Genossenschaften durch bessere Abstimmungsprozesse auf Baufeldern effizienter gehandelt werden kann.

 

BEGRÜNDUNG

Gerade für kleinere Genossenschaften sind – auch angesichts der veränderten Zinslage, der gestiegenen Materialkosten und der allgemeinen Steigerung bei den Baukosten – auch kleine Maßnahme von entscheidender Bedeutung. Uns wurde geschildert, dass bei Baubeginn bei manchen Genossenschaften der Zugang zum Strom oft nicht möglich war. Dadurch wurde in den ersten Wochen teilweise mit Akkus gearbeitet.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie gemeinnützige Akteure auf dem Münchner Wohnungsmarkt bei dem Ziel Baukosten zu senken gesondert berücksichtigt werden können und dabei zum Beispiel bei Kosten für die Baustelleneinrichtung und deren Beantragung entlastet werden können.

 

BEGRÜNDUNG

Durch mehrere Gespräche mit gemeinnützigen Akteuren auf dem Wohnungsmarkt wie z.B. Genossenschaften wurde deutlich, dass die veränderte Zinslandschaft den gemeinwohlorientierten Wohnungsbau bedroht. Wir setzen uns für dessen Stärkung ein und wollen dargelegt bekommen, ob es möglich ist hier unterschiedliche Prozesse seitens der LH München besser und ggf. effizienter zu organisieren.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates