Antrag

Der Oberbürgermeister wird gebeten, gemeinsam mit den zuständigen Referaten ein Konzept vorzulegen, wie die Erfassung, Kennzeichnung und Entfernung von Schrotträdern im öffentlichen Raum beschleunigt und organisatorisch verbessert werden kann.

Dabei sollen organisatorische, rechtliche und digitale Maßnahmen geprüft werden, die eine effizientere Bearbeitung und eine regelmäßige Räumung besonders belasteter Fahrradabstellanlagen ermöglichen:

  • Prüfung, ob bewährte Verfahren anderer Großstädte mit manipulationssicheren Kennzeichnungen (widerstandsfähigere Banderolen, Kabelbinder oder Aufkleber) übernommen sowie der Umgang mit entfernten Kennzeichnungen und beschleunigte Verfahren zur Verschrottung unter Wahrung des Eigentumsrechts berücksichtigt werden können
  • Optimierung der Arbeitsabläufe zwischen den beteiligten Dienststellen
  • Regelmäßige Schwerpunktaktionen an besonders belasteten und stark frequentierten Standorten wie Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen, Hochschulen
  • Verbesserte Nutzung digitaler Meldemöglichkeiten (z.B. Meldeplattform „Mach München besser!), digitale Dokumentation der Verfahrensschritte und transparenter Monitorings zur Anzahl gemeldeter/entfernter Schrotträder sowie Bearbeitungsdauer

Dem Stadtrat ist über die Ergebnisse und die vorgesehenen Optimierungen zu berichten.

 

Begründung

Schrotträder blockieren wertvolle Fahrradabstellplätze und beeinträchtigen das Stadtbild. Insbesondere an Verkehrsknotenpunkten, im Umfeld von Hochschulen

sowie in dicht bebauten Quartieren stehen häufig Fahrräder, die offensichtlich nicht mehr genutzt werden und über längere Zeit öffentliche Abstellflächen belegen.

Die derzeit verwendeten Papierbanderolen können leicht entfernt oder beschädigt werden und verzögern dadurch häufig das Verfahren. Deshalb sollte geprüft werden, ob manipulationssicherere Kennzeichnungen sowie bewährte Verfahren anderer Großstädte – insbesondere Hamburg – übernommen werden können. Dort verhindert das bloße Entfernen einer Kennzeichnung nach erfolgter Dokumentation die Entfernung eines Schrottrads nicht; zudem sind in Gefahrenfällen beschleunigte Maßnahmen möglich. Gleichzeitig sollte die bestehende Plattform „Mach München besser!“ stärker zur Meldung von Schrotträdern genutzt und beworben werden.

Ziel ist es, bestehende Fahrradabstellanlagen durch die Optimierung bestehender Abläufe und kürzeren Bearbeitungszeiten schneller wieder ihrer eigentlichen Nutzung freizugeben. Im Vordergrund steht dabei nicht der Aufbau neuer Strukturen. Dies soll insbesondere durch eine verbesserte Bündelung von Meldungen, regelmäßige Schwerpunktaktionen an besonders belasteten Standorten sowie eine digitale Verfahrensunterstützung erreicht werden.

Eine höhere Verfügbarkeit der bereits vorhandenen Fahrradabstellanlagen trägt zudem dazu bei, den vorhandenen Parkraum effizienter zu nutzen. Wo Stellplätze durch Schrotträder dauerhaft blockiert sind, entsteht häufig zusätzlicher Bedarf. Werden bestehende Anlagen konsequent freigehalten, kann dies den Druck verringern, weitere Fahrradstellplätze zulasten von Anwohnerparkplätzen im öffentlichen Straßenraum schaffen zu müssen. Damit werden sowohl die Interessen des Radverkehrs als auch die Belange der Anwohner*innen besser berücksichtigt.

 

SPD-Fraktion
Roland Hefter
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Lena Odell
Dr. Nadine Liebchen
Arda Celik
Felix Lang
Lars Mentrup

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird gebeten zu prüfen, wie die dunklen Bodenoberflächen auf
dem Quartiersplatz „Bahndeckel“ durch eine hellere Oberflächengestaltung ersetzt
oder ergänzt werden kann, um die Aufheizung des Platzes im Sommer deutlich zu
verringern.
Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Möglichkeiten bestehen, die dunklen
Flächen dauerhaft aufzuhellen und wie eine Umsetzung im Einklang mit der
ursprünglichen Platzgestaltung erfolgen kann.
Im Rahmen der Maßnahmen zur Klimaanpassung kann helle Gestaltung als ein
Baustein auch für weitere Plätze in München angewendet werden.

 

BEGRÜNDUNG

Der Quartiersplatz Bahndeckel heizt sich an sonnigen Tagen stark auf. Die dunklen
Bodenflächen speichern die Wärme und machen den Platz gerade im Sommer oft
kaum nutzbar. Wo sich Menschen treffen, Kinder spielen und Nachbarn aufhalten
sollen, entsteht stattdessen eine Hitzeinsel.
Größere Baumpflanzungen sind auf dem Bahndeckel nur eingeschränkt möglich.
Deshalb müssen andere Wege gefunden werden, die Temperaturen auf dem Platz zu
senken. Helle Oberflächen reflektieren deutlich mehr Sonnenlicht als dunkle Beläge
und können die Aufheizung spürbar reduzieren.
Die Gestaltung des Platzes unterliegt urheberrechtlichen Schutzrechten der
ursprünglichen Architekt*innen und Künstler*innen. Dieses Recht ist jedoch nicht
absolut: Bei der urheberrechtlichen Interessenabwägung ist nach ständiger
Rechtsprechung der Gebrauchszweck des Werks zu berücksichtigen – veränderte
Anforderungen aus technischen, funktionalen oder gesundheitlichen Gründen
können das Veränderungsinteresse rechtfertigen. Hier steht das gestalterische
Erhaltungsinteresse der Urheber*innen der gesundheitlichen Schutzpflicht der Stadt
gegenüber, da die Aufenthaltsfläche ihren Nutzerinnen und Nutzern aufgrund der
Hitzeentwicklung nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Diese Abwägung ist eine
Frage der Verwaltungsprüfung, kein Grund, das Anliegen von vornherein nicht zu
verfolgen.
Der Bahndeckel soll auch an heißen Sommertagen ein Ort sein, an dem sich
Menschen gerne aufhalten – und kein Platz, den man wegen der Hitze meiden muss.
Deshalb soll die Stadt die Möglichkeiten einer helleren Oberflächengestaltung prüfen.

 

SPD-Fraktion

Barbara Likus
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Felix Lang
Lena Odell
Simone Burger
Lars Mentrup
Dr. Nadine Liebchen
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung soll ein Verfahren zur Sicherstellung der Barrierefreiheit im
öffentlichen Raum einführen.
Ziel ist es, dass bei allen Entscheidungen und Maßnahmen, insbesondere bei
Baustellen, die Belange von Menschen mit Behinderungen mitgedacht werden. Dabei
sind auch Maßnahmen Externer, wie z.B. der Deutschen Bahn, zu berücksichtigen.
Insbesondere Zeiten für notwendige Umwege, funktionstüchtige Aufzüge und
dergleichen sollen standardmäßig bei Bau- und Baustellengenehmigungen geprüft
werden.

 

BEGRÜNDUNG

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wird oft durch unzureichende
Berücksichtigung der Barrierefreiheit erschwert.
Dies betrifft vor allem (aber nicht nur) Baustellen im öffentlichen Raum.
Damit mobilitätseingeschränkte Menschen in ihrem Alltag nicht unverhältnismäßig
eingeschränkt werden, muss die Stadtverwaltung ein Prüfverfahren entwickeln und
anwenden, das auf deren Rechte achtet.
Dieses soll bei städtischen Maßnahmen, aber auch im Rahmen von Genehmigungen
zugunsten Dritter wie der Deutschen Bahn angewendet werden.

 

SPD-Fraktion

Barbara Likus
Roland Hefter
Anne Hübner
Kathrin Abele
Felix Lang
Dr. Christian Köning
Monika Schmid-Balzert

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Deutsche Bahn wird gebeten, dem Stadtrat der Landeshauptstadt München baldmöglichst in einer geeigneten Ausschusssitzung folgende Fragen zu dem erneuten Gedränge1 am Hauptbahnhof am 19.6.2026 zu beantworten:

1. Wie konnte es nach dem erstmaligen Vorfall im Mai 2026 zu einem weiteren gefährlichen Vorfall kommen?
2. Welche angekündigten Prozessoptimierungen sind seit dem ersten Vorfall im Mai bereits in die Wege geleitet und/oder umgesetzt worden?
3. Welche weiteren Anpassungen wurden vorgenommen oder sind geplant?
4. Wie wird sichergestellt, dass es nun nicht zu einem weiteren Vorfall kommen kann?
5. Welche Sicherheits- und Schutzmechanismen sind in die Wege geleitet worden, um in einer ggf. nicht zu verhindernden weiteren Gedrängesituation schnellstmöglich zu reagieren und die Situation zu entschärfen? Werden hierbei auch Szenarien mitbedacht, die es in der Vergangenheit so noch nicht gegeben hat, die aber im typischen Ablauf eines Bahnhofs, insbesondere bei Vorliegen von umfangreichen Baumaßnahmen, entstehen könnten?
6. Wird auch an den anderen Münchner Bahnhöfen sichergestellt, dass es nicht zu entsprechenden Vorfällen kommen kann?

 

BEGRÜNDUNG

Mitte Juni kam es am Münchner Hauptbahnhof erneut zu einem Menschengedränge, aus dem anwesende Personen von unangenehmen Situationen berichteten. Nachdem es im Mai bereits (damals laut DB aufgrund von Problemen im Sicherheitskonzept und einem zu späten Erkennen des Gedränges) zu einer ähnlichen Situation gekommen war, hatten sich die Stadt auf die Ankündigung der Bahn verlassen, Prozesse weiter zu optimieren, um eine Wiederholung zu verhindern.

Die Erklärungen der konkret am 19.6. entstandenen Situation mögen zwar einleuchten, doch eine Erklärung ersetzt kein Konzept zur Verhinderung zukünftiger Gefahrensituationen. Auch geht aus den Erklärungen nicht hervor, warum nach der ersten Situation im Mai scheinbar ja nun doch nicht ausreichende Maßnahmen ergriffen wurden, um eine Wiederholung zu verhindern.

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München fühlt sich der Sicherheit der Menschen in München verpflichtet und möchte daher von der Deutschen Bahn sowohl eine Erklärung der vergangenen Ereignisse als auch eine nachvollziehbare Darstellung des zukünftigen Sicherheitskonzepts.

 

SPD-Fraktion
Lena Odell
Arda Celik
Felix Lang
Dr. Nadine Liebchen
Simone Burger
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, Lösungen für die Mieter*innen aufzuzeigen, dass diese trotz Verkaufs der Immobilie in ihren Wohnungen wohnen bleiben können. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass der Wohnraum bezahlbar bleibt.

 

BEGRÜNDUNG

Das Haus, in dem sich auch die Teestube „Komm“ und Appartements für wohnungslose Männer befinden, wurde verkauft. Der neue Eigentümer hat bereits angekündigt in „Fix and flip“ das Objekt zu optimieren und schnell wieder „gewinnoptimiert“ weiterzuverkaufen. Für die Mieter*innen bedeutet das Mieterhöhungen und Modernisierungen mit weiteren Mietsteigerungen. Durch Umwandlung kann es zu einem weiteren Eigentümerwechsel kommen, wodurch die Mieter*innen dann dem enormen Risiko der Eigenbedarfskündigung ausgesetzt sind. Kurz: die Mieter*innen, die derzeit noch günstige Mieten bezahlen, werden aus ihrem Zuhause verdrängt- trotz Lage im Erhaltungssatzungsgebiet, weil die Kommune ihr Vorkaufsrecht nicht ausüben darf und aus finanziellen Gründen auch nicht kann.

Besonders in einer teuren Stadt wie München müssen Mieterinnen und Mieter dringend vor Verdrängung geschützt werden, weil sie sich auf dem freien Wohnungsmarkt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können. Wenn, wie in der Zenettistraße 32, der Verkauf außerhalb der städtischen Eingriffsmöglichkeiten geschieht, ist es unabdingbar, dass Lösungen für die Mieterinnen und Mieter gefunden werden, damit diese zu bezahlbaren Mietpreisen in ihren Wohnungen bleiben können. Seitens der Landeshauptstadt sollte u.a. an die soziale Verantwortung der Eigentümer*innen und Vermieter*innen gegenüber den Mieterinnen und Mietern appelliert werden mit dem Ziel einer mieterschützenden Vereinbarung oder einer genossenschaftlichen Lösung für einen etwaigen Weiterverkauf.

 

SPD-Fraktion
Monika Schmid-Balzert
Simone Burger
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Felix Lang

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Landeshauptstadt München wird gebeten,

1. das Gebäudeensemble des Unionsbräus in Haidhausen vom Kommunalreferat an die Münchner Wohnen zu übertragen bzw. die hierfür erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen;
2. die Münchner Wohnen mit der Erstellung eines Sanierungs- und Entwicklungskonzepts für das gesamte Gebäude zu beauftragen;
3. die leerstehenden, ehemals kulturell und gastronomisch genutzten Räumlichkeiten nach einer Sanierung dauerhaft einer sich selbst tragenden gastronomischen Nutzung mit kulturellem Angebot zuzuführen.;
4. dem Stadtrat darzustellen, welche baulichen Maßnahmen, Investitionen und zeitlichen Schritte hierfür erforderlich sind;
5. gemeinsam mit den potenziellen Betreiberinnen und Betreibern ein tragfähiges Konzept für die zukünftige Nutzung zu entwickeln.

 

BEGRÜNDUNG

Das Unionsbräu in Haidhausen ist ein geschichtsträchtiges Gebäude und ein wichtiger Bestandteil der Identität des Viertels. Über viele Jahrzehnte war es nicht nur Wohnort, sondern auch ein Ort der Begegnung, der Kultur und des gesellschaftlichen Lebens.

Während die Wohnungen weiterhin genutzt werden, stehen die ehemals kulturell und gastronomisch genutzten Räume seit Jahren leer. Dieser langjährige Leerstand ist sowohl für das Gebäude als auch für das Quartier unbefriedigend. Wertvolle gastronomische Flächen bleiben ungenutzt, kulturelle Angebote fehlen und ein wichtiger Treffpunkt für die Nachbarschaft ist verloren gegangen.

Die Bündelung der Verantwortung für das gesamte Gebäude bei der Münchner Wohnen bietet die Chance, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen aus einer Hand zu planen und umzusetzen. Gleichzeitig kann so eine langfristige Perspektive für die Nutzung der leerstehenden Flächen geschaffen werden.

Ziel muss sein, den Leerstand endlich zu beenden und die Räumlichkeiten wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne dass der Landeshauptstadt München daraus finanzielle Belastungen entstehen. Dabei soll insbesondere eine Gastronomie mit kulturellem Programm ermöglicht werden. Das Unionsbräu kann so wieder zu einem lebendigen Ort für Begegnung, Gemeinschaft und Kultur in Haidhausen werden.

Die Landeshauptstadt München hat ein großes Interesse daran, historisch bedeutende Gebäude zu erhalten und kulturelle Infrastruktur in den Stadtvierteln zu stärken. Die Sanierung und Wiederbelebung des Unionsbräus wäre hierfür ein wichtiges Signal und ein Gewinn für den gesamten Stadtbezirk.

 

SPD-Fraktion
Roland Hefter
Anne Hübner
Lars Mentrup
Kathrin Abele
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Arda Celik

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung wird aufgefordert, bessere Möglichkeiten für Pop-up Wohnen für junge Menschen in leerstehenden Bürogebäuden zu schaffen. Dabei sollen insbesondere verwaltungs- und genehmigungstechnische Hindernisse beseitigt werden, die bislang eine temporäre Umnutzung von leerstehenden Büroimmobilien erschweren.


BEGRÜNDUNG

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist in München besonders groß. Gleichzeitig stehen diverse große Bürogebäude im Stadtgebiet leer. Eine temporäre Nutzung dieser leerstehenden Immobilien für Pop-Up-Wohnen würde einen Beitrag zur Entspannung der Wohnsituation in München leisten und könnte insbesondere für junge Berufstätige, Azubis oder Studierende eine gute Möglichkeit sein, eine Wohnung zu finden. Gleichzeitig könnten mehr Eigentümer*innen von Büroimmobilien überzeugt werden, in eine nur temporäre Umnutzung in Wohnraum einzuwilligen – hier stellt bisher die Aussicht, eine dauerhafte Umwandlung in Wohnraum nicht mehr rückgängig machen zu können, teilweise ein Hindernis dar.

 

SPD-Fraktion
Simone Burger
Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Arda Celik
Paula Gundi
Felix Lang
Lena Odell
Monika Schmid-Balzert
Dr. Julia Schmitt-Thiel

Fraktion Grüne-Rosa Liste
Sibylle Stöhr
Christian Smolka
Jens Mühlhaus
Sebastian Weisenburger
Florian Schönemann

Fraktion FDP-Freie Wähler
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Prof. Dr. Michael Piazolo
Patricia Riekel

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Der Oberbürgermeister wird gebeten, zeitnah mit den neuen Eigentümerinnen und
Eigentümern des ehemaligen Caritas-Wohnheims in der Zieblandstraße 35 in Kontakt
zu treten und sich dafür einzusetzen, dass die bestehenden Wohnheimplätze auch
nach dem Eigentümerwechsel dauerhaft als bezahlbarer Wohnraum für Studierende
und Auszubildende erhalten bleiben.
Dem Stadtrat ist über die Ergebnisse der Gespräche sowie über mögliche Instrumente
zur Sicherung der sozialen Nutzung zu berichten.

 

BEGRÜNDUNG

Der Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende und Auszubildende ist
angesichts des angespannten Münchner Wohnungsmarktes von herausragender
Bedeutung – besonders in zentralen Stadtteilen wie der Maxvorstadt oder Schwabing.
Das bisherige Caritas-Wohnheim in der Zieblandstraße 35 hat über viele Jahre einen
wichtigen Beitrag zur Versorgung junger Menschen mit bezahlbarem Wohnraum
geleistet.
Nachdem das Gebäude inzwischen veräußert wurde, besteht ein besonderes
öffentliches Interesse daran, dass die bisherige soziale Zweckbestimmung auch unter
den neuen Eigentümerinnen und Eigentümern fortgeführt wird. Die Landeshauptstadt
München sollte daher frühzeitig das Gespräch suchen und alle geeigneten
Möglichkeiten ausloten, um den langfristigen Erhalt der Wohnheimplätze sowie
sozialverträgliche Mietkonditionen sicherzustellen.

SPD-Fraktion
Simone Burger
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Felix Lang
Mitglieder des Stadtrates

 

Fraktion Grüne-Rosa Liste
Sibylle Stöhr
Clara Nitsche
Sofie Langmeier
Christian Smolka
Angelika Pilz-Strasser
Mitglieder des Stadtrates

 

Fraktion FDP-Freie Wähler
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Prof. Dr. Michael Piazolo
Patricia Riekel
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Landeshauptstadt München wird aufgefordert, zu prüfen und ggf. umzusetzen, dass Inhaberinnen und Inhaber eines Bewohnerparkausweises in einem Parklizenzgebiet temporär berechtigt werden, auch in angrenzenden Parklizenzgebieten parken zu können, wenn und solange in ihrem ursprünglichen Gebiet durch städtisch veranlasste Maßnahmen ein erheblicher Anteil an Stellplätzen wegfällt.

Dies gilt insbesondere bei:
• Baustellen im Zuge des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs (z.B. Tramprojekte der Stadtwerke München)
• Maßnahmen der Fernwärmeversorgung
• Straßenumbauten, Verkehrsberuhigungen oder Radwegeausbau
• sonstigen durch die Stadt veranlassten Eingriffen in den ruhenden Verkehr

Die Regelung ist zeitlich zu befristen und endet mit der Wiederherstellung der ursprünglichen Stellplatzsituation.

 

BEGRÜNDUNG

In zahlreichen Quartieren Münchens kommt es im Zuge notwendiger Infrastrukturmaßnahmen zu einem massiven temporären Wegfall von Parkplätzen. Bewohnerinnen und Bewohner mit gültigem Parkausweis sind dadurch faktisch nicht mehr in der Lage, in zumutbarer Entfernung zu ihrem Wohnort zu parken.

Der bestehende Rechtsrahmen der Parklizenzgebiete berücksichtigt solche außergewöhnlichen Belastungssituationen bislang nur unzureichend. Während dieMaßnahmen im öffentlichen Interesse erfolgen, werden die Belastungen einseitig auf die Anwohnenden verlagert.

Eine temporäre Öffnung angrenzender Parklizenzgebiete sorgt für eine faire Lastenverteilung, erhöht die Akzeptanz städtischer Infrastrukturprojekte, vermeidet unnötigen Parksuchverkehr und damit verbundene Emissionen und stellt eine pragmatische und unbürokratische Übergangslösung dar.

 

SPD-Fraktion
Roland Hefter
Felix Lang
Anne Hübner
Lars Mentrup
Paula Gundi
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Das IT-Referat wird beauftragt zu prüfen und darzustellen, wie bei der KI-Anwendung „MUCGPT“ zeitnah eine Spracheingabefunktion (Voice-to-Text bzw. Spracheingabe) integriert werden kann. Zudem soll dargestellt werden, welcher zeitliche und finanzielle Aufwand hierfür erforderlich ist und bis wann eine Umsetzung möglich wäre.

 

BEGRÜNDUNG

Die Einführung von MUCGPT stellt einen wichtigen Schritt für die digitale Modernisierung der Stadtverwaltung München dar. Damit die Anwendung jedoch im Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten kann, ist eine Spracheingabefunktion von zentraler Bedeutung.

Gerade in Besprechungen, Telefonaten, Außenterminen oder bei spontanen Arbeitsnotizen ist das manuelle Eintippen von Stichpunkten zeitaufwendig und unpraktisch. Moderne KI-Systeme wie ChatGPT zeigen bereits heute, dass Spracheingaben erhebliche Effizienzgewinne ermöglichen. Inhalte können direkt eingesprochen, zusammengefasst und weiterverarbeitet werden.

Ohne eine solche Funktion besteht die Gefahr, dass Beschäftigte verstärkt auf externe KI-Angebote ausweichen, um die gewünschten Arbeitsabläufe effizient nutzen zu können. Eine integrierte Spracheingabe innerhalb von MUCGPT würde dagegen die Akzeptanz und tatsächliche Nutzung der städtischen Lösung deutlich erhöhen und zugleich Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen innerhalb der städtischen Infrastruktur gewährleisten.

Darüber hinaus ist die Spracheingabe auch aus Gründen der Inklusion und Barrierefreiheit von großer Bedeutung. Nicht alle Menschen können gleich schnell oder gleich gut tippen. Für Personen mit motorischen Einschränkungen, körperlichen Behinderungen oder Schwierigkeiten bei der schriftlichen Formulierung stellt die Spracheingabe eine erhebliche Erleichterung dar. Viele Menschen können Gedanken mündlich deutlich einfacher und schneller ausdrücken als über die Tastatur.

Eine moderne KI-Anwendung für die Stadtverwaltung sollte daher möglichst barrierearm gestaltet sein und unterschiedlichen Arbeits- und Kommunikationsformen gerecht werden. Die Spracheingabe ist deshalb keine bloße Zusatzfunktion, sondern ein wesentlicher Bestandteil moderner, inklusiver und praxisnaher digitaler Arbeitsprozesse.

 

SPD-Fraktion
Roland Hefter
Lars Mentrup
Felix Lang
Monika Schmid-Balzert
Dr. Nadine Liebchen
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates