ANTRAG
Der verblassende gelbe Zebrastreifen in der Sparkassenstraße soll schnellstmöglich (sobald das Wetter es zulässt) dauerhaft weiß markiert und damit verstetigt werden.

 

BEGRÜNDUNG
Der Zebrastreifen zwischen Sparkasse und dem Alten Rathaus hat sich bewährt. Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, können endlich sicher die Sparkassenstraße queren. Nachdem der Fußgängerüberweg derzeit nur provisorisch markiert ist, bitten wir Mobilitäts- und Baureferat um eine dauerhafte Umsetzung noch in diesem Frühjahr.

SPD-Fraktion
Anne Hübner
Andreas Schuster
Barbara Likus
Lars Mentrup
Stefanie Krammer
Klaus Peter Rupp
Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Das Referat für Klima- und Umweltschutz wird beauftragt, im Rahmen der bereits stattfindenden Quartiersarbeit positive Beispiele aus den Vierteln zu zeigen und den Bewohnerinnen und Bewohnern anschaulich die (wirtschaftlichen) Vorteile erneuerbarer Energiequellen zu vermitteln.
Es ist zu prüfen, inwieweit das Handwerk und die in diesem Bereich aktive Zivilgesellschaft dabei miteinbezogen werden können.

 

Begründung

Manche Menschen haben Vorbehalte gegenüber einer erneuerbaren Energie- und Wärmeversorgung, die oft aus Verunsicherung und widersprüchlichen Informationen resultieren.

Die Erfahrung der Innung für Sanitär, Heizung und Klima und zivilgesellschaftlichen Akteuren zeigt, dass diesen Vorbehalten mit anschaulichen, positiven Beispielen aus der Nachbarschaft wirksam begegnet werden kann. Eine denkbare Maßnahme ist die gemeinsame Besichtigung eines umgerüsteten Heizungskellers mit anschaulichen Erfahrungsberichten durch die Eigentümer und begleitet durch die Quartiersberatung. Dabei sollte auch auf die Wirtschaftlichkeit der Investitionen hingewiesen werden.

 

SPD-Fraktion

Dr. Julia Schmitt-Thiel

Anne Hübner

Marian Offman

Andreas Schuster

Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Der Münchner Stadtrat begrüßt ausdrücklich die fraktionsübergreifenden Initiativen des Freistaat Bayern, Standort für das erste Yad Vashem Education Center außerhalb Israels zu werden. Der Stadtrat bekennt sich dazu, diese Bemühungen aktiv zu unterstützen und München als engagierte, verlässliche und kooperationsbereite Partnerstadt in das vom Freistaat geführte Bewerbungsverfahren einzubringen.

Der Oberbürgermeister wird gebeten, die Anstrengungen des Freistaats Bayern nachdrücklich zu flankieren und sich auf allen geeigneten Ebenen dafür einzusetzen, dass die besonderen Stärken Münchens sichtbar werden. Dazu gehört insbesondere, in enger Abstimmung mit dem Freistaat aufzuzeigen, wie München seine bestehenden Kompetenzen, Netzwerke und Einrichtungen in ein solches Education Center einbringen kann.

Der Stadtrat sieht es als gemeinsame Aufgabe von Freistaat und Stadt, die Bewerbung Bayerns durch ein breites gesellschaftliches Fundament zu stärken. Der Oberbürgermeister wird daher gebeten, im Sinne der Gesamtbewerbung ein Bündnis aus Münchner Unterstützenden in Bildungs-, Wissenschafts-, Kultur- und Zivilgesellschaft einzubinden und dieses in die Gespräche des Freistaats einzuspeisen.

 

Begründung:

Die Initiative des Freistaats Bayern, ein Yad Vashem Education Center nach Bayern zu holen, ist ein starkes und notwendiges Signal für eine lebendige Erinnerungskultur und den entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und jedwede Menschenfeindlichkeit. Der Münchner Stadtrat teilt diese Zielsetzung ausdrücklich und möchte dazu beitragen, die Bewerbung des Freistaats mit den spezifischen Stärken der Landeshauptstadt zu untermauern.

Zentral für die Münchner Unterstützung ist eine partnerschaftliche, wechselseitige Zusammenarbeit mit den bestehenden Einrichtungen der Erinnerungsarbeit. Insbesondere das städtische NS-Dokumentationszentrum München, die KZ-Gedenkstätte Dachau oder aber die im Kulturreferat verankerten Strukturen der Public History und Erinnerungskultur bieten hierfür hervorragende Anknüpfungspunkte. Ein Yad Vashem Education Center in München würde zum einen von der gewachsenen lokalen Expertise und Vermittlungspraxis profitieren, insbesondere aber neue internationale Perspektiven, forschungsbasierte Bildungsansätze und didaktische Impulse einbringen. Die Münchner Einrichtungen könnten ihrerseits in besonderer Weise von der langjährigen Erfahrung von Yad Vashem in Forschung, Bildung und internationaler Vernetzung lernen. So entstünde ein gegenseitiger Lernprozess, der die Qualität historisch-politischer Bildungsarbeit insgesamt stärkt.

Die Dringlichkeit ist hoch. Aktuelle Studien zeigen, dass insbesondere bei jungen Menschen erhebliche Wissenslücken bestehen: Ein relevanter Anteil der 18- bis 29-Jährigen kennt zentrale Fakten zur Shoah nicht sicher; viele können weder das Ausmaß der Verbrechen noch zentrale Orte der Erinnerung korrekt benennen. Diese Befunde machen deutlich, dass Erinnerung keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv, permanent, professionell und generationengerecht vermittelt werden muss.

München verfügt – im engen Schulterschluss mit dem Freistaat Bayern – über hervorragende Voraussetzungen, um einen solchen Ort internationaler Bildungs- und Erinnerungsarbeit mitzutragen. Die Einreichung dieses Antrags am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, unterstreicht unseren Anspruch, als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ Verantwortung aus der Geschichte zu übernehmen und dieser Verantwortung auch fortwährend gerecht zu werden. Konkrete Bildungs- und Kooperationsarbeit im Bereich der Erinnerungskultur ist hierfür ein zentrales Element.

 

SPD-Fraktion
Anne Hübner
Dr. Christian Köning
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Julia Schönfeld-Knor
Micky Wenngatz
Marian Offman
Barbara Likus
Lena Odell

Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt>
Mona Fuchs
Sebastian Weisenburger
Clara Nitsche
Sibylle Stöhr
David Süß
Christian Smolka
Dr. Florian Roth
Thomas Niederbühl
Lyn Faltin
Paul Bickelbacher
Mo Lüttig

CSU-FW-Fraktion>
Manuel Pretzl
Michael Dzeba
Ulrike Grimm
Hans Hammer
Winfried Kaum
Leo Agerer
Beatrix Burkhardt
Hans-Peter Mehling
Delija Balidemaj

Fraktion ÖDP/München Liste>
Tobias Ruff
Sonja Haider
Nicola Holtmann
Dirk Höpner

FDP BAYERNPARTEI>
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Gabriele Neff
Fritz Roth
Richard Progl

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Gasteig GmbH wird aufgefordert, zusammen mit dem Referat für Bildung und Sport sicherzustellen, dass das KiTZ Kellerstraße 8 über den 30.06.2026 hinaus in den derzeitigen Räumlichkeiten verbleiben kann.

Für das benötigte Baubüro sind vorrangig anderweitige Flächen heranzuziehen.

 

BEGRÜNDUNG

Bei einem Informationsabend wurde den Eltern kurzfristig bekannt gegeben, dass die Kindertagesstätte zum 30.06.2026 schließen muss. Grund sei, dass die Räumlichkeiten aufgrund der anstehenden Bauarbeiten von der Gasteig GmbH für das Baubüro benötigt werden.

Diese Information erfolgte äußerst kurzfristig, ohne dass eine Alternative aufgezeigt werden kann. Somit hätten rund 70 Kinder ab Sommer keine Betreuungsmöglichkeit mehr.

 

SPD-Fraktion
Kathrin Abele
Julia Schönfeld-Knor
Lena Odell
Barbara Likus
Anne Hübner
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie das bislang temporäre Widerstandsdenkmal am Platz der Freiheit dauerhaft etabliert werden kann, welche Veränderungen ggf. damit verbunden sein müssten und welche Möglichkeiten es gibt, um es dauerhaft zu sichern.

 

BEGRÜNDUNG

Zwölf Stelen erinnern seit 2016 am Platz der Freiheit an die Opfer des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Das sogenannte Widerstandsdenkmal wurde ursprünglich als temporäre Installation errichtet. In den vergangenen Jahren hat es jedoch eine breite, nachhaltig positive Resonanz im Stadtbezirk und weit darüber hinaus erfahren. Es hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der lokalen Erinnerungskultur und Gedenkpolitik entwickelt – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen.

Das Denkmal erzählt anhand der Porträts und biografischen Darstellungen auf den Stelen von Menschen, die sich dem NS-Regime widersetzten. Es gibt dem Widerstand konkrete Gesichter und macht individuelle Lebenswege aus Neuhausen-Nymphenburg sichtbar. Dabei werden unterschiedliche politische, soziale und religiöse Hintergründe einbezogen – beispielsweise christliche, jüdische, gewerkschaftliche, sozialdemokratische, bürgerliche und kommunistische Perspektiven. Auf diese Weise wird der vielfältige und mutige Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in besonderer Form nachvollziehbar. Auch der Bezirksausschuss unterstützt ausdrücklich das Anliegen, das Widerstandsdenkmal dauerhaft zu verstetigen.

 

SPD-Fraktion
Kathrin Abele
Dr. Christian Köning
Julia Schönfeld-Knor
Roland Hefter
Lars Mentrup
Lena Odell
Barbara Likus
Mitglieder des Stadtrates

 

 

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie bei Bauvorhaben von kleineren Genossenschaften durch bessere Abstimmungsprozesse auf Baufeldern effizienter gehandelt werden kann.

 

BEGRÜNDUNG

Gerade für kleinere Genossenschaften sind – auch angesichts der veränderten Zinslage, der gestiegenen Materialkosten und der allgemeinen Steigerung bei den Baukosten – auch kleine Maßnahme von entscheidender Bedeutung. Uns wurde geschildert, dass bei Baubeginn bei manchen Genossenschaften der Zugang zum Strom oft nicht möglich war. Dadurch wurde in den ersten Wochen teilweise mit Akkus gearbeitet.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, dem Stadtrat darzulegen, wie gemeinnützige Akteure auf dem Münchner Wohnungsmarkt bei dem Ziel Baukosten zu senken gesondert berücksichtigt werden können und dabei zum Beispiel bei Kosten für die Baustelleneinrichtung und deren Beantragung entlastet werden können.

 

BEGRÜNDUNG

Durch mehrere Gespräche mit gemeinnützigen Akteuren auf dem Wohnungsmarkt wie z.B. Genossenschaften wurde deutlich, dass die veränderte Zinslandschaft den gemeinwohlorientierten Wohnungsbau bedroht. Wir setzen uns für dessen Stärkung ein und wollen dargelegt bekommen, ob es möglich ist hier unterschiedliche Prozesse seitens der LH München besser und ggf. effizienter zu organisieren.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Wir bitten die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit von Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie Stadtkämmerei und Referat für Arbeit und Wirtschaft nach Rücksprache mit der SSKM als „Bank unserer Stadt“ sowie den Stadtwerken München als städtischem Unternehmen der Daseinsvorsorge darzulegen, wie von Seiten der Stadt bzw. im Rahmen ihrer Unternehmen Möglichkeiten geschaffen werden können, um Bürgschaften für Genossenschaften übernehmen zu können, um deren Finanzierungen zu unterstützen.

 

BEGRÜNDUNG

Die veränderten Rahmenbedingungen auf dem Wohnungsmarkt setzen Genossenschaften und andere gemeinwohlorientierte Akteure auf dem Wohnungsmarkt bei der Finanzierung zusätzlich unter Druck. Daher hat der Stadtrat im Rahmen der Beschlussvorlage zur Wohnungsbauoffensive das Wahlrecht für Genossenschaften zwischen Erbpacht und Kauf wieder eingeführt. Dennoch könnten gerade bei neuen oder kleinen Genossenschaften Bürgschaften von Stadt, SSKM oder SWM bei der Finanzierung wichtig für die Realisierung von Projekten in diesen schwierigen Zeiten sein.
Die von der letzten Bundesregierung geschaffene Neue Wohnungsgemeinnützigkeit (NWG) hat gesonderte Möglichkeiten bei der Behandlung von Akteuren im öffentlichen Sektor geschaffen, daher unternehmen wir diesen Vorstoß.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, dem Stadtrat darzulegen wie angesichts der von der Bundesseite etablierten „Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit (NWG)“ durch Veränderungen in der Abgabenordnung und weiteren Regelungen Möglichkeiten bestehen, auch in München die Wohnungsgemeinnützigkeit zu stärken.
Konkret soll dargelegt werden, wie in den ersten Jahren der Erbbauzins für den Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB) bei Genossenschaften gesenkt oder gar auf Null gesenkt werden kann, um den konzeptionellen Wohnungsbau bei gemeinnützigen Akteuren zu stärken.

 

BEGRÜNDUNG

Die Idee der Wohnungsgemeinnützigkeit zielt darauf ab, eine dauerhafte und vor allem soziale und bezahlbare Wohnungsversorgung für die Allgemeinheit sicherzustellen, insbesondere in Zeiten von Wohnungsnot und steigenden Mieten.

In Deutschland gab es eine solche Regelung bereits bis 1990, die jedoch abgeschafft wurde. Österreich hingegen hat immer noch ein erfolgreiches System der Wohnungsgemeinnützigkeit. Die Ampel hat die Wiedereinführung einer „Neuen Wohngemeinnützigkeit“ (NWG) beschlossen, mit dem 1. Januar 2025 wurde die Förderung wohngemeinnütziger Zwecke ein neuer Gemeinnützigkeitsgrund. Die SPD hat sich dafür eingesetzt, dass im aktuellen Koalitionsvertrag festgeschrieben ist, dass gemeinnützige Akteure auf dem Wohnungsmarkt eine eigene Förderung bekommen.
In München gibt es rund 115.000 Wohnungen, die der Stadt selbst oder Genossenschaften gehören. Sowohl die Wohnungen der Münchner Wohnen, als auch der die Wohnungen der Genossenschaften sind in den letzten Jahren gestiegen. Dennoch ist es dringend erforderlich, dass wir den gemeinwohlorientieren Anteil auf dem Wohnungsmarkt weiter stärken.
Gerade angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft insgesamt bitten wir darum, dass eruiert wird, wie man auch in München spezifische diejenigen Akteure stärken kann, die dauerhaft gesichert bezahlbare Wohnungen bauen.

 

SPD-Stadtratsfraktion
Dr. Christian Köning
Simone Burger
Kathrin Abele
Lars Mentrup
Micky Wenngatz
Anne Hübner
Barbara Likus
Julia Schönfeld-Knor
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird gebeten, die Deutsche Telekom aufzufordern, einen verbindlichen und transparenten Bauzeitplan für den Glasfaserausbau der nächsten Jahre vorzulegen. Ziel ist es, die Anbindung der Münchner Außenbezirke deutlich zu beschleunigen und Versorgungslücken konsequent zu schließen.

Hierbei sollen unter anderem folgende Fragen erörtert werden:
1. Wie viele Haushalte sind seit 2021 in den noch nicht durch die SWM und M-net erschlossenen Gebieten durch die Deutsche Telekom per Glasfaser angebunden worden (mindestens Homes Passed einerseits sowie Homes Connected / FTTH andererseits)?
2. Wie genau gestaltet sich die zeitliche Ausbauplanung der Deutschen Telekom für die flächendeckende Glasfasererschließung in den bislang noch nicht erschlossenen Gebieten in München?
3. Inwiefern ist im Rahmen des Ausbauverfahrens durch die Deutsche Telekom sichergestellt, dass es zu möglichst geringen Beeinträchtigungen durch Baustellen für die Anwohnerinnen und Anwohner kommt (Gebäudeanschluss aller Gebäude in einem Ausbaugebiet, idealerweise Vollausbau der Gebäude anstatt sukzessiver Erschließung einzelner Wohnungen)?

 

BEGRÜNDUNG

Eine flächendeckende Glasfaser-Versorgung ist ein zentraler Bestandteil der digitalen Daseinsvorsorge für die Landeshauptstadt München. In vielen Stadtteilen Münchens wie Aubing, Allach, Feldmoching, Freimann, Trudering oder Daglfing gibt es aber bis heute keine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur. Gleichzeitig soll der Ausbau zu möglichst wenig Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger führen – und Anbieter-Wahlfreiheit für die Nutzerinnen und Nutzer sichergestellt werden. Um diese Ziele zu erreichen, sind Infrastruktur-Kooperationen zwischen den Anbietern eine wesentliche Voraussetzung. Die Zusammenarbeit zwischen Telekom, M-net und SWM bietet die Chance, Ressourcen zu bündeln, Kosten zu senken und den Ausbau effizienter zu gestalten. Dennoch kommt es aktuell immer wieder zu Verzögerungen und Koordinationsproblemen, insbesondere in den Außenbezirken. Teilweise werden Gebiete doppelt erschlossen, während andere weiterhin auf ihren Anschluss warten.

Ein klarer, gemeinsam abgestimmter Bauzeitplan schafft Transparenz, Planungssicherheit und ermöglicht eine gezielte Priorisierung bislang unterversorgter Gebiete. Gleichzeitig kann durch die Nutzung bestehender Infrastruktur (z. B. Leerrohre, Strom- und Wassertrassen) der Tiefbauaufwand reduziert und die Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner verringert werden.

Bereits im Juni 2021 wurde ein Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit von Mnet, Deutsche Telekom und SWM geschlossen, mit dem Ziel München flächendeckend mit Glasfaser zu erschließen. Gegenüber der Stadt München sicherte die Deutsche Telekom damals verbindlich zu, die Bereiche Münchens, in denen bislang noch kein Zugang zum Glasfasernetz besteht, im Eigenausbau zu erschließen (Quelle: Zitat des Vorstandsvorsitzenden Tim Höttges in der Pressemitteilung der Deutschen Telekom vom 10. Juni 2021).

Im September 2025 wurde dann eine weitreichende Kooperation zwischen M-net und der Deutschen Telekom auf Basis der passiven Infrastruktur der SWM vereinbart: Die SWM verpachten der Telekom künftig über M-net Teile ihres passiven FTTH-Glasfasernetzes. Auch hierbei wurde durch die Deutsche Telekom in München ein Glasfaser-Eigenausbau für die Sicherstellung der flächendeckenden Teilhabe mit Gigabit-Geschwindigkeit zugesagt (Quelle: Zitat des für das Deutschland-Geschäft zuständigen Vorstandes Rodrigo Diehl in der Pressemitteilung der Deutschen Telekom vom 22. September 2025).

Inzwischen wurden die Zusagen seitens M-net und SWM vollumfänglich erfüllt: Bereits 2024 erhielt die Deutsche Telekom im Rahmen einer aktiven Vorleistung den 2021 zugesagten Bitstream Zugang auf das von M-net betriebene Glasfasernetz – und somit die Möglichkeit zur Versorgung eigener Kunden per Glasfaser. Und im November 2025 erfolgte die erste Anbindung eines SWM-Glasfaserknotens durch die Deutsche Telekom – und somit die Einrichtung eines Zugangs auf die passive Infrastruktur der SWM (Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Telekom vom 14. November 2025).

Wichtig für die Landeshauptstadt München ist nun, dass auch die Deutsche Telekom ihre Zusagen erfüllt. Nachdem aufgrund der vereinbarten Kooperation mit M-net nun keine Grundlage mehr für den im August 2024 angekündigten Parallelausbau durch die Deutsche Telekom im Münchner Innenstadtbereich besteht, sollte sich die Ausbaugeschwindigkeit sogar erhöhen lassen, da die frei gewordenen Baukapazitäten durch die Deutsche Telekom nun verstärkt für den Ausbau der noch unerschlossenen Gebiete eingesetzt werden können. Wichtig aus Sicht der Stadt ist dabei ein Vollausbau der Gebäude, bei der eine durchgängige Anbindung aller Haushalte im Bestand erfolgt – und keine sukzessive Erschließung auf Basis einzelner Aufträge, die über einen langen Zeitraum für Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner sorgen würde.

Leider besteht derzeit aber Unklarheit über den tatsächlichen Baufortschritt. Es kommt verstärkt zu Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, wann der Glasfaserausbau an ihrer Anschrift erfolgt. Zudem zeigen Beispiele wie der Bereich München-Johanneskirchen, dass durch die Deutsche Telekom Glasfaseranschlüsse mit bis zu 1.000 Mbit/s beworben werden, obwohl die Glasfaser tatsächlich nur in der Straße verlegt ist und in den Häusern nur Anschlüsse mit bis zu 250 Mbit/s oder gar 16 Mbit/s zur Verfügung stehen (Quelle: Interaktive Telekom Karte zur 5G, LTE und Festnetz-Abdeckung).

In diesem Kontext wirkt zusätzlich irritierend, dass sich die Deutsche Telekom laut aktuellen Aussagen des Vorstandsvorsitzenden beim Glasfaserausbau „noch gezielter auf ländliche Regionen konzentrieren möchte.“ (Quelle: Zitat von Tim Höttges im Bericht Telekom plant Glasfaser-Offensive: Das ändert sich jetzt).

Nur durch eine koordinierte, beschleunigte und flächendeckende Glasfaserversorgung kann München seine führende Rolle als moderne, zukunftsfähige und digital vernetzte Stadt behaupten.

 

SPD-Fraktion
Lars Mentrup
Anne Hübner
Lena Odell
Simone Burger
Roland Hefter
Christian Köning
Barbara Likus
Julia Schmitt-Thiel
Julia Schönfeld-Knor
Klaus Peter Rupp
Micky Wenngatz

 

Die Grünen – Rosa Liste – Volt
Judith Greif
David Süß
Thomas Niederbühl
Andreas Voßeler
Felix Sproll
Lyn Faltin

 

Mitglieder des Stadtrates