ANTRAG

 

Die Stadtverwaltung wird beauftragt:

  1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, im Benehmen mit den Stadtwerken München (SWM) ein Konzept zur Errichtung und zum saisonalen Betrieb von zusätzlichen öffentlichen Trinkwasserbrunnen entlang der Zugstrecke des Trachten- und Schützenzugs zum Oktoberfest zu erarbeiten.
  2. Die Brunnen sollen insbesondere an stark frequentierten Zuschauerbereichen, Tribünenstandorten und Umsteigepunkten entlang der Route installiert werden, beginnend am Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße bis zum Abschluss am Esperantoplatz/Theresienwiese.
  3. Bei der Standortwahl sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:
  • Hohe Aufenthaltsdichte von Zuschauerinnen und Zuschauern
  • Barrierefreier Zugang
  • Anbindung an das bestehende Trinkwassernetz der SWM
  • Möglichkeit eines saisonalen Betriebs (insbesondere während der „heißen“ Jahreszeit und zu Großveranstaltungen)
  1. Das Konzept soll dem Stadtrat rechtzeitig zur Beratung vorgelegt werden, um spätestens bis zum Trachten- und Schützenzug 2027 umgesetzt werden zu können.
  2. Die erforderlichen Haushaltsmittel für Planung, Errichtung und Betrieb sind im Rahmen der bereits bestehenden „Trinkbrunnenoffensive“ der Landeshauptstadt München einzuplanen und gegebenenfalls durch zusätzliche Mittel zu ergänzen.

 

BEGRÜNDUNG

Der Trachten- und Schützenzug ist mit fast zehntausend Teilnehmenden und über 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern eine der meistbesuchten Veranstaltungen im Rahmen des Oktoberfests. Die Zugstrecke führt über sieben Kilometer durch die Münchner Innenstadt und umfasst zahlreiche Tribünenstandorte und stark frequentierte Bereiche.

Angesichts zunehmender Hitzetage im Spätsommer und der langen Aufenthaltsdauer der Mitwirkenden und der vielen Besucherinnen und Besucher ist der Zugang zu kostenlosem Trinkwasser entlang der Strecke eine wichtige Maßnahme der Daseinsvorsorge und der öffentlichen Gesundheitsfürsorge. Bereits auf dem Oktoberfestgelände selbst haben sich kostenlose Trinkwasserbrunnen als großer Erfolg erwiesen und wurden in den letzten Jahren schrittweise ausgebaut.

Die Stadt München verfolgt mit der „Trinkbrunnenoffensive“ das Ziel, das Angebot an öffentlichen Trinkwasserstellen kontinuierlich zu erweitern. Eine gezielte Ergänzung entlang der Zugroute des Trachten- und Schützenzugs würde dieses Konzept sinnvoll ergänzen und insbesondere den Teilnehmenden und älteren Menschen, Familien mit Kindern und allen Besucherinnen und Besuchern an heißen Tagen zugutekommen.

 

 

SPD-Fraktion

Monika Schmid-Balzert

Simone Burger

Dr. Christian Köning

Dr. Julia Schmitt-Thiel

Barbara Likus

Mitglieder des Stadtrates

 

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird gebeten, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten das
Backstage bei sämtlichen laufenden und künftigen Genehmigungs-, Planungs- und
Abstimmungsprozessen proaktiv, weiterhin bestmöglich und zügig zu unterstützen. So
sollen alle Antrags- und Fragestellungen im Zusammenhang mit Bauvorhaben,
Genehmigungen sowie möglichen Auswirkungen der geplanten Entwicklung des
Paketpost-Areals im Umfeld des Backstage möglichst schnell bearbeitet werden. Im
Mittelpunkt steht, das Backstage weiter zu erhalten.

 

Dies betrifft insbesondere folgende Referate und Fragestellungen:

  1. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung bei der Verlängerung der aktuellen
    Baugenehmigung und den Planungen in Bezug auf künftige Baugenehmigungen,
  2. das Kommunalreferat bei Fragen bezüglich Dienstbarkeiten und der Kompensation
    von Ausgleichsflächen,
  3. das Mobilitätsreferat bei der verkehrstechnischen Untersuchung, der Darstellung
    der Auswirkungen sowie dem Nachweis der verkehrlichen Abwicklung des
    Neuverkehrs durch das Bauvorhaben,
  4. das Kulturreferat bei der allgemeinen Unterstützung des Backstage als
    soziokulturelles Leuchtturmprojekt,
  5. sowie gegebenenfalls weitere beteiligte Dienststellen.

In den beteiligten Referaten sollen feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
benannt werden, die für eine schnelle, direkte und unbürokratische Kommunikation
zur Verfügung stehen und offene Fragen zeitnah klären.
Ziel ist, dass die notwendigen Schritte zur Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen
gemäß Baugenehmigung vom 23.06.2026 möglichst schnell gegangen werden und ein
Beginn der Baumaßnahmen bis März 2027 möglich ist. Sollten Zweifel daran bestehen
bis März 2027 die aufschiebenden Bedingungen zu erfüllen, ist bereits jetzt die
Verlängerung der bestehenden Genehmigung zu verfolgen, um einen
unterbrechungsfreien Weiterbetrieb des Backstage sicherzustellen, soweit dies
rechtlich möglich ist.

 

BEGRÜNDUNG

Das Backstage ist seit vielen Jahren eine der wichtigsten Einrichtungen der Münchner
Kultur- und Musikszene. Es leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das kulturelle
Leben der Stadt und ist weit über München hinaus bekannt. Das gemeinsam
formulierte Ziel, das Backstage zu erhalten, kann nur in einer gemeinsamen
Kraftanstrengung aller Seiten erreicht werden. Darum bitten wir alle Seiten.

Nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Betreibern kann
sichergestellt werden, dass notwendige Bau- und Entwicklungsmaßnahmen zügig
umgesetzt werden und das Backstage seine herausragende und einzigartige Rolle als
Kulturstandort weiter erfüllen kann.

SPD-Fraktion
Lars Mentrup
Kathrin Abele
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Roland Hefter
Felix Lang
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion Grüne-Rosa Liste
David Süß
Sibylle Stöhr
Bernd Müller
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion FDP-Freie Wähler
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Patricia Riekel
Prof. Dr. Michael Piazolo
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, dem Stadtrat einen aktuellen Überblick über die
städtischen Brunnen vorzulegen, insbesondere darüber, welche Brunnen mit
Münchner Trinkwasser betrieben werden und welche Betriebsformen derzeit genutzt
werden.
Dabei soll aufgezeigt werden, mit welchen Maßnahmen der Einsatz von Trinkwasser
bei städtischen Brunnen künftig reduziert werden kann, ohne die Aufenthaltsqualität
und das charakteristische Stadtbild Münchens sowie die Belange des
Denkmalschutzes wesentlich zu beeinträchtigen, und wie ein zukunftsfähiger und
ressourcenschonender Betrieb der städtischen Brunnen unter Berücksichtigung der
zunehmenden Herausforderungen durch Trocken- und Hitzeperioden sowie der
angespannten Haushaltslage gewährleistet werden kann.

Insbesondere soll geprüft werden, inwieweit bei Trinkwasserbrunnen technische
Lösungen eingesetzt werden können, die einen Wasserfluss nur bei tatsächlicher
Nutzung ermöglichen, inwieweit die Betriebszeiten von Brunnen in den
Nachtstunden angepasst werden können, um den Wasserverbrauch zu reduzieren,
ohne die Funktion und Aufenthaltsqualität wesentlich einzuschränken.

Dem Stadtrat sind geeignete Handlungsmöglichkeiten einschließlich einer
Einschätzung zu Wirtschaftlichkeit, Ressourceneinsparung, Priorisierung und
schrittweiser Umsetzung, auch bei der künftigen Planung der städtischen Brunnen,
vorzulegen.
Dabei soll auch dargestellt werden, inwieweit Trinkwasser an anderer Stelle
eingespart werden kann, um den Betrieb der Brunnen zu unterstützen, sowie welche
Förderprogramme des Bundes und der Europäischen Union hierfür genutzt werden
können.

 

BEGRÜNDUNG

Münchens Brunnen sind ein prägender Bestandteil des öffentlichen Raums. Sie
tragen wesentlich zur Aufenthaltsqualität bei, beleben Plätze und Parks und wirken
insbesondere an heißen Tagen positiv auf das Stadtklima. Viele Brunnen besitzen
darüber hinaus eine kulturhistorische und denkmalpflegerische Bedeutung und
prägen das Erscheinungsbild der Stadt in besonderer Weise. Ihr Erhalt und ihre
Funktionsfähigkeit liegen daher im öffentlichen Interesse.

Gleichzeitig ist Trinkwasser eine wertvolle und begrenzte Ressource, mit der
angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden verantwortungsvoll
umgegangen werden muss.

Daher erscheint es sinnvoll, den Betrieb der städtischen Brunnen unter den heutigen
Rahmenbedingungen neu zu bewerten. Ziel ist es, die Brunnen auch künftig
möglichst umfassend erhalten und betreiben zu können und gleichzeitig den Einsatz
von hochwertigem Trinkwasser dort zu reduzieren, wo dies technisch sinnvoll ohne
wesentliche Einschränkungen möglich ist. Dabei sollen ausdrücklich unterschiedliche
technische, organisatorische und betriebliche Lösungsansätze geprüft werden.
Hierzu zählen beispielsweise bedarfsgesteuerte Systeme bei Trinkwasserbrunnen, bei
denen Wasser nur bei tatsächlicher Nutzung fließt, sowie die Prüfung angepasster
Betriebszeiten in den Abend- und Nachtstunden. Ebenso sind Möglichkeiten zu
untersuchen, an anderer Stelle Trinkwasser einzusparen, um den Betrieb der
Brunnen weiterhin zu ermöglichen.

Darüber hinaus sollten verfügbare Förderprogramme des Bundes und der
Europäischen Union genutzt werden, um notwendige Investitionen für einen
nachhaltigen und ressourcenschonenden Brunnenbetrieb bestmöglich zu
unterstützen.

 

SPD-Fraktion
Felix Lang
Simone Burger
Roland Hefter
Lars Mentrup
Barbara Likus
Arda Celik
Monika Schmid-Balzert
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion Grüne-Rosa Liste
Florian Schönemann
Sofie Langmeier
Nimet Gökmenoğlu
Serzan Celik
Renate Unterberg
Beppo Brem
Anja Berger
Sibylle Stöhr
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion FDP-Freie Wähler
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Patricia Riekel
Prof. Dr. Michael Piazolo
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Verwaltung wird beauftragt, die Schulen und Kindertageseinrichtungen der
Landeshauptstadt München schrittweise so auszustatten und organisatorisch zu
unterstützen, dass sie auch während zunehmender Hitzeperioden einen sicheren
und gesundheitsgerechten Betrieb gewährleisten können.

Hierzu soll die Verwaltung insbesondere:

  1. für alle Schulen und Kindertageseinrichtungen einen einheitlichen
    Hitzeschutzstandard entwickeln bzw. bestehende Konzepte weiterentwickeln
    und deren Umsetzung unterstützen;
  2.  an bestehenden Gebäuden und Interimsbauten geeignete Maßnahmen zur
    Verringerung der Hitzebelastung identifizieren und im Rahmen der
    verfügbaren Haushaltsmittel priorisiert umsetzen. Hierzu zählen insbesondere
    außenliegender Sonnenschutz, Verschattung, Begrünung, Nachtauskühlung,
    verbesserte Lüftungsmöglichkeiten sowie – wo erforderlich – technische
    Kühlung. Die Besonderheiten bei Pavillonbauten sollen dabei explizit
    berücksichtigt werden;
  3. bei Neubauten sowie Generalsanierungen sicherstellen, dass baulicher
    Hitzeschutz, klimaangepasste Freiflächen, Verschattung und Begrünung als
    verbindliche Planungsgrundsätze berücksichtigt werden;
  4. für denkmalgeschützte Gebäude geeignete Alternativen zum außenliegenden
    Sonnenschutz – etwa Sonnenschutzfolien oder vergleichbare Lösungen –
    prüfen und soweit geeignet umsetzen;
  5. gemeinsam mit den Schulen und Kindertageseinrichtungen individuelle
    Hitzeschutzpläne etablieren und deren Anwendung unterstützen;
  6. Handlungsempfehlungen für Unterricht, Sport-, Pausen- und Prüfungsbetrieb
    bei extremer Hitze weiterentwickeln und sicherstellen, dass hierfür geeignete
    räumliche Kapazitäten zur Verfügung stehen;
  7. prüfen, in welchen Bestandsgebäuden ergänzende Kühlmaßnahmen
    erforderlich sind, hierfür eine Priorisierung vornehmen und die notwendigen
    finanziellen Mittel im Rahmen der Haushaltsaufstellungen anmelden sowie
    mögliche Förderprogramme von Bund und Land ausschöpfen.

Dem Stadtrat ist über den Umsetzungsstand sowie den weiteren Handlungsbedarf zu
berichten.

 

Begründung

Die Hitzewelle in Europa Ende Juni wird aufgrund des Klimawandels nicht die letzte
Periode extremer Hitze gewesen sein. Kitakinder und Schüler*innen sind gegenüber
Hitze besonders anfällig und müssen in von der Stadt zur Verfügung gestellten
Gebäuden bestmöglich vor Hitze geschützt werden. Insbesondere bei Kitakindern
und Grundschüler*innen gibt es praktisch keine Möglichkeit, durch Hitzefrei
Entlastung zu schaffen. Daher sollten alle Möglichkeiten, die darüber hinaus
bestehen, bekannt gemacht und ausgeschöpft werden, um einen unbeschwerten
Schul- und Kitaalltag zu ermöglichen.

 

SPD-Fraktion
Lena Odell
Arda Celik
Kathrin Abele
Barbara Likus
Dr. Nadine Liebchen
Lars Mentrup
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion Grüne-Rosa Liste
Anja Berger
Lorenz Stradtner
Nimet Gökmenoğlu
Serzan Celik
Sofie Langmeier
David Süß
Florian Schönemann
Carmen Romano
Renate Unterberg
Angelika Pilz-Strasser
Mitglieder des Stadtrates

Fraktion FDP-Freie Wähler
Patricia Riekel
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Prof. Dr. Michael Piazolo
Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG
In Zukunft wird der Münchner Wirtschaftspreis LaMonachia auch in einer eigenen Kategorie an Betriebsrätinnen verliehen.

 

BEGRÜNDUNG
Mit der Auszeichnung LaMonachia ehrt die Stadt München Unternehmerinnen und Managerinnen, die zum Erfolg des Wirtschaftsstandorts nachhaltig beitragen. Genauso tragen aber auch Beschäftigte zum Erfolg des Standorts München bei. Nachhaltigkeit und Innovationskraft entstehen nicht nur durch unternehmerische Entscheidungen, sondern auch durch die Stimme der Belegschaft. Betriebsrätinnen tragen maßgeblich dazu bei, dass Unternehmen sozial verantwortungsvoll handeln, Konflikte konstruktiv lösen und langfristig stabile Arbeitsverhältnisse schaffen.

Mit der neuen Kategorie würde die Stadt ein Zeichen setzen:

  • Anerkennung der Mitbestimmung als Treiber für Innovationen.
  • Sichtbarmachung der Rolle von Frauen in Führungs- und Gestaltungsprozessen auf allen Ebenen – ein zentrales Anliegen der Gleichstellungspolitik.
  • Stärkung des sozialen Zusammenhalts, denn eine starke Betriebsratsarbeit kommt dem gesamten Unternehmen und der Gesellschaft zugute.

Die SPD plädiert daher dafür, den Preis auch an Betriebsrätinnen zu verleihen.


SPD-Fraktion
Simone Burger
Dr. Christian Köning
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Monika Schmid-Balzert
Paula Gundi
Dr. Nadine Liebchen
Kathrin Abele
Lena Odell
Arda Celik
Barbara Likus

 

ANTRAG

Aufgrund baulicher Mängel soll die Thalkirchner Brücke ab dem Jahr 2028 komplett erneuert werden. Erfahrungsgemäß führt eine Komplettsperrung der Brücke beim Münchner Tierpark zu einem erheblichen Rückgang der Besucher*innenzahlen mit Umsatzeinbußen.

Das Baureferat der Landeshauptstadt München (LHM) wird daher beauftragt,
• in Abstimmung mit ggf. weiteren beteiligten Referaten und dem Tierpark Hellabrunn darzustellen, welche Sanierungsoptionen (bspw. einseitiger Weiterbetrieb für Fußgänger / Radfahrer bzw. einseitige Brückensanierung in 2. Bauabschnitten) in Betracht kommen bzw. ausgeschlossen sind.

• in Abstimmung mit ggf. weiteren beteiligten Referaten und dem Tierpark Hellabrunn mögliche Interims-/ Kompensationsmaßnahmen (bspw. Behelfsbrücke für Fußgänger / Radfahrer, Stärkung ÖPNV-Anbindung) aufzuzeigen und diese im Hinblick auf die finanziellen Gesamtauswirkungen (Sanierungskosten, Interims-/ Kompensationsmaßnahmen, Kosten ÖPNV, zu erwartende Umsatzeinbußen für den Tierpark) zu bewerten.

• zu prüfen, ob gemeinsam mit der städtischen Meisterschule für das Bauhandwerk ein Konzept für eine Fußgängerbrücke als Behelfsbauwerk erarbeitet und umgesetzt werden kann.


BEGRÜNDUNG

Unbestritten der Notwendigkeit einer Sanierung der Brücke ist mit gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen für den Münchner Tierpark zu rechnen. Bereits die Beeinträchtigungen auf der U-Bahnstrecke der U3, während der Sanierung der U-Bahnhöfe in 2026/2027, zeigen, dass dies trotz Schienenersatzverkehrs zu erheblichen Einnahmeeinbußen für den Tierpark führt. Eine ausschließliche Kompensation der Brückensperrung durch höherfrequenten bzw. Interims-Busverkehr über den Candidplatz / die Schönstraße erscheint unzureichend, da die Buslinie 52 bereits jetzt aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens an Kapazitätsgrenzen stößt.

Da sich das Unternehmen mit knapp 94 % im Besitz der LHM befindet und es die dargestellten wirtschaftlichen Einbußen in dieser Höhe nicht aus eigenen Mitteln ausgleichen kann, müssen alle Optionen einer möglichen Brückensanierung geprüft werden, um etwaige Belastungen für die LHM insgesamt möglichst gering zu halten. Dabei ist auch zu berücksichtigen, das mit der geplanten Eröffnung der neuen Panda-Anlage in 2028 mit einer erheblichen Zunahme des Besucher*innenaufkommens zu rechnen ist.

SPD-Fraktion
Verena Dietl
Felix Lang
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Lena Odell
Simone Burger
Arda Celik
Dr. Nadine Liebchen

Fraktion Grüne-Rosa Liste
Florian Schönemann
Susanne Weiß
Gudrun Lux

Fraktion FDP-Freie Wähler
Prof. Dr. Jörg Hoffmann
Patricia Riekel
Prof. Dr. Michael Piazolo
Dagmar Föst-Reich
Andreas Staufenbiel

CSU-Fraktion
Manuel Pretzl
Dr. Evelyne Menges
Veronika Mirlach
Alexandra Gaßmann

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Das Mobilitätsreferat wird gebeten,
1. den betroffenen Bezirksausschüssen, insbesondere dem Bezirksausschuss 13 Bogenhausen, sämtliche bereits vorliegenden und im Rahmen der Planungen zur SEM-Nordost sowie im Projektbeirat SEM-Nordost vorgestellten verkehrlichen Grundlagen, Gutachten und Untersuchungsergebnisse nochmals gesammelt zur Verfügung zu stellen;
2. das derzeit in Erstellung beziehungsweise Bearbeitung befindliche neue Verkehrsgutachten zur SEM-Nordost nach Vorliegen und verwaltungsinterner Fertigstellung zeitnah dem Stadtrat, den betroffenen Bezirksausschüssen sowie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

BEGRÜNDUNG
Die verkehrliche Entwicklung im Münchner Nordosten ist von großer Bedeutung für die weiteren Planungen im Rahmen der SEM-Nordost. Der Stadtrat hat deshalb die Erstellung eines neuen Verkehrsgutachtens beschlossen, um die verkehrlichen Auswirkungen und Anforderungen auf einer aktuellen und belastbaren Grundlage bewerten zu können (vgl. Beschluss 20-26 / V 02087).

Im Rahmen des Projektbeirats SEM-Nordost wurden bereits zahlreiche verkehrliche Untersuchungen und Erkenntnisse vorgestellt. Für die Bezirksausschüsse als wichtige Ansprechpartner vor Ort ist es hilfreich, wenn diese Informationen nochmals gebündelt und vollständig zur Verfügung gestellt werden.

Darüber hinaus besteht ein berechtigtes Interesse von Stadtrat, Bezirksausschüssen, Bürgerschaft und Fachöffentlichkeit daran, die Ergebnisse des neuen Verkehrsgutachtens nachvollziehen zu können. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der engen Verknüpfung mit weiteren Infrastrukturvorhaben im Münchner Nordosten, darunter die Planungen zum viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke Daglfing–Johanneskirchen sowie den vom Stadtrat wiederholt geforderten Bahntunnel (vgl. Beschluss 20-26 / V 12286).

Eine transparente Bereitstellung der vorliegenden Grundlagen sowie eine zeitnahe Veröffentlichung des neuen Verkehrsgutachtens können dazu beitragen, die Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Münchner Nordostens auf einer gemeinsamen und nachvollziehbaren Informationsbasis zu führen.

 

SPD-Fraktion
Felix Lang
Anne Hübner
Lars Mentrup
Paula Gundi
Dr. Christian Köning
Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Das Gesundheitsreferat wird gebeten, darzustellen, ob Erkenntnisse über vermehrte Krebserkrankungen junger Menschen vorliegen und falls ja, wie diesen präventiv begegnet werden kann.

Dabei soll auch geprüft werden, wie die Gesundheitstreffs, Kliniken, Krankenkassen und weitere Stakeholder miteinbezogen werden können.

 

Begründung

Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge steigt die Inzidenzrate bestimmter Krebsarten bei frühen Altersgruppen bis 50 Jahre an. Besonders betroffen sind Brust-, Darm- und Nierenkrebserkrankungen. 1990 geborene Menschen haben demnach ein zwei- bis dreifaches höheres Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken als im Jahr 1955 geborene Menschen. Bereits jede siebte Darmkrebserkrankung betrifft Menschen, die jünger als 50 Jahre sind.

Es wird angenommen, dass unter anderem Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum und Übergewicht ursächlich sind.

Viele Menschen wissen nicht, dass Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen auch vor den üblichen Altersgrenzen übernehmen können.

Mit den Gesundheitstreffs bestehen in München bereits wohnortnahe Anlaufstellen, die über Möglichkeiten zur Kostenübernahme aufklären können und niederschwellig u.a. zu individuellen Risikofaktoren beraten können.

Münchner Kliniken verfügen außerdem über eine große Expertise auf dem Gebiet der Onkologie.

Dieses Netzwerk und die vorhandene Infrastruktur im Gesundheitsbereich bieten die Chance, dem Problem mit Aufklärung und Prävention effektiv zu begegnen.

 

SPD-Fraktion

Anne Hübner

Barbara Likus

Dr. Nadine Liebchen

Paula Gundi

Kathrin Abele

Mitglieder des Stadtrates

Antrag

Der Oberbürgermeister wird gebeten, gemeinsam mit den zuständigen Referaten ein Konzept vorzulegen, wie die Erfassung, Kennzeichnung und Entfernung von Schrotträdern im öffentlichen Raum beschleunigt und organisatorisch verbessert werden kann.

Dabei sollen organisatorische, rechtliche und digitale Maßnahmen geprüft werden, die eine effizientere Bearbeitung und eine regelmäßige Räumung besonders belasteter Fahrradabstellanlagen ermöglichen:

  • Prüfung, ob bewährte Verfahren anderer Großstädte mit manipulationssicheren Kennzeichnungen (widerstandsfähigere Banderolen, Kabelbinder oder Aufkleber) übernommen sowie der Umgang mit entfernten Kennzeichnungen und beschleunigte Verfahren zur Verschrottung unter Wahrung des Eigentumsrechts berücksichtigt werden können
  • Optimierung der Arbeitsabläufe zwischen den beteiligten Dienststellen
  • Regelmäßige Schwerpunktaktionen an besonders belasteten und stark frequentierten Standorten wie Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen, Hochschulen
  • Verbesserte Nutzung digitaler Meldemöglichkeiten (z.B. Meldeplattform „Mach München besser!), digitale Dokumentation der Verfahrensschritte und transparenter Monitorings zur Anzahl gemeldeter/entfernter Schrotträder sowie Bearbeitungsdauer

Dem Stadtrat ist über die Ergebnisse und die vorgesehenen Optimierungen zu berichten.

 

Begründung

Schrotträder blockieren wertvolle Fahrradabstellplätze und beeinträchtigen das Stadtbild. Insbesondere an Verkehrsknotenpunkten, im Umfeld von Hochschulen

sowie in dicht bebauten Quartieren stehen häufig Fahrräder, die offensichtlich nicht mehr genutzt werden und über längere Zeit öffentliche Abstellflächen belegen.

Die derzeit verwendeten Papierbanderolen können leicht entfernt oder beschädigt werden und verzögern dadurch häufig das Verfahren. Deshalb sollte geprüft werden, ob manipulationssicherere Kennzeichnungen sowie bewährte Verfahren anderer Großstädte – insbesondere Hamburg – übernommen werden können. Dort verhindert das bloße Entfernen einer Kennzeichnung nach erfolgter Dokumentation die Entfernung eines Schrottrads nicht; zudem sind in Gefahrenfällen beschleunigte Maßnahmen möglich. Gleichzeitig sollte die bestehende Plattform „Mach München besser!“ stärker zur Meldung von Schrotträdern genutzt und beworben werden.

Ziel ist es, bestehende Fahrradabstellanlagen durch die Optimierung bestehender Abläufe und kürzeren Bearbeitungszeiten schneller wieder ihrer eigentlichen Nutzung freizugeben. Im Vordergrund steht dabei nicht der Aufbau neuer Strukturen. Dies soll insbesondere durch eine verbesserte Bündelung von Meldungen, regelmäßige Schwerpunktaktionen an besonders belasteten Standorten sowie eine digitale Verfahrensunterstützung erreicht werden.

Eine höhere Verfügbarkeit der bereits vorhandenen Fahrradabstellanlagen trägt zudem dazu bei, den vorhandenen Parkraum effizienter zu nutzen. Wo Stellplätze durch Schrotträder dauerhaft blockiert sind, entsteht häufig zusätzlicher Bedarf. Werden bestehende Anlagen konsequent freigehalten, kann dies den Druck verringern, weitere Fahrradstellplätze zulasten von Anwohnerparkplätzen im öffentlichen Straßenraum schaffen zu müssen. Damit werden sowohl die Interessen des Radverkehrs als auch die Belange der Anwohner*innen besser berücksichtigt.

 

SPD-Fraktion
Roland Hefter
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Lena Odell
Dr. Nadine Liebchen
Arda Celik
Felix Lang
Lars Mentrup

Mitglieder des Stadtrates

ANTRAG

Die Stadtverwaltung wird gebeten zu prüfen, wie die dunklen Bodenoberflächen auf
dem Quartiersplatz „Bahndeckel“ durch eine hellere Oberflächengestaltung ersetzt
oder ergänzt werden kann, um die Aufheizung des Platzes im Sommer deutlich zu
verringern.
Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Möglichkeiten bestehen, die dunklen
Flächen dauerhaft aufzuhellen und wie eine Umsetzung im Einklang mit der
ursprünglichen Platzgestaltung erfolgen kann.
Im Rahmen der Maßnahmen zur Klimaanpassung kann helle Gestaltung als ein
Baustein auch für weitere Plätze in München angewendet werden.

 

BEGRÜNDUNG

Der Quartiersplatz Bahndeckel heizt sich an sonnigen Tagen stark auf. Die dunklen
Bodenflächen speichern die Wärme und machen den Platz gerade im Sommer oft
kaum nutzbar. Wo sich Menschen treffen, Kinder spielen und Nachbarn aufhalten
sollen, entsteht stattdessen eine Hitzeinsel.
Größere Baumpflanzungen sind auf dem Bahndeckel nur eingeschränkt möglich.
Deshalb müssen andere Wege gefunden werden, die Temperaturen auf dem Platz zu
senken. Helle Oberflächen reflektieren deutlich mehr Sonnenlicht als dunkle Beläge
und können die Aufheizung spürbar reduzieren.
Die Gestaltung des Platzes unterliegt urheberrechtlichen Schutzrechten der
ursprünglichen Architekt*innen und Künstler*innen. Dieses Recht ist jedoch nicht
absolut: Bei der urheberrechtlichen Interessenabwägung ist nach ständiger
Rechtsprechung der Gebrauchszweck des Werks zu berücksichtigen – veränderte
Anforderungen aus technischen, funktionalen oder gesundheitlichen Gründen
können das Veränderungsinteresse rechtfertigen. Hier steht das gestalterische
Erhaltungsinteresse der Urheber*innen der gesundheitlichen Schutzpflicht der Stadt
gegenüber, da die Aufenthaltsfläche ihren Nutzerinnen und Nutzern aufgrund der
Hitzeentwicklung nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Diese Abwägung ist eine
Frage der Verwaltungsprüfung, kein Grund, das Anliegen von vornherein nicht zu
verfolgen.
Der Bahndeckel soll auch an heißen Sommertagen ein Ort sein, an dem sich
Menschen gerne aufhalten – und kein Platz, den man wegen der Hitze meiden muss.
Deshalb soll die Stadt die Möglichkeiten einer helleren Oberflächengestaltung prüfen.

 

SPD-Fraktion

Barbara Likus
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Felix Lang
Lena Odell
Simone Burger
Lars Mentrup
Dr. Nadine Liebchen
Mitglieder des Stadtrates