365-Euro-Ticket: Gemeinsame Lösung statt Verschieben im Alleingang

SPD-Stadträtin Simone Burger
Foto: Carmen Lindemann

02. April 2020

Der noch amtierende Landrat von Starnberg, Karl Roth (CSU), hat der Medienberichterstattung zufolge angekündigt, dass der Landkreises Starnberg voraussichtlich aus der geplanten Einführung des 365-Euro-Tickets für Schüler und Auszubildende zum August 2020 aussteigen werde. Die Einführung soll verschoben werden. Der Landkreis werde seinen Anteil an der notwendigen Finanzierung vorerst nicht bezahlen.

Damit würde die Einführung des Tickets zunächst einmal insgesamt für den MVV-Bereich scheitern – denn dafür ist die Zustimmung und Unterstützung aller Mitglieder im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), also auch des Landkreises Starnberg, nötig.

Dazu sagt SPD-Stadträtin Simone Burger:

„Diese Ankündigung ist jetzt das völlig falsche Signal. Die völlig unabgestimmte Panikreaktion, einfach mal schnell bei den Kindern und Jugendlichen zu kürzen, gefährdet ein ganz wichtiges gemeinsames Angebot. Das 365-Euro-Ticket für Schüler und Auszubildende soll den Öffentlichen Nahverkehr gerade für Kinder und Jugendliche noch attraktiver machen. Indem der Landkreis Starnberg jetzt in Aussicht stellt, seinen Teil vorerst nicht zu zahlen, legt er das komplette Verfahren auf Eis.

Natürlich stellt die Corona-Krise uns vor große finanzielle Herausforderungen. Vor der Entscheidung zu einem 365-Euro-Ticket für Schüler und Ausbildende wurde aber lange gemeinsam diskutiert, um die beste gemeinsame Lösung zu finden. Genau das sollte man jetzt auch tun, anstatt im Alleingang alles zu verschieben und zu gefährden.“

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