Schulwegsicherheit in München systematisch stärken – Handlungsspielräume nutzen und stadtweites Konzept entwickeln
Aktualisiert am 17.03.2026
ANTRAG
Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, ein städtisches Gesamtkonzept zur Verbesserung der Schulwegsicherheit an Münchner Schulen zu erarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.
Dabei sollen alle vorhandenen straßenverkehrsrechtlichen Spielräume konsequent ausgeschöpft werden, um insbesondere im Umfeld von Grundschulen sichere und kindgerechte Verkehrsverhältnisse zu schaffen.
Ein standardisiertes Maßnahmenpaket für Schulstandorte, welches einheitliche Gestaltungsstandards für sichere Querungen im Schulumfeld, gut sichtbare Markierungen und Beschilderungen, temporäre Verkehrsmaßnahmen zu Schulbeginn und Schulschluss, mögliche Verkehrsberuhigungen im unmittelbaren Schulumfeld, Beispiele für geeignete Verkehrszeichen, Markierungen und visuelle Hinweise für den Straßenraum sowie anschauliche Darstellungen (z.B. Visualisierungen oder Fotobeispiele) könnte aufzeigen, wie sichere Schulumfelder gestaltet werden können.
Dieses Konzept ist mit allen relevanten Akteuren zu erarbeiten, insbesondere im Benehmen mit Schulen und Elternvertretungen, Bezirksausschüssen, Polizei und Fachstellen für Kinder- und Jugendbelange.
Darüber hinaus sollen die bisherigen Erfahrungen und Auswertungen zum Modellprojekt Schulstraßen überprüft werden, inwieweit das Instrument an weiteren Schulstandorten eingesetzt werden kann, welche organisatorischen oder rechtlichen Anpassungen hierfür sinnvoll wären. Dem Stadtrat soll über die Ergebnisse möglicher Pilotprojekte und weitere Maßnahmen zur Schulwegsicherheit berichtet werden.
BEGRÜNDUNG
Der tägliche Weg zur Schule ist für viele Kinder in München der erste eigenständig bewältigte Weg im öffentlichen Raum. Eine sichere und gut verständliche Verkehrsführung im Umfeld von Schulen ist daher von großer Bedeutung – sowohl für die Sicherheit der Kinder als auch für ihre selbstständige Mobilität.
In vielen Gesprächen mit Schulen, Elternvertretungen und Bezirksausschüssen wird deutlich, dass es vor Ort häufig konkrete Ideen und Vorschläge gibt, wie Schulwege sicherer gestaltet werden könnten. Gleichzeitig wird in der Praxis immer wieder auf straßenverkehrsrechtliche Einschränkungen verwiesen.
Diese rechtlichen Rahmenbedingungen sind selbstverständlich zu beachten. Zugleich ist es sinnvoll, vorhandene Gestaltungs- und Handlungsspielräume möglichst umfassend auszuschöpfen, um im Umfeld von Schulen sichere Verkehrsverhältnisse zu schaffen.
Ein städtisches Gesamtkonzept zur Schulwegsicherheit kann dazu beitragen, vorhandene Maßnahmen systematisch zu bündeln, bewährte Lösungen leichter auf weitere Schulstandorte zu übertragen, Planungssicherheit für Verwaltung, Bezirksausschüsse und Schulen zu schaffen, sowie die Perspektive von Kindern und Familien stärker in die Verkehrsplanung einzubeziehen.
Ziel sollte es sein, dass München seine bestehenden Instrumente zur Schulwegsicherheit konsequent nutzt und weiterentwickelt, um Schulwege für Kinder im gesamten Stadtgebiet möglichst sicher, übersichtlich und kindgerecht zu gestalten.
SPD-Fraktion
Julia Schönfeld-Knor
Lena Odell
Barbara Likus
Cumali Naz
Kathrin Abele
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Lars Mentrup
Dr. Christian Köning
Mitglieder des Stadtrates
