Senior*innenwohnen der Zukunft: Die Stadt priorisiert alle Formen des Senior*innenwohnens und nutzt eigene Flächen entsprechend

Antrag

 

Das Sozialreferat und das Planungsreferat werden gemeinsam gebeten, bei aktuellen und künftigen Planungen für städtische Grundstücke Wohnen für Senior*innen klarer zu priorisieren. Dabei sind neben den klassischen Formen des Seniorenwohnens auch konzeptionell neuere, gemischte Wohnformen (u.a. Mehrgenerationenhäuser, Wohnen für Hilfe) zu planen.

So sollen alle Planungen für stationäre Alten- und Pflegeheime auf städtischen Flächen kritisch auf ihre Notwendigkeit hin überprüft und wo immer möglich in Wohnprojekte (auch betreutes Wohnen), ggf. mit angeschlossenem ambulantem Pflegedienst oder anderen Unterstützungsgeboten wie Tages- und/oder Nachtpflege umgewidmet werden. Dies betrifft insbesondere auch das geplante Pflegeheim in Freiham und die beiden Wohnheime der Münchenstift, die bald saniert werden müssen.

Dem Stadtrat ist zeitnah zu berichten, welche Wohnprojekte für ältere Menschen aktuell geplant sind und welche durch Umplanungen zusätzlich ermöglicht werden können. Die gesamte Programmatik unterliegt höchster Dringlichkeit.

 

Begründung

 

Viele ältere Menschen suchen dringend barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum in ihrem vertrauten Umfeld, in dem sie weiter selbstbestimmt und eigenständig leben können. Für sie gibt es ein zu geringes Angebot. Deshalb wurde 2020 das Programm Senior*innenwohnen der Zukunft aufgelegt. Dieses muss auch zu Ergebnissen führen. Angesichts immer geringerer Verweildauern und permanent aufgrund von Personalengpässen nicht belegbaren mehreren hundert Plätzen in den stationären Pflegeheimen muss überprüft werden, ob die Schaffung von weiteren 1000 Pflegeplätzen bis 2030 zielführend ist. Alle Planungen in diese Richtung sind deshalb zu überprüfen, und dem Stadtrat in einer revidierten Konzeption vorzulegen.

Der Wunsch nach eigenständigem Wohnen im Alter, möglichst im vertrauten Stadtbezirk, ist bei städtischen Planungen künftig deutlich höher zu gewichten als der nach einem Pflegeplatz direkt in der Nähe der alten Wohnung. Dies umso mehr, als München bereits über 57 Alten- und Pflegeheime verfügt, die alle gut erreichbar sind. Nicht jedes neue Stadtviertel braucht deshalb ein eigenes Heim. Aber jeder ältere Mensch soll möglichst lange eigenständig in einem angemessenen und bezahlbaren Zuhause wohnen können.

 

Anne Hübner

Christian Köning

Christian Müller

Barbara Likus

Cumali Naz

Roland Hefter

Fraktion SPD/Volt

Sofie Langmeier

Clara Nitsche

Bernd Schreyer

Anja Berger

Nimet Gökmenoğlu

Marion Lüttig

Christian Smolka

Beppo Brem

Fraktion Die Grünen – Rosa Liste

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