Aktualisiert am 29.08.2025
Strafjustizzentrum: Freistaat muss Wort halten!
München, 20. August 2025
Der Freistaat Bayern will das Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße zum Höchstpreis verkaufen. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sofort reagiert und Ministerpräsident Dr. Markus Söder in seinem heutigen Schreiben zum Umdenken aufgefordert. Dies unterstützt die SPD-Fraktion im Münchner Rathaus ausdrücklich. Der Freistaat darf sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen, sondern sollte das Gelände selbst entwickeln und bezahlbare Wohnungen schaffen!
2023 hat das Bauministerium noch eine Machbarkeitsstudie angekündigt, wie man das Strafjustizzentrum in der Nähe des Stiglmaierplatzes künftig verwenden könnte – jetzt kündigt die Staatsregierung ohne Vorwarnung an, das Gebäude zu verkaufen. Dieses Vorgehen verkennt den Ernst der Lage in München, wo bezahlbarer Wohnraum knapp ist, und lässt befürchten, dass der Freistaat seine Verantwortung nicht ernst nimmt.
Die SPD-Fraktion im Münchner Stadtrat fordert in einem heute gestellten Stadtratsantrag den Freistaat auf, den Verkauf zu stoppen und stattdessen die staatlichen Flächen gemeinwohlorientiert zu entwickeln. Wenn laut Bauministerium die reine Schaffung von Luxuswohnungen keine Option sei, dann sollte der Freistaat in der Konsequenz das das Grundstück behalten und für die Entstehung von bezahlbaren Wohnungen sorgen, schließlich gibt es auch viele Staatsbedienstete, die dringend eine Wohnung in München suchen.
„Wie viele Vollkatastrophen auf ehemals öffentlichem Grund brauchen wir noch, bis der Freistaat Verantwortung für seine Flächen übernimmt? Ob es der Ausverkauf der GBW-Wohnungen ist oder die alte LMU-Chemie – langsam ist hier wirklich ein Umdenken erforderlich.“
Simone Burger, SPD-Stadträtin
Den dazugehörigen Stadtratsantrag finden Sie hier.
Die SPD-Stadtratsfraktion im Münchner Rathaus hat ihren Kurs klar gesetzt: Für ein soziales München, in dem alle gut leben, das verlässlich funktioniert, sicher ist. Wir machen Politik, die klug soziale, ökologische, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte miteinander denkt. Wir gehen nicht den bequemen, sondern den zukunftsfähigen Weg.


„Wie viele Vollkatastrophen auf ehemals öffentlichem Grund brauchen wir noch, bis der Freistaat Verantwortung für seine Flächen übernimmt? Ob es der Ausverkauf der GBW-Wohnungen ist oder die alte LMU-Chemie – langsam ist hier wirklich ein Umdenken erforderlich.“
Benedict Esche, Kollektiv A Architekten. Zur Verwendung frei