Naturschutz stärken V Identifikation möglicher Naturwaldreservate in München und den städtischen Forsten

Aktualisiert am 13.10.2021

Antrag

Die Stadtverwaltung wird beauftragt eine Analyse für das Münchner Stadtgebiet sowie die Flächen der städtischen Forste durchzuführen mit dem Ziel Flächen für potenzielle Naturwaldreservate zu identifizieren. In der Analyse sollen auch Potenziale für mögliche Kooperationen mit benachbarten Waldbesitzer*innen zur Bildung möglichst großer Flächen dargestellt werden.

Begründung

Das globale Artensterben ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit gegenwärtig steht. Wesentlicher Treiber dieser globalen Naturkatastrophe ist das Verschwinden von naturnahen, geschützten Lebensräumen. Auch für das Münchner Stadtgebiet gehen aktuelle Schätzungen von 9000 bis 20000 Arten aus, was die Verantwortung der Landeshauptstadt München zur Bekämpfung des Artensterbens unterstreicht.

Naturwaldreservate (NWR), als vom Menschen nicht bewirtschaftete Gebiete stellen einen wichtigen Baustein im Habitatschutz in Bayern dar. In den NWR finden sich viele seltene und artenschutzrechtlich wertvolle Tierarten. Totholz bietet z.B. ca. 1.350 Käferarten Lebensraum. NWR beherbergen fast 500 Pilzarten. 70% der bayerischen Schmetterlingsarten kommen in den NWR vor.

Über diesen unmittelbaren Nutzen für den Artenschutz hinaus, stellen Naturwaldreservate einen wichtigen Baustein in der Erforschung der Waldökologie dar. Die so gewonnen Erkenntnisse sind ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des Naturnahen Waldbaus und wirken somit weit über die Naturwaldreservate selbst hinaus.

gez.
Dr. Julia Schmitt-Thiel
Felix Sproll
Anne Hübner
Andreas Schuster
Lars Mentrup

SPD/Volt-Fraktion

Mona Fuchs
Dominik Krause
Judith Greif
Florian Roth
Clara Nitsche
Julia Post
Florian Schönemann
Angelika Pilz-Strasser

Fraktion Die Grünen – Rosa Liste